mini|Frontispiz Martin Friedrich Seidels Bilder-Sammlung ist ein Buchdruck von Georg Gottfried Küster von 1751. Er geht auf eine Porträtsammlung von Martin Friedrich Seidel von 1671 zurück und enthält Biographien und Kupferstiche von hundert brandenburgischen Persönlichkeiten bis in das 17. Jahrhundert.
Geschichte Der kurbrandenburgische Kammergerichtsrat und Geschichtsforscher Martin Friedrich Seidel veröffentlichte 1671 eine Sammlung von hundert Kupferstichen, die er im Laufe vieler Jahre zusammengetragen hatte. Die Namen der Kupferstecher wurden dabei nicht angegeben.
Der Historiker Georg Gottfried Küster verfasste zu jeder der abgebildeten Personen eine kurze Biographie aus eigenen Forschungen. Diese veröffentlichte er 1751 mit den Kupferstichen als Martin Friedrichs Bilder-Sammlung.
Das Werk hat eine Bedeutung für die heutige brandenburgische Geschichtsforschung, da in den Biographien viele Einzelheiten zu den Persönlichkeiten angegeben sind, die sonst nicht bekannt wären. Die Angaben sind im Wesentlichen zuverlässig. Auch die Kupferstiche sind oft die einzigen erhaltenen Abbildungen der beschriebenen Persönlichkeiten.
Persönlichkeiten mini|hochkant|Personenverzeichnis S. 13 mini|hochkant|Personenverzeichnis S. 14 Die Bilder-Sammlung enthält hundert Brandenburger Persönlichkeiten, die in Staats- und Kirchenämtern oder an der Universität Frankfurt (Oder) tätig waren oder die sich an anderen Orten Verdienste erworben hatten. Berücksichtigt sind dazu einige Verwandte Seidels. Einzige Frau ist Hrotsvit von Gandersheim (1).