mini|hochkant=1.5|Das Estadio Ramón Sánchez Pizjuán in Sevilla war Schauplatz des Endspiels. Die UEFA Europa League 2021/22 war die 51. Auflage des zweitwichtigsten Wettbewerbs für europäische Fußballvereine, der bis zur Saison 2008/09 unter der Bezeichnung UEFA-Pokal stattfand. Das Endspiel fand am 18. Mai 2022 im Sevillaer Estadio Ramón Sánchez Pizjuán statt.

Sieger wurde Eintracht Frankfurt, das sich im Finale gegen die Glasgow Rangers mit 5:4 i. E. durchsetzte, nachdem es nach regulärer Spielzeit und Verlängerung jeweils 1:1 gestanden hatte. Die Mannschaft qualifizierte sich für den UEFA Super Cup 2022 und erhielt einen Startplatz in der Gruppenphase der UEFA Champions League 2022/23.

Die Schaffung des neuen europäischen Fußballwettbewerbs UEFA Europa Conference League ab der Saison 2021/22 hatte auch für diesen Wettbewerb einige Neuerungen zur Folge. So nahmen ab dieser Saison nur noch 32 statt vormals 48 Mannschaften an der Gruppenphase teil; es entfiel deshalb das Sechzehntelfinale. Stattdessen wurde eine Zwischenrunde gespielt, in der die Gruppenzweiten auf die Gruppendritten der Champions League trafen. Die Gruppensieger zogen direkt ins Achtelfinale ein. Analog qualifizierten sich die Gruppendritten der Europa League für die Zwischenrunde der Conference League.de.uefa.com: UEFA Europa Conference League: alles, was Ihr wissen müsst Artikel vom 28. Oktober 2019

Erstmals wurde ab dieser Saison die Auswärtstorregel in der Qualifikation sowie der K.O.-Phase nicht mehr angewendet. Stattdessen wurde bei Torgleichheit über zwei Spiele eine Verlängerung ausgetragen. Sofern in dieser Verlängerung gleich viele oder keine Tore gefallen waren, folgte das Elfmeterschießen. In der Gruppenphase entfiel die Anzahl der Auswärtstore als Kriterium für den direkten Vergleich.

Eintracht Frankfurt gelang der Sieg im Wettbewerb zum zweiten Mal, es war der erste internationale Titel seit dem UEFA-Pokalsieg 1979/80. Insgesamt ist Frankfurt neben Bayer 04 Leverkusen (1987/88), Schalke 04 (1996/97) und dem FC Bayern München (2000/01) die vierte deutsche Mannschaft, die einen europäischen Pokalwettbewerb im Elfmeterschießen gewann. Das Finale zwischen beiden als Traditionsclubs geltenden Vereinen zog 120.000 Zuschauer nach Sevilla und wurde in der Spitze allein in Deutschland von knapp 10 Mio. Zuschauern im Fernsehen verfolgt (Marktanteil 41,6 Prozent). Das Signal übertrug RTL im Free-TV.

Termine Die Auslosungen und Spielrunden fanden an folgenden Terminen statt: PhaseRundeAuslosungHinspielRückspielQualifikation3. Qualifikationsrunde19. Juli 20213./5. August 202110./12. August 2021Play-offs2. August 202117./18./19. August 202126. August 2021Gruppenphase1. Spieltag27. August 202115./16. September 20212. Spieltag30. September 20213. Spieltag19./20./21. Oktober 20214. Spieltag4. November 20215. Spieltag25. November 20216. Spieltag9. Dezember 2021K.-o.-PhasePlay-offs der K.-o.-Runde13. Dezember 202117. Februar 202224. Februar 2022Achtelfinale25. Februar 202210. März 202217. März 2022Viertelfinale18. März 20227. April 202214. April 2022Halbfinale28. April 20225. Mai 2022Endspiel18. Mai 2022 im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán, Sevillade.uefa.com: Sevilla richtet das Finale der Europa League 2022 aus Artikel vom 24. September 2019

Qualifikation Mit Einführung der Europa Conference League beginnt die Qualifikation zur Europa League erst mit der 3. Qualifikationsrunde.

