Das Clavivox ist ein Keyboard-Synthesizer mit Sequenzer, welcher von dem amerikanischen Komponisten und Erfinder Raymond Scott ab 1950 entwickelt wurde. Es gehört in die Gruppe der Elektrophone. Am 3. Februar 1959 wurde ihm dafür ein US-Patent mit der Nummer 2871745 erteilt.
Scott hatte zuvor nebst anderen Musikinstrumenten schon ein Theremin als Spielzeug für seine Tochter Carrie gebaut. In seinem ersten Clavivox-Prototypen verwendete er ein ähnliches Theremin-Modul, welches von dem jungen Robert Moog gebaut worden war und das er sich geliehen hatte. Das Gerät arbeitete mit einer Röhrentonerzeugung erlaubte ein Portamento über einen Bereich von 3-Oktaven. Scotts Clavivox verfügte bereits über modifizierbare Amplitudenhüllkurven, Vibrato und einen Ringmodular sowie weitere Effekte wie sie in späteren Synthesizern populär werden sollten.
Das 1952 vorgestellte Clavivox hatte eine Klaviatur mit 37 Tasten. Spätere Clavivox-Modelle nutzten Licht, das durch einen fotografischen Film auf Fotozellen gelangte, welche ihrerseits als Spannungsquelle zur Steuerung der Tonhöhe und Klangfarbe fungierten – eine Methode, wie sie auch bereits vom ANS-Synthesizer bekannt war. „Viele der klangerzeugenden Schaltungen des Clavivox ähnelten sehr stark dem ersten analogen Synthesizer, den meine Firma Mitte der 60er Jahre herstellte“, erklärte Moog Jahre später. „Einige der Klänge sind nicht die gleichen, aber sie sind nah beieinander.“
Teile des Clavivox flossen in das Electronium ein.
Siehe auch Klangsynthese
Weblinks Official Raymond Scott website Original im Bell Museum in Calgary von 1957/
Einzelnachweise
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