mini|Ein Männchen

Holocnemus pluchei, auch Marmorzitterspinne genannt, ist eine Art der Zitterspinnen und hauptsächlich im Mittelmeerraum verbreitet.

Merkmale Weibchen werden 5–8,5 mm lang, Männchen 5–7 mm. Der Vorderkörper ist hell, mit einem dunklen Längsstrich. Der hellgraue Hinterleib ist oberseits versehen mit einem unregelmäßig gezackten, dunklen Längsband auf braun oder grau geschecktem Grund. Dieses ist meist weiß eingerahmt. Die gesamte Zeichnung kann aber auch zu einer undefinierbaren Fleckung verschmelzen. An den Seiten findet man wellenförmige Bänder von weißer bis silberner Farbe. Auf der Unterseite befindet sich eine schwarze Binde. Die Schenkel sind am äußeren Ende weiß geringelt.

Verbreitung Im Mittelmeerraum ist die Art häufig und findet sich auch im Freien. In Deutschland kommt sie nur selten und in Gebäuden vor. Eingeschleppt wurde die Art auch außerhalb von Europa und Nordafrika, beispielsweise in die USA.Adam H. Porter & Elizabeth M. Jakob (1990). Journal of Arachnology Vol. 18, No. 3, S. 13–319.

Lebensraum und Lebensweise Die Art findet sich in warmen, trockenen Gebieten unter Steinen, in Häusern oder in Mauerlöchern. Hier finden sie sich in den Räumen zwischen Felsblöcken in einem grobmaschigen Raumnetz mit eingewebter Querdecke. In Deutschland wird die Art meist in Gartencentern und Gewächshäusern gefunden, während sie in Griechenland oft in Eingangsbereichen von Höhlen, Kellern und verfallenen Gebäuden anzutreffen ist.Eikamp H. & Kluge U. (2007). "Holocnemus pluchei — Hoplopholcus labyrinthi — Stygopholcus photophlus Familie Pholcidae, Zitterspinnen". Umweltbürgerinfo NAOM-Merkblatt-Nr. 012.07, S. 1–2.

Die Weibchen tragen ihre violett getönten, von einem Netz umsponnenen Eiballen in den Oberkiefern.Frieder Sauer und Jörg Wunderlich: Die schönsten Spinnen Europas. Nach Farbfotos erkannt. 5. Auflage. Fauna Verlag 1997, ISBN 3-923010-03-6, S. 52. Wie auch viele andere Zitterspinnen zeigt diese Art das für die Familie namensgebende Verhalten: Bei Störung oder Bedrohung zittert bzw. schwingt die Spinne in ihrem Netz sehr stark, wodurch sie für Feinde kaum zu erkennen ist.

In der Popkultur Der argentinische Performance- und Installationskünstlers Tomás Saraceno schuf das Artwork für die Single Put the Bucket Down des Albums o\i von Peter Gabriel. Das Werk trägt den Titel „Cosmic Spider/Web“ und wurde von Saraceno mit der Hilfe der drei verschiedenen Spinnenarten Cyrtophora citricola, Nephila senegalensis und Holocnemus pluchei geschaffen. Es zeigt in erster Linie verschiedene Spinnennetze vor einem dunklen Hintergrund.

Literatur Frieder Sauer und Jörg Wunderlich: Die schönsten Spinnen Europas. Nach Farbfotos erkannt. 5. Auflage. Fauna Verlag 1997, ISBN 3-923010-03-6, S. 52.

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Einzelnachweise

Kategorie:Zitterspinnen Kategorie:Pholcidae