Die Einteilung in die einzelnen Qualifikationsrunden bestimmt sich nach der Zugangsliste der UEFA. Die Reihenfolge der Verbände bestimmt sich hierbei nach den Verbandskoeffizienten der UEFA-Fünfjahreswertung 2019/2020. Falls sich der Pokalsieger eines Landesverbandes für die UEFA Champions League 2021/22 qualifiziert oder bereits für die UEFA Europa League 2021/22 qualifiziert gewesen wäre, bekommt die nächste Mannschaft aus der nationalen Liga den schlechtestmöglichen Startplatz dieser Nation in der Qualifikation zur UEFA Europa League, während die anderen Teams dementsprechend aufrücken und den nächstbesseren Startplatz übernehmen. Soweit ein Verein keine Zulassung für die UEFA-Wettbewerbe erhält, rückt das in der nationalen Liga nächstbeste Team nach. Grundsätzlich gilt, dass Mannschaften desselben Landesverbands in den Qualifikationsrunden nicht aufeinander treffen können.

3. Qualifikationsrunde

Auslosung: 19. Juli 2021 in Nyon Hinspiele: 3. und 5. August 2021Rückspiele: 10. und 12. August 2021 Champions-Weg Am Champions-Weg der 3. Qualifikationsrunde nehmen die zehn Verlierer des Meisterwegs der 2. Qualifikationsrunde der Champions League teil. Die Partien wurden durch offene Auslosung bestimmt. Unterlegene Mannschaften wechseln in die Play-offs (Champions-Weg) der UEFA Europa Conference League 2021/22, die Gewinner in die Play-offs der UEFA Europa League 2021/22.

Folgende Paarungen wurden für die dritte Qualifikationsrunde ausgelost:

Pokalsieger- und Verfolgerweg

Am Pokalsieger- und Verfolgerweg der 3. Qualifikationsrunde nehmen die Pokalsieger bzw. deren Nachrücker aus den Verbänden auf den Plätzen 14 bis 16 der Rangliste sowie die drei Verlierer des Platzierungswegs der 2. Qualifikationsrunde der Champions League teil. Prinzipiell gilt, dass die Direktqualifikanten gesetzt sind und gegen die Verlierer aus der Champions League gelost werden. Unterlegene Mannschaften wechseln in die Play-offs (Platzierungsweg) der UEFA Europa Conference League 2021/22, die Gewinner in die Play-offs der UEFA Europa League 2021/22.

Folgende Paarungen wurden für die dritte Qualifikationsrunde ausgelost:

Play-offs Auslosung: 2. August 2021 in Nyon Hinspiele: 17./18./19. August 2021Rückspiele: 26. August 2021

Die letzte Qualifikationsrunde wird zwecks besserer Vermarktungschancen „Play-offs“ genannt. An den Play-offs nahmen die acht Sieger der vorhergehenden Runde, die Pokalsieger der Verbände auf den Plätzen 8 bis 13 der Rangliste sowie die sechs Verlierer des Champions-Wegs der 3. Runde der Champions League teil. Unterlegene Mannschaften wechselten in die Gruppenphase der UEFA Europa Conference League 2021/22:

Gruppenphase Für die Gruppenphase waren die Pokalsieger bzw. deren Nachrücker der Verbände auf den Plätzen 1 bis 7 direkt qualifiziert. Dazu kamen je ein weiterer Vertreter der Verbände auf den Plätzen 1 bis 5, die 10 Sieger der Play-offs der Europa League, die 4 Verlierer der 3. Qualifikationsrunden des Platzierungswegs der Champions League und die 6 Verlierer der Play-offs der Champions League.

Die 32 qualifizierten Mannschaften wurden anhand ihres Klub-Koeffizienten für die Auslosung in 4 Töpfe aufgeteilt, Mannschaften des gleichen Landesverbands wurden in verschiedene Gruppen gelost. Die Gruppen setzten sich wie folgt zusammen:

Gruppe A

16. September 202130. September 202121. Oktober 20214. November 202125. November 20219. Dezember 2021

Gruppe B

16. September 202130. September 202121. Oktober 20214. November 202125. November 20219. Dezember 2021

Gruppe C

15. September 202116. September 202130. September 202120. Oktober 202121. Oktober 20214. November 202124. November 202125. November 20219. Dezember 2021

Gruppe D

16. September 202130. September 202121. Oktober 20214. November 202125. November 20219. Dezember 2021

Gruppe E

16. September 202130. September 202121. Oktober 20214. November 202125. November 20219. Dezember 2021

Gruppe F

16. September 202130. September 202121. Oktober 20214. November 202125. November 20219. Dezember 2021

Gruppe G

16. September 202130. September 202119. Oktober 202121. Oktober 20214. November 202125. November 20219. Dezember 2021

Gruppe H

16. September 202130. September 202121. Oktober 20214. November 202125. November 20219. Dezember 2021

Farblegende

Finalrunde Finalrunden-Playoffs Für die Finalrunden-Playoffs wurden am 13. Dezember 2021 in Nyon acht Paarungen je eines Gruppendritten der Champions League und eines Gruppenzweiten der Europa League ausgelost, wobei die Gruppenzweiten der Europa League das Hinspiel auswärts bestritten. Mannschaften eines Landesverbandes durften einander nicht zugelost werden.

