Elisabeth von Geldern (* um 1235; † 31. März 1313Johannes Stinner, Karl-Heinz Tekath: Gelre – Geldern – Gelderland. Geschichte und Kultur des Herzogtums Geldern. Verlag des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend, Geldern 2001, ISBN 3-921760-36-4, S. 34Gustav Pieper: Gräfrath, die Abtei und die Stadt. Eine Wanderung durch acht Jahrhunderte. Düsseldorf 1883, S. 15 (Digitalisat)Karl Leopold Strauven: Adolf V., Graf von Berg. In: Allgemeine Deutsche Biographie. Band 1: Van der Aa – Baldamus. Verlag von Duncker und Humblot, Leipzig 1875, S. 95 (Google Books)Nach anderen Angaben am 31. März 1316 – Vgl. Tafel II: Grafen von Berg aus dem Hause Limburg. In: Hermann Hengstenberg: Das ehemalige Herzogtum Berg. Beilage zu dem Programm 1896, Elberfeld 1896, S. 57 (Google Books) in Gräfrath bei Solingen) war durch Ehe mit Adolf V. Gräfin von Berg.

Leben Elisabeth war die Tochter von Otto II. von Geldern, einem Grafen von Geldern aus dem Geschlecht Wassenberg. Ihre Mutter war Margarete von Kleve († 10. September 1251), eine Tochter des Grafen Dietrich IV./VI. von Kleve aus dessen Ehe mit Mathilde von Dinslaken (* 1195; † spätestens um 1226).

Am 17. März 1249 wurde sie mit Adolf vermählt, dem Sohn des bergischen Grafen Adolf IV. aus dem Haus Limburg-Arlon. Mit dem Tod ihres Schwiegervaters am 22. April 1259 wurde sie Gräfin von Berg. Ihr damals noch minderjähriger Gemahl Adolf V. stand zunächst bis etwa 1262 unter der Regentschaft oder Mitherrschaft ihrer Schwiegermutter Margarete von Hochstaden, ehe er allein als Herrscher der Grafschaft Berg auftrat.

Adolf V. setzte sich 1374 vergeblich dafür ein, seinen Bruder Konrad, der eine geistliche Laufbahn angetreten und Kölner Domprobst geworden war, auf den Erzstuhl von Köln zu bringen, wo bis 1261 Konrad von Hochstaden, ihr Onkel, geherrscht hatte. Bei der Bestimmung eines Nachfolgers für Engelbert II. von Falkenburg unterlag Konrad trotz Unterstützung des Domkapitels. Statt Konrad wurde Siegfried von Westerburg am 3. April 1275 durch Papst Gregor X. zum Herrscher Kölns geweiht. Dieser unterstützte Rainald I. von Geldern, den Halbbruder Elisabeths aus der zweiten Ehe ihres Vaters, im Limburger Erbfolgestreit über die Herrschaft im Herzogtum Limburg, als Rainalds Gattin Irmgard (Ermengard), die Tochter Walrams V. von Limburg, 1283 gestorben war und nunmehr Elisabeths Gatte Adolf V. als Neffe Walrams V. den Anspruch auf das Herzogtum Limburg erhob. Im Bündnis mit Johann I. von Brabant, Eberhard I. von der Mark und Walram von Jülich wurden Rainald und Siegfried in der Schlacht von Worringen besiegt. In der Folge baute Elisabeths Gatte seine Machtstellung am Rhein weiter aus. Zusammen mit Elisabeth verlieh er am 14. August 1288 dem Ort Düsseldorf die Stadtrechte.Zweite Urkunde. Graf Adolf von dem Berge, ertheilt dem Flecken Düsseldorf Stadtrechte. Aus der Lateinischen Urkunde von 1288. In: Johann Friedrich Benzenberg: Ueber Provinzialverfassung, mit besonderer Berücksichtigung von Jülich, Cleve, Berg und Mark. 2 Bände. Hamm 1819–1822, Teil 2: Urkunden. Schultz und Wundermann, Hamm 1821, S. 11 (Digitalisat) 1292 fiel er durch eine List Siegfrieds in dessen Hände.

Nachdem ihr Ehemann im September 1296 kinderlos in der Haft Siegfrieds gestorben war, wurde Adolfs Bruder Wilhelm nächster Graf von Berg. Neben ihrem Gatten wurde Elisabeth 1313 im Kloster Gräfrath, wo sie als Witwe eine Nonne der Benediktinerinnen geworden war, beigesetzt.

Literatur Andreas Thiele: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte. Band II: Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser. Teil 1: Westeuropa. R. G. Fischer Verlag, Frankfurt 1994, ISBN 978-3-8301-0172-7, Tafel 2.

Weblinks Elisabeth von Geldern, genealogisches Datenblatt im Portal gw.geneanet.org

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