rechts|rahmenlos Als Radschnellwege werden in Baden-Württemberg Radschnellverbindungen bezeichnet und wie folgt definiert:Flyer Radschnellwege in Baden-Württemberg, aktivmobil-bw.de: Kurz erklärt – Was zeichnet einen Radschnellweg aus? S. 2 (abgerufen am 8. August 2024). mini|Radschnellweg RS14 als Straßenbegleitender Radweg Gesamtstrecke mindestens fünf Kilometer Potenzial von mindestens 2000 Fahrradfahrten täglich (im Durchschnitt außerorts) Breite mindestens zwischen drei Metern (Richtungsverkehr) und vier Metern (Zweirichtungsverkehr) in der Regel von anderen Verkehrsarten getrennt Routen möglichst kreuzungsfrei oder mit minimalen Wartezeiten an Kreuzungen Hohe Belagqualität und eine möglichst geringe Steigung
2017 beschloss das baden-württembergische Verkehrsministerium, drei Radschnellverbindungen zu realisieren, bei denen das Land Bauherr sein und die Baulast übernehmen soll: Heidelberg-Mannheim, Heilbronn-Neckarsulm-Bad Wimpfen und Stuttgart-Esslingen-Plochingen. Für diese drei „Pilotstrecken“ wurde prioritär mit der Planung und dem Bau begonnen.Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr vom 10. September 2018: Baubeginn für ersten Radschnellweg in der Region Stuttgart. Abgerufen am 10. Februar 2019. Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr vom September 2018 wurden in einer landesweiten Potentialanalyse „32 Radschnellwege mit einer Gesamtlänge von 500 Kilometer im vordringlichen Bedarf identifiziert. Weitere 20 Strecken könnten sich durch lokalspezifische Faktoren als würdig für eine Radschnellverbindung erweisen.“ Insgesamt sollen bis 2025 zunächst zehn Radschnellwege in Baden-Württemberg realisiert werden.
Der erste Radschnellweg in Baden-Württemberg wurde am 31. Mai 2019 von Böblingen und Sindelfingen nach Stuttgart-Rohr für den Verkehr freigegeben. Die ersten acht Kilometer führen hierfür großteils über die Römerstraße, eine zur Panzerstraße ausgebaute Trasse aus der NS-Zeit, die die Kasernen in Stuttgart-Vaihingen und Böblingen miteinander verband. Die Straße mit ihren Pflastersteinen steht unter Denkmalschutz, wurde aber nun für die Nutzung als Radschnellweg mit einer Asphaltschicht bedeckt. Ziel ist es, rund 2.000 Radfahrer für diese Strecke pro Tag zu gewinnen. Diese Strecke wird vom ADFC als nicht besonders gelungen eingestuft, da sie drei Grundanforderungen für Radschnellwege bisher nicht erfüllt. Es werden keine verlorene Steigungen vermieden, sie ist mit zu vielen Knotenpunkten versehen und ist keine direkte umwegfreie Streckenführung.
Am 30. Januar 2019 beschloss der Landtag, dass „Landesstraßen alle Radschnellverbindungen sind, die eine regionale oder überregionale Verbindungsfunktion erfüllen und für die eine der Verkehrsbedeutung entsprechende Verkehrsnachfrage insbesondere im Alltagsradverkehr gegeben oder zu erwarten ist.“ Mit dieser Neuregelung definiert das Land, wann es die Bauträgerschaft für Radschnellwege übernimmt.
Projekte Nachfolgend werden in Diskussion befindliche, z. B. mit Machbarkeitsstudien und sonstigen Gutachten empfohlene, dann in Planung bzw. in Bau befindliche, sowie fertiggestellte Radschnellwege bzw. Radschnellweg-Abschnitte in Baden-Württemberg aufgeführt. Für den Eintritt in die Planungsphase muss ein entsprechender Beschluss vom Kostenträger vorliegen. Für den Eintritt in die Bauphase muss der Auftrag an das ausführende Unternehmen vergeben werden. Im Abschnitt „Weitere Projekte“ werden Vorhaben genannt, die in Politik und Gesellschaft vor Ort thematisiert werden und einem engen fachlichen Zusammenhang mit Radschnellwegen stehen.
Regierungsbezirk Freiburg Hochrhein-Bodensee Name Kürzel Länge Streckenverlauf Stand BeschreibungBild Radschnellweg Schopfheim – LörrachWebsite des Radschnellwegs Wiesental (RS 7), abgerufen am 9. Dezember 20201 (mit Anschluss an Basel) RS 7 etwa 18 km Schopfheim – Maulburg – Steinen – Lörrach in Planung Nachdem die Kosten im Jahr 2024 auf 38 Millionen Euro taxiert worden waren, beschloss der Kreisrat das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Durch die Herausnahme der Ortsdurchfahrt Lörrach, die als nicht förderfähig eingestuft wurde, konnte die Planung mit deutlich reduziertem Umfang wieder aufgenommen werden.