Die Hinspiele fanden am 17. Februar, die Rückspiele am 24. Februar 2022 statt.

Achtelfinale Für das Achtelfinale wurden am 25. Februar 2022 in Nyon acht Paarungen je eines Siegers der Finalrunden-Playoffs und eines Gruppensiegers der Europa League ausgelost, wobei die Gruppensieger der Europa League das Hinspiel auswärts bestritten. Mannschaften eines Landesverbandes durften einander nicht zugelost werden.

Die Hinspiele fanden überwiegend am 10. März, die Rückspiele am 17. März 2022 statt. Abweichend hiervon fanden die Spiele FC Porto – Olympique Lyon und Betis Sevilla – Eintracht Frankfurt bereits am 9. März 2022 statt, um eine Termindopplung mit Sporting Braga bzw. dem FC Sevilla zu vermeiden.

Aufgrund des russischen Überfalls auf die Ukraine am 24. Februar 2022 schlossen die FIFA und UEFA am 28. Februar 2022 die russischen Vereine und Nationalmannschaft von allen Wettbewerben aus.FIFA/UEFA suspendieren russische Vereine und Nationalmannschaften von allen Wettbewerben, de.uefa.com, 28. Februar 2022, abgerufen am 28. Februar 2022. RB Leipzig zog somit kampflos in das Viertelfinale ein. Der Einspruch des russischen Verbandes dagegen beim CAS wurde von diesem am 15. März abgewiesen. tas-cas.org: THE COURT OF ARBITRATION FOR SPORT (CAS) DENIES THE FOOTBALL UNION OF RUSSIA’S REQUEST TO STAY THE EXECUTION OF THE UEFA EXECUTIVE COMMITTEE’S DECISION TO SUSPEND ALL RUSSIAN TEAMS AND CLUBS FROM ITS COMPETITIONS

Viertelfinale Die Paarungen des Viertelfinales wurden am 18. März 2022 in Nyon durch offene Auslosung bestimmt. Die Hinspiele fanden am 7. April, die Rückspiele am 14. April 2022 statt.

Halbfinale Die Paarungen des Halbfinales wurden am 18. März 2022 in Nyon (mit der Viertelfinal-Auslosung) durch offene Auslosung bestimmt. Die Hinspiele fanden am 28. April, die Rückspiele am 5. Mai 2022 statt.

Finale

Eintracht Frankfurt begann die Partie stark und hatte in den ersten 15 Minuten bereits drei Torabschlüsse. In der 20. Minute scheiterte Ansgar Knauff mit einem Schuss aus 14 Metern am glänzend reagierenden Torhüter McGregor. Glasgow Rangers kam erst in der 26. Minute zur ersten Torchance, als Aribo den Ball knapp links am Tor vorbeischlenzte. In der Folge – etwa ab der 30. Minute – übernahm Glasgow die Spielkontrolle, allerdings ohne zwingende Torchancen herauszuarbeiten, so dass die erste Hälfte torlos endete. Auch in der zweiten Hälfte erwischte Frankfurt den stärkeren Beginn, wobei man in der 49. Minute zu einer guten Gelegenheit durch Lindstrøm kam. Etwas überraschend fiel in der 57. Minute dann der Führungstreffer für Glasgow, nachdem Sow einen langen Ball zunächst unglücklich per Kopf verlängert hatte und Tuta beim Versuch, den Ball noch vor Aribo abzulaufen, stolperte. Die Führung der Schotten änderte am Spiel allerdings wenig, Frankfurt war weiterhin die aktivere Mannschaft. Nachdem Kamada in der 67. Minute den Ball frei vor dem gegnerischen Torwart noch über das Tor gelupft hatte, kam die Eintracht schließlich in der 69. Minute zum Ausgleich durch Borré, der eine Kostić-Flanke aus kurzer Distanz zum 1:1 verwertete. In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend im Mittelfeld; es blieb beim 1:1 nach 90 Minuten.