mini|José Francisco Calí Tzay (2023)

José Francisco „Pancho“ Calí Tzay (* 27. September 1961 in Tecpán, Guatemala) ist ein guatemaltekischer Jurist und Diplomat. Er dient als Ständiger Vertreter seines Heimatlandes bei den Vereinten Nationen und den anderen internationalen Organisationen in Genf. In den Jahren von 2020 bis 2024 war er Sonderberichterstatter für die Rechte indigener Völker bei den Vereinten Nationen.

Leben Calí Tzay wurde am 27. September 1961 in Tecpán geboren. Er besitzt einen Bachelorabschluss aus dem Jahr 2004. Er studierte von 2005 bis 2011 an der guatemaltekischen Mariano Gålvez University im Bereich Rechts- und Sozialwissenschaften und im Jahr 2013 studierte er vergleichendes Recht der Ureinwohner an der University of Oklahoma. Im Jahr 2020 wurde er Associate Direktor des Programm der Law Clinic für Menschenrechte und Rechte der Ureinwohner der University of Arizona.

Guatemala Im guatemaltekischen Außenministerium war er von 2008 bis 2013 als Direktor für die Implementation von Menschenrechten zuständig. Er war Begründer und Mitglied in verschiedener Organisationen zum Schutz der Rechte der indigenen Bevölkerung. Daneben war er Mitglied der Präsidenten-Kommission gegen Diskriminierung und Rassismus gegen Indigene Völker (CODISRA) und Präsident des nationalen Ausgleichsprogramms für Opfer der bewaffneten Konflikte in Guatemala.

Von 2016 bis 2020 war Calí Tzay als Leiter der Botschaft der Botschafter Guatemalas in Deutschland. Er diente in dieser Zeit auch als nicht-residierender Botschafter in Polen und Botschafter in der Ukraine.

Vereinte Nationen Auf internationaler Ebene war Cali Tzay für insgesamt 16 Jahre Präsident des UN-Komitees zu Überwachung des Internationalen Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung (CERD), das 1965 von der UN-Generalversammlung verabschiedet worden war.

Im Mai 2020 übernahm er als Nachfolger von Victoria Tauli-Corpuz das Amt als UN-Sonderberichterstatter für die Rechte indigener Völker beim UN-Menschenrechtsrat.HRC appoints Jose Francisco Cali Tzai a new Special Rapporteur on the Rights of Indigenous Peoples In diesem Amt wirkte er bis 2024. Anfang 2022 forderte er gemeinsam mit dem Sonderberichterstatter zu Umweltproblemen David R. Boyd Schweden auf, dem Bergbauunternehmen Beowulf Mining keine Lizenz für den Abbau von Kallak-Eisenerz in der von Samen bewohnten Region Gallok zu erteilen, da dies den Schutz des Ökosystems und die Grundlage für die Lebensweise dieses Volkes mit seiner Rentierhaltung gefährden würde.

Im Jahr 2024 wurde Calí Tzay zum Ständigen Vertreter Guatemalas bei den Vereinten Nationen in Genf ernannt. Er übergab am 8. November 2024 sein Beglaubigungsschreiben an die in Genf ansässige Generaldirektorin Tatjana Dmitrijewna Walowaja.

Weblinks

Statement von Calí Tzay zu den Rechten Indigener Völker, Video vom 10. August 2020

Einzelnachweise

Kategorie:UN-Sonderberichterstatter Kategorie:Ständiger Vertreter Guatemalas bei den Vereinten Nationen in Genf Kategorie:Botschafter in der Ukraine Kategorie:Guatemaltekischer Botschafter Kategorie:Guatemaltekischer Botschafter in Deutschland Kategorie:Botschafter in Polen Kategorie:Menschenrechtsaktivist (Guatemala) Kategorie:Guatemalteke Kategorie:Geboren 1961 Kategorie:Mann