Südlicher Oberrhein In der Region Südlicher Oberrhein wurde 2016 im Rahmen einer Potentialstudie 17 Korridore rund um Freiburg und Offenburg untersucht. Davon wurden zwischen 2017 und 2021 insgesamt neun Korridore mit 220 km Länge näher betrachtet. Diese Untersuchungen erfolgten im Rahmen von Machbarkeitsstudien. Für einige Strecken wurden bereits vertiefende Planungen zur Realisierung eingeleitet. Name Kürzel Länge Streckenverlauf Stand BeschreibungBild Breisgau Y RS 6 24,8 km Emmendingen / Waldkirch über Denzlingen nach Freiburg im Bau Die Vorzugsvariante steht seit Mai 2023 fest. Der Abschnitt von Freiburg nach Gundelfingen verläuft entlang der Badischen Hauptbahn. Der Abschnitt von Gundelfingen nach Emmendingen folgt in etwa der B 3.
Der Abschnitt von Gundelfingen nach Waldkirch folgt in etwa der B 294.
Der Bau des ersten von zwei Bauabschnitten im Stadtgebiet Freiburg hat im November 2025 begonnen.rahmenlos|180x180pxrahmenlos|Hauptvarianten RS 6 im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald|ohneRadschnellweg Offenburg - GengenbachRS 12ca. 12 kmOffenburg - Gengenbachin PlanungBaulastträgerschaft liegt beim Ortenaukreis und der Stadt Offenburg.alternativtext=Logo des RS12|rahmenlos|180x180px Grenzüberschreitender Radschnellweg Offenburg – Strasbourg RS 20 20,2 km Offenburg – Kehl – Straßburg in PlanungFreiburg – Kirchzarten10,8 kmFreiburg nach Ebnet, Zarten und Kirchzartenin PlanungDer Radschnellweg soll von Kirchzarten zunächst nach Norden nach Zarten führen und dann entlang der alten und bereits zurückgebauten Trasse der B 31 nach Ebnet und entlang der Karthäuser-, Wall- und Rempartstraße zur Wiwilí-BrückeFreiburg – Breisach18,2 kmFreiburg über Hugstetten, Gottenheim, Ihringen nach Breisachin PlanungDer Radschnellweg soll entlang der Breisacher Bahn von Freiburg über Hugstetten, Gottenheim, Wasenweiler und Ihringen nach Breisach führenrahmenlos|Radschnellweg nach BreisachFreiburg – Müllheim31,3 kmFreiburg über Bad Krozingen und Heitersheim nach Müllheimin PlanungDer Radschnellweg soll von Freiburg über die Stadtteile Haslach und St. Georgen entlang der B3 Richtung Schallstadt und Ebringen verlaufen. Weiter entlang der L125 nach Pfaffenweiler und Ehrenkirchen nach Bad Krozingen. Weiter entlang der B3 nach über Heitersheim und Buggingen nach Müllheim.Emmendingen – Lahr30,6 kmVon Emmendingen über Herbolzheim, Kenzingen und Ringsheim nach Lahrin PlanungEntlang der Badischen Hauptbahn In der Region Südlicher Oberrhein werden Routen nach und im Umland von Freiburg geprüft, im Dreiländereck Baden-Württemberg/Elsass/Schweiz Strecken nach Basel. Im Bereich Freiburg werden derzeit zwei Strecken mit Investitionskosten von 32 Mio. € favorisiert, die Bürgermeister der Region wollen eine schnelle Umsetzung, halten die Finanzierung jedoch noch für fragwürdig.
