alt=Manufacturers Association of Israel logo|mini|Logo des Herstellerverband Israels Der Herstellerverband Israels (, , kurz: MAI) ist ein Interessenverband der israelischen Industrie. Er vertritt Industrieunternehmen verschiedener Branchen und wirkt nach eigenen Angaben u. a. in der wirtschaftspolitischen Interessenvertretung, in Dienstleistungen für Unternehmen sowie in der Förderung von Außenwirtschaft und internationalen Kooperationen mit.

Geschichte Nach Darstellungen der Organisation reichen die Ursprünge in die Mandatszeit zurück; als frühe Vorläufer werden Vereinigungen der Hersteller und Arbeitgeber in den 1920er Jahren genannt. Zum 100-jährigen Bestehen 2021 fanden öffentliche Veranstaltungen statt, über die israelische Medien berichteten.

Aufgaben und Struktur Zu den Aufgaben zählen nach eigenen Angaben die Interessenvertretung gegenüber staatlichen Stellen, Beratung und Serviceangebote (u. a. zu Regulierung, Arbeitsbeziehungen, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit) sowie Unterstützung bei Außenwirtschaft und Exportthemen. Übersichten zu Themenfeldern, Abteilungen und Initiativen sind über die offiziellen Informationsseiten des Verbandes zugänglich.

Auszeichnung Im Jahr 2008 erhielt die Organisation den Israel-Preis („Lifetime Achievement & special contribution to society and the State“); dies ist im offiziellen Katalog der Israel-Preis-Empfänger dokumentiert.

Beziehungen zu Deutschland Die Zusammenarbeit zwischen israelischer und deutscher Industrie ist Teil der breiteren deutsch-israelischen bilateralen Beziehungen. Offizielle Darstellungen des Auswärtigen Amtes sowie der Deutschen Botschaft in Tel Aviv bezeichnen Deutschland als wichtigsten Wirtschaftspartner Israels innerhalb der EU und verweisen auf enge Wirtschafts- und Technologiekontakte. Statistische Übersichten des deutschen Außenhandels führen Israel als Handelspartner Deutschlands. Germany Trade & Invest (GTAI) veröffentlicht regelmäßig Analysen zum Wirtschaftsstandort Israel und zur Außenhandelsentwicklung.

Institutionen, Netzwerke und Delegationsprogramme Für den bilateralen Austausch sind Wirtschaftsorganisationen wie die Deutsch-Israelische Industrie- und Handelskammer (AHK Israel) relevant; sie bietet u. a. Markteintritts- und Delegationsformate an. Daneben organisiert die Deutsch-Israelische Wirtschaftsvereinigung (D I W) Delegationen und thematische Austauschformate.

Eine von der IHK Nürnberg dokumentierte Delegationsreise (Mai 2025) der D I W nach Israel nennt im Programm Gespräche mit der „Manufacturer’s Association of Israel“ zu Lösungen u. a. in Maschinenbau, Fertigung, Supply Chain und Energieversorgung.

Die AHK Israel berichtet über die Wiederaufnahme deutscher Wirtschaftsdelegationen nach Israel (u. a. mit Schwerpunkten Resilienz und Cybersecurity). Darüber hinaus beschreibt die AHK Israel Delegationsprogramme in einzelnen Sektoren, etwa im Wasserstoffbereich (Oktober 2025).

Berufsbildung und Fachkräfte Deutschsprachige Quellen thematisieren Kooperationen rund um Fachkräftesicherung und Berufsbildung. Das „Deutsch-Israelische Programm zur Zusammenarbeit in der Berufsbildung“ (GOVET/BIBB) beschreibt bilaterale Fachdialoge und Kooperationsprojekte in der beruflichen Bildung. Ein GOVET-Beitrag berichtet über Strategien des israelischen Herstellerverbandes zur Ansprache jüngerer Zielgruppen im Kontext von Nachwuchs- und Fachkräftemangel.

Siehe auch Deutsch-Israelische Industrie- und Handelskammer Wirtschaft Israels Außenhandel Deutschlands

Weblinks

https://industry.org.il/

Einzelnachweise

Kategorie:Wirtschaftspolitik (Israel) Kategorie:Wirtschaftsverband Kategorie:Interessenverband Kategorie:Verbandsgründung 1921