Albert Otto von Pflugk (* 9. August 1866 in Dresden; † 28. April 1946 ebenda) war ein deutscher Augenarzt, Hochschullehrer und Brillensammler.
Leben Pflugk wurde als Angehöriger der sächsischen Linie des sächsisch-böhmischen Uradelsgeschlecht Pflugk geboren. Er habilitierte sich 1893 an der Tierärztlichen Hochschule in Dresden mit einer Arbeit zum Thema Über die Akkommodation des Auges der Taube nebst Bemerkungen über die Akkommodation des Affen. Er führte eine Augenklinik in der Quer-Allee 9 (heute: Erna-Berger-Straße 9), Dresden. Außerdem legte er eine umfangreiche Brillensammlung an, die im Optischen Museum Jena ausgestellt ist. Über die aus dieser Sammlung gewonnenen Kenntnisse schrieb er mehrere Bücher.
Am 23. Oktober 1914 unterschrieb Pflugk die Erklärung der Hochschullehrer des Deutschen Reiches. Er war zu dieser Zeit Professor an der Tierärztlichen Hochschule Dresden. Pflugk wurde auf dem Urnenhain Tolkewitz beigesetzt.
Familie Pflugk war das jüngste Kind von Ludwig Ferdinand von Pflugk (* 23. Juli 1809 in Dresden, † 1. Oktober 1869 ebenda) und Maria Theresia Leonora von Pflugk, geborene Michalesi (* 6. Mai 1831 in Bernburg an der Saale, † 11. Oktober 1913 in Dresden). Das Ehepaar hatte fünf Kinder: Ludovika Maria (* 16. September 1857 in Dresden, † 26. Februar 1913 in Genf, Schweiz), verheiratet mit Emil Irmscher (* 1851 in Dresden, † 5. Mai 1898 ebenda) Wilhelm Karl Ludwig von Pflugk (10. April 1861 in Dresden, † 6. Januar 1918 ebenda) Helene Marie Therese (* 20. September 1862 in Dresden, † 26. November 1918 ebenda), verheiratet mit Lorenz Riese (* 17. März 1834 in Mainz, † 1907) Walter Siegismund (* 17. April 1864 in Dresden, † 27. Mai 1936 ebenda), verheiratet mit Maria Blass (* 14. August 1878 in Leipzig) Albert Otto, verheiratet mit Ida Ottilie Margarethe Hippe (* 25. Dezember 1871)
Pflugks Vater war von 1855 bis 1857 Polizeipräsident von Dresden. Sein jüngerer Bruder war der Amtshauptmann Walther Siegismund von Pflugk.
Vorfahren von Albert Otto von Pflugk
Trivia Victor Klemperer erwähnt Pflugk in seinem Tagebuch von 1938. Klemperer und seine Frau Eva besuchten den Augenarzt am 7. April 1938:
Schriften (Auswahl) Die Linsenform in der Wirbeltierreihe (1910). Farbige, insbesondere grüne Gläser als Augenschutz. S. Karger, Berlin 1929. Brillenmünzen und Brillenmedaillen. A. Riechmann & Co., Halle a. S. 1921. In: Albrecht von Graefe: Archiv für Ophtalmologie. Bd. 105 (Festschrift für Ernst Fuchs, Wien) Beiträge zur Geschichte der Augenheilkunde in Sachsen nach einem Vortrag im Kgl. Sächs. Altertumsverein, 1913. Über die Akkommodation des Auges der Taube nebst Bemerkungen über die Akkommodation des Affen. Verlag Bergmann, Wiesbaden 1906. Ueber die Vorbereitung des Lidrandes und der Cilien für Bulbusoperationen (1902).
Genealogie Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1921. Jahrgang 22, Justus Perthes, Gotha 1920, S. 590–591. (Vgl. FamilySearch-Diese Ausgabe ist z. Zt. dort erreichbar). Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1928. Jahrgang 27, Justus Perthes, Gotha 1927, S. 457. (Unausgewertet / Vgl. FamilySearch-z. Zt. nicht erreichbar). Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1936. Jahrgang 35, Justus Perthes, Gotha 1935. (Unausgewertet / Vgl. FamilySearch-z. Zt. nicht erreichbar).
Einzelnachweise Pflugk, Albert von bei swb.bsz-bw.de. Abgerufen am 8. September 2020. Postkarte 1901, Dr. von Pflugk’s Augenheilanstalt bei altesdresden.de. Abgerufen am 8. September 2020. Pflugk, Albert von bei deutsche-biographie.de. Abgerufen am 8. September 2020. Pflugk, Diss. B, 1893, Dresden bei worldcat.org. Abgerufen am 8. September 2020. Mythos und Fluch einer uralten Familie bei pflug.net. Abgerufen am 8. September 2020. Erklärung der Hochschullehrer des Deutschen Reiches bei pflug.net. Abgerufen am 8. September 2020. Urnenhain Tolkewitz bei bestattungen-dresden.de. Abgerufen am 8. September 2020. Victor Klemperer: Tagebücher, 1937–1939, Aufbau Taschenbuch Verlag, 1999, ISBN 3-7466-5514-5, Band 1943, S. 78, 79, 203 Ludwig Ferdinand von Pflugk, b1809 d1868 bei compactgen.com. Abgerufen am 8. September 2020. Thomas Klein: Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe B: Mitteldeutschland. Band. 14: Sachsen. Johann-Gottfried-Herder-Institut, Marburg/Lahn 1982, S. 331. Hans Peter Werner, Wolfgang Alt: Ahnen und Enkel, Das Buch der Nachkommen und Verwandten von D. Martin Luther und Katharina von Bora, Band 3, ISBN 978-3-7519-5528-7, S. H-23, H-24, H-28, H-29, Ludwig Ferdinand von Pflugk () Hans Peter Werner, Wolfgang Alt: Ahnen und Enkel, Das Buch der Nachkommen und Verwandten von D. Martin Luther und Katharina von Bora, Band 3, ISBN 978-3-7519-5528-7, S. H-23, H-24, H-28, H-29, Otto Pflugk () Hans Peter Werner, Wolfgang Alt: Ahnen und Enkel, Das Buch der Nachkommen und Verwandten von D. Martin Luther und Katharina von Bora, Band 3, ISBN 978-3-7519-5528-7, S. H-23, H-24, H-28, H-29, Otto Heinrich Pflugk () Hans Peter Werner, Wolfgang Alt: Ahnen und Enkel, Das Buch der Nachkommen und Verwandten von D. Martin Luther und Katharina von Bora, Band 3, ISBN 978-3-7519-5528-7, S. H-23, H-24, H-28, H-29, Ursula von Starschedel () Hans Peter Werner, Wolfgang Alt: Ahnen und Enkel, Das Buch der Nachkommen und Verwandten von D. Martin Luther und Katharina von Bora, Band 3, ISBN 978-3-7519-5528-7, S. H-23, H-24, H-28, H-29, Martha Pflugk ()
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