Die Förderbahn Drei-Ähren–Uhlhorst war eine während des Ersten Weltkriegs vom Deutschen Heer betriebene Heeresfeldbahn im Elsass, die die Endhaltestelle der Elektrischen Bahn Türkheim – Drei-Ähren mit der Frontlinie am Lingekopf und Barrenkopf verband.

Geschichte mini|hochkant|Schienenseilbahn am Barrenkopf Während des Ersten Weltkrieges verlegte die Baukompanie R 22 eine 11,3 km lange Feldbahn vom Wallfahrtsort Drei-Ähren (), dessen Kapelle Unsere Liebe Frau von den drei Ähren ein beliebtes Ausflugsziel war, bis zum Feldbahnhof Uhlhorst, um die Frontlinie beim Lingekopf, Kleinkopf, Barrenkopf und Hartmannsweilerkopf westlich von Drei-Ähren mit Baumaterial für die Bunker, Stacheldraht, Waffen, Munition und Nachschub zu versorgen und in der Gegenrichtung verwundete Soldaten in die Lazarette zu bringen.Verwundetentransport mit der elektrischen Bahn. Bei den Gefechten entlang der von der Förderbahn versorgten Frontlinie kamen tausende französische und deutsche Soldaten ums Leben.M. Norbert Schickel et al.: Historischer Rundweg 1914–18: Hohrodberg-Linge.Cora Stephan: Schrecken und Poesie einer vergessenen Front. Welt, 24. Mai 2013.

Streckenverlauf An der Bergstation der elektrischen Meterspurbahn wurden die Güter auf die Wagen der Förderbahn mit einer Spurweite von 600 mm umgeladen. Diese konnten über eine Schienenseilbahn bis zum Bahnhof der Förderbahn auf dem Platz vor der alten Wallfahrtskapelle hochgezogen werden.

An der Haltestelle Bärenstall bog eine Zweigstrecke nach Norden zum Lingekopf ab. Die Stammstrecke führte über Schratzmännle, Barrenkopf und Kleinkopf zum Endbahnhof Uhlhorst nördlich von Hohrodberg.

Zwischen Barren- und Kleinkopf befand sich eine weitere Schienenseilbahn, die einen Unterschied von 50 Höhenmetern auf einer 100 m langen Strecke überwand.Rüdiger Fach und Günter Krall: Heeresfeldbahnen der Kaiserzeit. Kenning, Nordhorn, 2002. S. 110. Die Förderbahn wurde in der Nachkriegszeit stillgelegt und von französischen Truppen abgebaut.

Betrieb Ab dem 31. Dezember 1917 betrieb das bayrische FeBA 24 (Feldbahnamt) sowohl die Förderbahn als auch die elektrische Bahn bis zum Mai 1918. Danach übernahm das FeBA 50 den Betrieb beider Bahnen bis zum Kriegsende.Andreas Bärwald (Der Mansfelder): Die elektrische Bergbahn von Türckheim nach Drei Ähren und die 600 mm Drei Ährenbahn. 11. Dezember 2015.Jürgen Ehret: Kriegsbahnen im Oberelsass : 1914–1918 Ed. Winterwork, 2014. S. 274–279.

Die Förderbahn wurde als Pferdebahn oder mit einer Benzollok betrieben. Die Fahrzeit für die 11,3 km lange Strecke betrug etwa 1½ Stunden.

Siehe auch Sulzerbahn

Weblinks

Le tramway de Turckheim - Trois-Epis. Tramway Turckheim-Trois Épis: anecdotes, histoires et images. Société d’histoire et d’archéologie Wickram, Turckheim, Haut-Rhin, 1999. Die Förderbahn Drei Ähren – Uhlhorst

Einzelnachweise

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