Der Leuchtturm Mērsrags () befindet sich gut 3 km nördlich von Mērsrags () im Bezirk Talsi an der lettischen Ostseeküste. Er befindet sich auf einer Düne und sichert das durch Untiefen und die „Teufelssteine“ () gefährdete Seegebiet in der Bucht von Riga. Auch das Wrack des deutschen Torpedobootes SMS S31, das bei dem Vorstoß in die Rigaer Bucht bei versank, stellt eine Gefahr für Schifffahrt und Fischerei dar.

Geschichte Der gusseiserne Leuchtturm wurde in Frankreich hergestellt und, nach Lieferung auf dem Seeweg und Aufrichtung auf einem Sockel, 1875 in Betrieb genommen. Er wurde „Französin“ genannt, da die optische Einheit, eine Erfindung der Franzosen, als Signal verwendet wurde. Während des Ersten Weltkriegs wurde die Lichtanlage nach Russland verbracht, der Turm wurde schwer zerschossen und die Metallstruktur hatte sich durch Feuer verzogen. 1920 wurde auf einem 6 m hohen provisorischen Holzturm ein neues Feuer angezündet. Der heutige Leuchtturm wurde 1922 erbaut und wird durch acht schmiedeeiserne Einsätze verstärkt, wobei die Außenwände mit genieteten Metallplatten ummantelt sind.

Seit Oktober 2005 ist der Leuchtturm als „Technisches Kulturdenkmal“ № 8566 eingetragen.

Siehe auch Liste von Leuchttürmen in Lettland

Weblinks

Einzelnachweise

Leuchtturm Mersrags Kategorie:Leuchtturm in Europa Kategorie:Leuchtturm in Lettland Kategorie:Turm aus Metall Leuchtturm Mersrags