Schnappenmühle ist ein Wohnplatz des Marktes Nordhalben im Landkreis Kronach (Oberfranken, Bayern).
Geographie Die ehemalige Einöde zählt zu Grund und liegt im tief eingeschnittenen Tal der Rodach und der Fränkischen Muschwitz, die dort als linker Zufluss in die Rodach mündet, direkt an der Grenze zu Thüringen.
Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Vogelmühle, auch Schnappenmühle genannt, zur Realgemeinde Grund. Das Hochgericht übte das bayreuthische Richteramt Lichtenberg aus. Die Grundherrschaft hatte das Kastenamt Lichtenberg inne.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 475.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Naila. Mit dem Gemeindeedikt wurde Schnappenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Steinbach bei Geroldsgrün und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Heinersberg zugewiesen.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 585. Nach 1888 wurde der Ort in den Amtlichen Ortsverzeichnissen nicht mehr aufgelistet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1802 1818 1861 1871 1885 Einwohner 10 9 9HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1885 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 158.
Religion Der Ortist evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Jakobus (Geroldsgrün) gepfarrt. Seit den 1920er Jahren wird die Schnappenmühle von der evangelischen Jubilate-Kirche in Grund betreut, die zunächst eine Pfarrvikarie war, mittlerweile zur Pfarrei Heinersberg-Nordhalben erhoben wurde.
Literatur
Weblink
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Nordhalben) Kategorie:Ort im Landkreis Kronach