K-TV ist ein 1999 von Pfarrer Hans Buschor gegründeter privater katholischer Fernsehsender. Träger ist seit 2011 die Kephas Stiftung gGmbH mit Sitz in Opfenbach. Geschäftsführer sind Patrick Gruhn und Johannes Hattler. Gruhn ist auch Alleingesellschafter der Kephas Stiftung, die K-TV verantwortet.

Über den Sender K-TV entstand aus einer Initiative des Schweizer Pfarrers und Filmemachers Hans Buschor im Jahr 1999, der sich dem Projekt nach seiner Pensionierung widmete. Buschor hatte bis zu seinem Tod im Jahr 2017 die geistige Leitung des Senders inne, bis 2011 außerdem die geschäftliche Leitung. Die Nachfolge der geistigen Leitung übernahmen auf Buschors Wunsch Pfarrer Thomas Maria Rimmel, Militärpfarrer Werner Maria Hess und bis Herbst 2023 Pfarrer Paul Schuler. Das K im Namen K-TV steht für die Bezeichnung des Apostels Petrus als Kefa bzw. Kephas (aramäisch). Der Sender verfolgt das Ziel, den katholischen Glauben medial zu verkünden, den Glauben zu stärken und zur Neuevangelisierung beizutragen.

Am 11. September 1999 erfolgte die Erstausstrahlung über das Satellitensystem Eutelsat. Das finanzielle Fundament bei der Gründung des Senders bildeten die Erlöse mehrerer erfolgreicher Dokumentarfilme, die Buschor in den Jahrzehnten zuvor gefilmt hatte. Einige Zeit später wurde K-TV auch über Kabelnetze in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Seit dem 1. November 2002 ist der Empfang über das Satellitensystem Astra digital möglich und seit Oktober 2006 über das Internet. Im Jahr 2006 wurde ein Übertragungswagen ausgebaut für regelmäßige Liveübertragungen von Gottesdiensten aus Kirchen und Wallfahrtsorten. Seit dem 1. September 2006 wird das Programm ebenfalls als Livestream angeboten.

Im Jahr 2013 war nach Aussage des Senders ein Wachstum der Zuschauerzahlen feststellbar, das aus der steigenden Zahl versandter Programmhefte abgeleitet wurde.Geschäftsbericht des Geschäftsführers an das Kuratorium vom 10. Januar 2013 Der finanzielle Aufwand belief sich laut Senderangaben in dem Jahr auf etwa 250.000 Euro pro Monat,Spenderbroschüre von K-TV 2013 der nach eigenen Angaben vollständig über Spenden gedeckt wurde. Nachdem im Januar 2015 die eigene Redaktion zunächst aufgelöst worden war, führte K-TV diese später wieder ein. Die Mitarbeiterzahl lag 2024 bei über 25 Personen.

K-TV sendet täglich 24 Stunden. Die einzelnen Sendungen werden eine Woche lang zu unterschiedlichen Zeiten wiederholt. Nachts werden Wiederholungen aus dem Programm der Vorwoche gezeigt. Im deutschsprachigen Raum kann K-TV auf Fernsehen über Kabel und Satellit empfangen werden, zugleich auch weltweit im Internet. Ende 2024 wurde über Satellit ein Full-HD-Signal in Betrieb genommen, im Gegenzug erfolgte zum Anfang Juli 2025 die Abschaltung des SD-Signals. 2024 traf K-TV eine Vereinbarung mit der Deutschen Netzmarketing, von der man sich offenbar die Aufnahme des Programms in die Angebote vieler Kabelanbieter erhofft.

Programm Das Programm orientiert sich an der Lehre der katholischen Kirche. K-TV versteht sich als rom- und papsttreuer Sender mit Schwerpunkten in der Eucharistie und Marienverehrung.

Inhalte Schwerpunkte des Programms sind die Übertragung von katholischen Gottesdiensten und Andachten, Glaubenskatechese, Exerzitien, Vorträge, Reportagen und Dokumentationen. Diese Sendungen werden zu einem Großteil von Geistlichen der katholischen Kirche geleitet und moderiert. Es werden Gesprächssendungen oder Interviews ausgestrahlt, sowohl mit Geistlichen wie den deutschen Bischöfen als auch mit gläubigen Laien. Dreimal wöchentlich wird seit 2020 Die Stunde der Seelsorge mit Pfarrer Thomas Rimmel und Pater Karl Wallner ausgestrahlt, bei der auch Fragen zu religiösen Themen von Zuschauern aufgegriffen werden.

