Gabija Galvydytė (* 17. Januar 2000 in Jonava) ist eine litauische Leichtathletin, die sich auf den Mittelstreckenlauf spezialisiert hat und zu Beginn ihrer Karriere im Hürdenlauf an den Start ging. 2020 begann sie ein Studium an der Oklahoma State University – Stillwater in den Vereinigten Staaten.

Sportliche Laufbahn Erste internationale Erfahrungen sammelte Gabija Galvydytė bei den 2016 erstmals ausgetragenen Jugendeuropameisterschaften in Tiflis, bei denen sie im 800-Meter-Lauf mit 2:19,39 min in der ersten Runde ausschied und auch mit der litauischen Sprintstaffel (1000 Meter) mit 2:23,15 min den Finaleinzug verpasste. Im Jahr darauf belegte sie bei den U18-Weltmeisterschaften in Nairobi in 59,49 s den vierten Platz im 400-Meter-Hürdenlauf und 2018 schied sie bei den Weltmeisterschaften in Tampere mit 58,88 s im Halbfinale aus. Mit der litauischen 4-mal-400-Meter-Staffel nahm sie anschließend an den Europameisterschaften in Berlin teil, schied dort aber mit 3:37,73 min im Vorlauf aus. Bei den IAAF World Relays 2019 in Yokohama scheiterte sie ebenfalls mit 3:38,72 min im Vorlauf und bei den U20-Europameisterschaften in Borås schied sie im Hürdenlauf mit 59,34 s im Halbfinale aus. 2021 schied sie bei den U23-Europameisterschaften in Tallinn mit 2:05,81 min im Vorlauf über 800 Meter aus und im Jahr darauf kam sie bei den Europameisterschaften in München mit 2:03,92 min in der Vorrunde aus. 2023 wurde sie bei der 2. Liga der Team-Europameisterschaft im Rahmen der Europaspiele in Chorzów in 4:09,48 min Dritte im 1500-Meter-Lauf und sicherte sich damit ligenübergreifend die Bronzemedaille hinter der Rumänin Claudia Bobocea und Vera Hoffmann aus Luxemburg. Zudem wurde sie über 800 Meter in 2:00,29 min Vierte. Im August schied sie bei den Weltmeisterschaften in Budapest mit 2:00,79 min in der ersten Runde aus. Im Dezember kam sie bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Brüssel nicht ins Ziel. Im Jahr darauf nahm sie über 800 Meter an den Olympischen Sommerspielen in Paris teil und schied dort mit 2:00,66 min in der Hoffnungsrunde aus.

2025 schied sie bei den Halleneuropameisterschaften in Apeldoorn mit 2:04,18 min im Vorlauf über 800 Meter aus, wie auch bei den Hallenweltmeisterschaften zwei Wochen später in Nanjing mit 4:11,69 min. Ende Juni wurde sie bei der 1. Liga der Team-Europameisterschaft in Madrid in 1:59,96 min Vierte im A-Lauf über 800 Meter und gelangte über 1500 Meter mit 4:10,21 min auf Rang fünf. Im September schied sie dann bei den Weltmeisterschaften in Tokio mit 4:01,79 min und 1:57,96 min über beide Distanzen jeweils im Semifinale aus. Im Jahr darauf verbesserte sie den Hallenrekord über 1500 Meter in Boston auf 4:03,44 min und schied im März bei den Hallenweltmeisterschaften in Toruń mit 4:17,28 min in der Vorrunde aus. Im Mai stellte sie bei der Diamond League in Shaoxing mit 3:59,74 min einen neuen Landesrekord über 1500 Meter auf und löste damit Langzeitrekordlerin Laimutė Baikauskaitė ab.

In den Jahren von 2017 bis 2019 wurde Galvydytė litauische Meisterin im 400-Meter-Hürdenlauf sowie von 2020 bis 2025 über 800 Meter. Zudem wurde sie 2026 Hallenmeisterin über 800 Meter.

Persönliche Bestzeiten 400 Meter: 54,10 s, 28. Juni 2024 in Palanga 400 Meter (Halle): 55,05 s, 22. Februar 2025 in Panevėžys 600 Meter (Halle): 1:28,48 min, 12. Januar 2024 in Fayetteville 800 Meter: 1:57,96 min, 19. September 2025 in Tokio 800 Meter (Halle): 2:00,89 min, 1. März 2026 in Kaunas (litauischer Rekord) 1000 Meter (Halle): 2:35,17 min, 16. Januar 2026 in Manhattan 1500 Meter: 4:00,71 min, 11. Juli 2025 in Dublin 1500 Meter (Halle): 4:03,44 min, 24. Januar 2026 in Boston (litauischer Rekord) Meile (Halle): 4:22,76 min, 15. Februar 2025 in Boston (litauischer Rekord) 400 m Hürden: 58,29 s, 28. Juli 2018 in Palanga (litauischer U20-Rekord)

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