Die Deutschen Nordischen Skimeisterschaften 1949 fanden vom 11. bis zum 13. Februar in Isny im Allgäu statt. Es waren die ersten Meisterschaften nach dem Zweiten Weltkrieg. Während die Nordischen Kombinierer von der kleinen Dinkelacker-Schanze an der Felderhalde sprangen, gingen die Spezialspringer von der etwas größeren Iberg-Schanze in Maierhöfen an den Start. Den „Goldenen Ski“ des deutschen Skiverbandes gewann Günther Meergans. Der Bayerische Skiverband vereinte alle Titelträger in seinen Reihen.

Skilanglauf 18 km Platz Name Verein Zeit (h) 1 Toni Rupp SC Sonthofen 1:18:21 2 Günther Meergans 1860 München 1:18:56 3 Juku Pent (*) SC Sonthofen 1:20:31 4 Michel Anderl SC Bad Tölz 1:21:00 5 Karl Vogel WSV Reit im Winkl 1:22:19 Datum: Freitag, 11. Februar 1949 (*) In den Quellen wird auch von Josef bzw. Johann Pent gesprochen. Wahrscheinlich handelt es sich aber um den Esten Juku. Die Langlaufstrecke hatte ihren Start auf 720 Metern Höhe. Ihr Kulminationspunkt an der Schweineburg lag 837 Meter hoch.

Verbandsstaffel Platz Namen Verband Zeit (h) 1 Georg SchlechterHermann LochbiehlerGünther MeergansToni Rupp BSV I (Bayern) 2:46:22 2 Juku PentHans SpeicherMichel AnderlKarl Vogel BSV II (Bayern) 2:49:48 3 Albert HitzGottlob DiemandRobert GrieshaberOskar Burgbacher Südbaden I 2:52:12 Datum: Sonntag, 13. Februar 1949 Es nahmen 20 Teams am Staffelwettbewerb teil. Weitere Platzierungen: 4. Südwürttemberg I 5. Bayern III 6. Bayern IV 7. Harz II 8. Bayern V 9. Westfalen 10. Bayern VI

Nordische Kombination Platz Name Ort Gesamtpunkte 1 Günther Meergans 1860 München 447,5 2 Erich Windisch SC Partenkirchen 426,8 3 Reinhold Karg SK Nesselwang 420,4 4 Peter Wieder Rosenheim 408,4 5 Heinz Hauser SK Altenau 407,7 Datum: Samstag, 12. Februar 1949 Die Kombination wurde lediglich von rund 5.000 Zuschauern begleitet, da zwei Sonderzüge versehentlich fehlgeleitet wurden. Der 33-jährige Günther Meergans gewann den ersten Titel in der Nordischen Kombination in der Nachkriegszeit.

Skispringen Platz Name Verein Weite 1 Weite 2 Punkte 1 Toni Brutscher SC Oberstdorf 79,0 m 83,0 m 218,0 2 Julius Gastaldo SC Ruhpolding 77,0 m 83,0 m 215,5 3 Rudi Gering 1860 München 76,0 m 83,0 m 215,5 4 Heini Klopfer SC Oberstdorf 76,0 m 80,0 m 213,0 5 Emil Sattler SC Traunstein 77,0 m 81,0 m 210,0 Datum: Sonntag, 13. Februar 1949

Den Abschluss der Meisterschaften bildete der Kampf um den deutschen Meistertitel, der Angaben der Passauer Neuen Presse zufolge von rund 40.000 Zuschauern verfolgt wurde. Als neuer deutscher Meister ging überraschend Toni Brutscher hervor, der 78 und 83 Meter weit sprang. Den zweiten Platz sicherte sich überraschend Julius Gastaldo aus Ruhpolding, der Ex-Weltrekordler Rudi Gering wurde Dritter. Die weitesten Sprünge zeigte Sepp Weiler (85 und 87 Meter), der jedoch beide Male stürzte und somit weit abgeschlagen im Mittelfeld landete.

Zeitungsartikel Toni Rupp deutscher Meister im Langlauf, In: Südkurier, Ausgabe Nr. 18 vom , Seite 4. Abrufbar unter: digital.blb-karlsruhe.de. Die deutschen Skimeisterschaften in Isny. In: Mittelbayerische Zeitung, Ausgabe Nr. 18 vom Dienstag, dem 15. Februar 1949. Deutsche Meisterschaften in Isny. In: Passauer Neue Presse, Ausgabe Nr. 18 vom Dienstag, dem 15. Februar 1949. Meergans gewinnt zum dritten Male die „Nordische“, In: Südkurier, Ausgabe Nr. 19 vom , Seite 3. Abrufbar unter: digital.blb-karlsruhe.de. Günther Meergsans Skikönig 1949, In: Das Volk, Ausgabe Nr. 19 vom , Seite 3. Abrufbar unter: digital.blb-karlsruhe.de. Kurze Sport-Notizen. In: Neue Zürcher Nachrichten, Nr. 41, Seite 7 vom Freitag, dem 18. Februar 1949. Abrufbar unter e-newspaperarchives.ch.

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