Die Stamser Friedens-Erklärung ist eine am 1. Oktober 2006 in der Tiroler Gemeinde Stams verabschiedete interreligiöse Deklaration zum integrativen Potential von religiösen Traditionen. Das Dokument ging aus dem Symposium "Erstes Friedensforum Mösern – Telfs – Stams" hervor, welches vom 29. September bis 1. Oktober 2006 in Mösern, Telfs und Stams tagte. Die Veranstaltung und die daraus resultierende Erklärung wurde von jüdischen, christlichen, buddhistischen sowie muslimischen Vertretern geplant, ausgetragen und unterzeichnet.
Intention
Zielrichtung der Deklaration ist, die Grenzen zwischen religiösen Anschauungen zu überschreiten und die gesellschaftliche Rolle der Religionen für die Zukunft hervorzuheben. Dabei wird besonders der grundsätzliche Friedensappell aller Religionen und eine Kultur der interreligiösen Gastfreundschaft betont. Um die bleibende Verpflichtung dieser Erklärung zu symbolisieren, wurde im Garten des Stiftes Stams eine Friedenseiche gepflanzt. 2009 bekräftigte man diesen Aufruf.
Die Erklärung erhebt das Postulat:
Rezeption Bei den offiziellen Religionsvertretern stieß die Deklaration auf positives Echo. Darunter sind zu nennen:
Luise Müller, evangelisch-lutherische Theologin, Superintendentin der evangelischen Kirche in Salzburg und Tirol Samir Rezepovic, Erster Imam der Islamischen Religionsgemeinde von Tirol und Vorarlberg Thomas Lipschütz, Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg Gerhard Weißgrab, Präsident der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft Manfred Scheuer, Bischof der Diözese Innsbruck
Literatur
Weblinks
Wortlaut der Erklärung mit Vorwort von Prof. Roman Siebenrock
Fußnoten
Kategorie:Interreligiöser Dialog Kategorie:Religion (Stams) Kategorie:Telfs Kategorie:Religion und Recht Kategorie:2006 Kategorie:Religion und Frieden Kategorie:Veranstaltung (Religion)