Regierungsbezirk Karlsruhe Region Rhein-Neckar Name Kürzel Länge Streckenverlauf Stand BeschreibungBild Radschnellweg Heidelberg – Mannheim RS 2 22 km Mannheim – Ilvesheim – Edingen-Neckarhausen – Heidelberg im Bau Im Jahr 2018 wurde für die Strecke eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. Der genaue Streckenverlauf steht seit Juli 2020 fest. Erste grobe Kostenschätzungen gehen von Projektkosten von etwa zwölf Millionen Euro.Radschnellweg zwischen Heidelberg und Mannheim nimmt wichtige Hürde. auf echo-online.de. Abgerufen am 10. Februar 2019. Das Planfeststellungsverfahren sollte 2024 abgeschlossen werden. Mit dem Bau der ersten beiden Teilstücke zwischen Ladenburg und Edingen-Neckarhausen bzw. in Mannheim-Feudenheim wurde im Februar 2025 begonnen. alternativtext=Logo des RS2|rahmenlos|180x180pxRadschnellweg Mannheim – Weinheim RS 15 ca. 18 km Mannheim – Viernheim – Weinheim in Betrieb: Mannheim-Feudenheim – Mannheim-Käfertal Ausgehend von der Machbarkeitsstudie der Metropolregion Rhein-Neckar, soll dieser Radschnellweg durch Förderungen des Bundes geplant und gebaut werden. Zum Beginn der BUGA 2023 wurde eine Teilstrecke des RS 15 in Betrieb genommen. Die Teilstrecke ist beleuchtet und es existiert eine parallele, getrennte Fußverkehrsführung. Die auf dem BUGA verlaufende Teilstrecke wurde am 01.12.2023 freigegeben. Weitere Teilstücke in Käfertal wurden 2024 bzw. 2025 freigegeben. Damit sind bisher 4,3 km der Strecke befahrbar.Landkarte Spinelli-TeilstückLandkarte Käfertal-TeilstückLandkarte Franklin-Teilstück Dies ist eine Teilstrecke der geplanten Strecke Darmstadt – Mannheim.alternativtext=Logo des RS15|rahmenlos|180x180pxrahmenlos in Planung: Mannheim Käfertal - WeinheimRadschnellweg Darmstadt – Heidelberg / Mannheim – geschätzt 50–55 km + 15 km Darmstadt – Weinheim – Heidelberg / Mannheim teilweise in Planung In der Diskussion befindet sich eine Radpendlerroute im Siedlungsgürtel entlang der Bergstraße zwischen Darmstadt und Heidelberg. Ab Weinheim könnte eine rund 15 Kilometer lange Strecke nach Mannheim abzweigen (bezogen auf Mannheim bereits alleinige Stadt-Umland-Verbindung). Der Abschnitt im Kreis Bergstraße befindet sich derzeit in Planung.Radschnellweg Heidelberg – Schwetzingen RS 16 ca. 7 km Heidelberg – Eppelheim – Schwetzingen in Planung Im Korridor wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt. Der Weg wird als Landesstraße klassifiziert und ist damit in Baulastträgerschaft des Landes Baden-Württemberg. Der Baubeginn soll 2027 erfolgen.alternativtext=Logo des RS16|rahmenlos|180x180pxRadschnellweg Heidelberg – Wiesloch/Walldorf RS 22 16,7 km Heidelberg – Wiesloch/Walldorf in Planung Es wurde von Land und Landkreis eine Planungsvereinbarung unterzeichnet.
Mittlerer Oberrhein Im Frühjahr 2019 wurde eine Machbarkeitsstudie des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein vorgestellt, in der 120 km Radrouten auf Eignung als Radschnellverbindungen hin untersucht wurden.Radschnellverbindungen, abgerufen am 7. November 2022. Das Netz bestünde aus einer Rundrunde im Bereich Karlsruhe und 6 radialen Anschlussrouten an diesen Radring: Pfinztal – Karlsruhe Bruchsal – Stutensee – Karlsruhe Bühl / Baden-Baden – Rastatt – Karlsruhe (RS 13) Ettlingen – Karlsruhe (RS 10) Wörth am Rhein – Karlsruhe Leopoldshafen (Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen) – Karlsruhe
Der Regierungsbezirk Karlsruhe hat 2021 mit den ScopingverfahrenAktuelle Scopingvefahren im RP KA die Vorplanung für folgende zwei Routen aufgenommen: In Planung befindlich NameKürzelLängeStreckenverlaufStandBeschreibungBildRadschnellweg Karlsruhe – EttlingenRS 10ca. 5 kmKarlsruhe – Ettlingenin PlanungDer Regierungsbezirk Karlsruhe begann 2021 mit den Scoping-Verfahren.Aktuelle Scopingvefahren im RP KA Das Regierungspräsidium empfahl im April 2023 eine Vorzugsvariante.Radschnellweg Karlsruhe – RastattRS 1321,5 kmRastatt – Ötigheim – Bietigheim – Durmersheim – Rheinstetten – Karlsruhein PlanungDer Regierungsbezirk Karlsruhe begann 2021 mit den Scoping-Verfahren. Die Vorzugsvariante des Projektbegleitkreises wurde im Dezember 2023 vom Ministerium für Verkehr BW genehmigt. Es findet nun die Entwurfsplanung statt.
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