Der Sender überträgt als Partnersender von Radio Vatikan live alle wichtigen öffentlichen Auftritte des Papstes wie die Generalaudienz, das Angelusgebet, große Festgottesdienste und kirchliche Ereignisse aus dem Vatikan sowie Weltjugendtage und Papstreisen. Wichtige kirchliche Ereignisse wie zum Beispiel die Papstwahl werden mit Sondersendungen begleitet. Die wöchentlichen Sendungen RomeReports – Nachrichten aus dem Vatikan und Vatikan aktuell berichten über Neuigkeiten aus dem Vatikan und vom Papst, aber auch allgemein über Vorkommnisse in der Weltkirche und die weltweite Kirchenpolitik.

Reportagen kommen aus Kirche und der Welt, besonders auch aus Wallfahrtsorten wie Fátima, Lourdes oder San Giovanni Rotondo. Dokumentationen werden zum Teil selbst produziert. Die Sendung Terra Santa News berichtet seit 2018 über Nachrichten aus dem Heiligen Land. Außerdem beinhaltet das Programm Sendungen über Gesundheitsthemen, Lebenshilfe, ein Kinderprogramm sowie in einem geringen Anteil Spielfilme und Musiksendungen.

Gottesdienste und Andachten Neben Festgottesdiensten und dem Angelusgebet aus dem Vatikan werden täglich mindestens ein Gottesdienst aus verschiedenen Kirchen aus Davos und Schwyz in der Schweiz und der Gebetsstätte Wigratzbad (Opfenbach) sowie zusätzlich ebenfalls tägliche Gottesdienste abwechselnd u. a. aus der Kirche Sankt Pantaleon in Köln, der Licht-der-Völker-Kapelle (Missio-Wien), der Kapelle von Kirche in Not in Königstein im Taunus, der Wallfahrtskirche Maria Schutz am Semmering (Niederösterreich) oder der Wallfahrtskirche Maria im Sand im unterfränkischen Dettelbach übertragen. Regelmäßig wird das Rosenkranzgebet sowie Andachten zur Gnadenstunde der Barmherzigkeit oder Kreuzwegandachten ausgestrahlt.

Empfang Satellit: Empfangen werden kann der Sender über Satellit in Full HD in ganz Europa. Kabel: Im Kabel mit einem Digitalreceiver ist das Programm in Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein empfangbar. Internet: Weltweit per Livestream in verschiedenen Auflösungen über das Internet. Zu den IPTV-Anbietern gehören Zattoo, Waipu.tv, MagentaTV oder Kabel Swisscom. Zudem werden ein YouTube-Kanal sowie weitere Social-Media-Kanäle betrieben, um nach Angaben des Senders auch ein vorrangig jüngeres Publikum zu erreichen. Seit Juli 2025 wird parallel ein englischsprachiger Sender von K-TV betrieben, der über Hotbird empfangbar ist.

Beziehung zur katholischen Kirche Mit einem Brief vom 18. Januar 2013 des Staatssekretariats des Heiligen Stuhls wurde im Auftrag von Benedikt XVI. die Medienarbeit des „katholischen Fernsehens K-TV“ offiziell gewürdigt und allen „Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Freunden und Förderern von K-TV“ der Apostolische Segen durch Papst Benedikt XVI. erteilt.Livesendung Tagesthema auf K-TV am 29. Januar 2013 von 19:00-20:00 Uhr Anlässlich einer Generalaudienz im Dezember 2012 gratulierte Papst Benedikt XVI. dem damaligen Chefredakteur Martin Lohmann zum Amtsantritt. Papst Franziskus empfing eine Delegation von K-TV im September 2019 im Rahmen der Generalaudienz anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Senders.

Tochtergesellschaften Der Sender hatte zwei inzwischen liquidierte Tochtergesellschaften, an welchen er zu 100 % beteiligt war: die CredoMedia GmbH mit Sitz in Opfenbach, welche früher das Studio des Senders in Hürth betrieb, und die Alpina Film GmbH mit Sitz in Langenargen am Bodensee, welche die Filmproduktionen für den Sender sowie für externe Auftraggeber (andere Fernsehsender, Firmenvideos etc.) realisierte.Handelsregisteranmeldung vom 29. Januar 2013

Chat-Portal mit Künstlicher Intelligenz Mit katholisch.ai (ein Angebot von K-TV und deren CEO Professor Gruhn) wird eine Such- und Antwortmaschine auf der Basis künstlicher Intelligenz angeboten, die insbesondere Menschen unterstützt, die im Verkündigungsdienst der Kirche stehen. Diese AI liefert mit den Antworten auch Quellenangaben und Links zu relevanten Sendungen auf K-TV.

Weblinks

Website des Senders

katholisch.ai

Einzelnachweise

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