Sântimbru alte Schreibweise Sîntimbru [] (veraltet Ciuc-Sântimbru; ) ist eine Gemeinde im Kreis Harghita, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Sântimbru im Kreis Harghita Die Gemeinde Sântimbru befindet sich im Harghita-Gebirge – ein Teilgebirge der Ostkarpaten – in der historischen Region Szeklerland. Am Oberlauf des Flusses Olt (Alt), an der Kreisstraße (drum județean) DJ 123A und an der Bahnstrecke Sfântu Gheorghe–Siculeni–Adjud befindet sich der Ort Sântimbru 12 Kilometer südöstlich der Kreishauptstadt Miercurea Ciuc (Szeklerburg).

Vom Gemeindezentrum führt in westliche Richtung ein 14 Kilometer langer Weg in das hoch gelegene Luft- und Badekurort eingemeindete Dorf Sântimbru-Băi (ungarisch Szentimrefürdő, deutsch Mineralbad).

Geschichte Der mehrheitlich von Szeklern bewohnte Ort Sântimbru, wurde 1567 erstmals urkundlich erwähnt. Nach Angaben des Verzeichnisses historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) deuten bei Zöldfák () archäologische Funde auf eine Besiedlung in die Latènezeit.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Ansonsten sind wenige Funde auf dem Gemeindegebiet gemacht worden.Repertoriul Arheologic al României – Sântimbru, abgerufen am 10. September 2020 (rumänisch).

Im Königreich Ungarn gehörte Sântimbru dem Stuhlbezirk Kászonalcsík in der Gespanschaft Csík (), anschließend dem historischen Kreis Ciuc und ab 1950 dem heutigen Kreis Harghita an. Bis 2004 gehörte die Gemeinde der nördlichen Nachbargemeinde Sâncrăieni (Csíkszentkirály) an.

Bevölkerung Die Bevölkerung der heutigen Gemeinde Sântimbru entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnische Zusammensetzung Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 1960 11 1917 - 32 1930 1762 4 1757 1 - 1977 2349 57 2247 - 45 2002 1995 3 1969 - 23 2011 2063 4 1994 2 63 2021 2066 8 1861 2 195 Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Sântimbru – das eingemeindete Dorf Sântimbru-Băi wurde 1956 erstmals aufgenommen – die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren und der Rumänen 1977 ermittelt. Die höchste Anzahl der Roma (101) wurde 2021 und die der Rumäniendeutschen 2011 registriert.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 675 kB; ungarisch).

Sehenswürdigkeiten Im Gemeindezentrum die katholische Kirche Sfântu Rege EmerichAngaben zur katholischen Kirche in Sântimbru bei biserici.org, abgerufen am 12. September 2020 (rumänisch). im 16. Jahrhundert errichtet und 1777 erneuert, und eine katholische Kapelle Sfânta Margareta() auf dem Areal Alszeg im 15. Jahrhundert errichtet und im 18. Jahrhundert erneuert, stehen unter Denkmalschutz. Das ehemalige Landaus der ungarischen Adelsfamilie Adam HenterAngaben zum Landhaus Henter bei monumenteuitate.org, abgerufen am 12. September 2020 (englisch, rumänisch). im 16. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz. In Sântimbru steht eine Wassermühle und ein Sägewerk im Jahr 1878 errichtet, unter Denkmalschutz.

Weblinks

Die Gemeinde Sântimbru bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1567