mini|hochkant|Maksim Snak, 2020 Maksim Aljaksandrawitsch Snak (* 4. September 1981 in Minsk, Weißrussische SSR; auch: Maxim Snak, ; ) ist ein belarussischer Rechtsanwalt und führender Oppositioneller. Snak ist Mitglied des Koordinierungsrats, der im Zuge der Proteste in Belarus 2020–2021 nach der manipulierten Präsidentschaftswahl in Belarus 2020 gegründet wurde.

Strafverfahren Snak war früher der Anwalt von Wiktar Babaryka, der selbst zur Präsidentschaftswahl 2020 antreten wollte.

Am 9. September 2020 wurde Snak festgenommen. Swjatlana Zichanouskaja forderte die Aufklärung seines Verschwindens. Snak war eines der letzten Mitglieder des Koordinierungsrats, die noch in Freiheit waren. Die meisten Mitglieder waren zuvor festgenommen oder zur Ausreise gedrängt worden, zuletzt Maryja Kalesnikawa.

Durch eine gemeinsame Erklärung von zwölf Organisationen (Wjasna, der Belarussische Journalistenverband, das Belarussische Helsinki-Komitee u. a.) wurde er am 10. September 2020 als politischer Gefangener anerkannt. Am 11. September 2020 erkennte Amnesty International Snak als politischen Gefangenen an. Am 14. September 2020 übernahm Sergey Lagodinsky, Mitglied des Europäischen Parlaments, die Patenschaft für politische Gefangene.

Am 21. Januar 2021 war er immer noch in SIZO-1 (Minsker Haftanstalt Nr. 1) in Minsk.

Snak wurde schließlich zusammen mit Kalesnikawa vor dem Gericht des Minsker Bezirks angeklagt. Die Öffentlichkeit war von der Teilnahme an der Verhandlung ausgeschlossen, die Beteiligten wurden zur Verschwiegenheit verpflichtet. Am 6. September 2021 wurde er zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Am 13. Dezember 2025 wurde Snak auf Bitte der USA zusammen mit weiteren 122 politischen Häftlingen begnadigt, aus der Haft entlassen und aus Belarus in die Ukraine abgeschoben. Im Gegenzug wurden für das Lukaschenko-Regime Sanktionen vermindert.

Auszeichnungen Preis der International Bar Association für seinen Beitrag zum Schutz der Menschenrechte (2021) Deutsch-Französischer Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit (2022)

Veröffentlichung

Zekamerone. Geschichten aus dem Gefängnis. Aus dem Russischen von Henriette Reisner und Volker Weichsel, suhrkamp, Berlin 2022, ISBN 978-3-518-12804-6.

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Einzelnachweise

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