Poppenhof ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Kronach im Landkreis Kronach (Oberfranken, Bayern).

Geographie Die Einöde befindet sich auf einer Anhöhe, die im Nordosten ins Tal des Dobersgrundbachs und im Osten ins Tal der Haßlach abfällt. 0,2 km östlich gibt es einen Laubbaum, der als Naturdenkmal geschützt ist. Ein Anliegerweg führt nach Ziegelerden (0,3 km südlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,4 km nordöstlich).

Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Poppenhof 2 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Kronach aus. Die Stadt Kronach war Grundherr der beiden Halbhöfe. Ursprünglicher Grundherr war das Rittergut Haßlach.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 498.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Poppenhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Neuses und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Seelach zugewiesen. Am 1. Mai 1978 wurde Poppenhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern in Kronach eingegliedert.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 599. Name Orte mit diesem Namen gehen in der Regel auf einen Mann namens Poppo oder Boppo zurück. Das war ein häufiger germanischer Vorname. Im mittelhochdeutschen Genitiv Singular verwandelt sich der Name in Poppen- (des Poppos).

Baudenkmal Jagdgrenzstein

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 4 16 17 16 18 9 6 5 36 3HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 3 2 2 1 1 1Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und nach Kronach gepfarrt.

Literatur

Susanne Franke, Stefan Hackl „Die Wahrheit über Pumpernudel“, 2010 München, ISBN 978-3-485-01317-8 Herbert Maas, Mausgesees und Ochsenschenkel, 1986 Nürnberg, ISBN 3-920701-72-0 Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein, Lexikon Fränkischer Ortsnamen, 2009 München, ISBN 978-3-406-59131-0

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Kronach) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kronach