Eva-Maria Höckmayr (* 1979 in Würzburg) ist eine deutsche Opern- und Theaterregisseurin.
Leben und Wirken Eva-Maria Höckmayr studierte von 1998 bis 2004 Theaterwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 2001 bis 2006 folgte eine Ausbildung zur Regisseurin für Sprech- und Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Von 2006 bis 2008 war sie als Assistentin am Theater Freiburg engagiert. In dieser Zeit entwickelt sie mit dem Dramaturgen Andri Hardmeier das Projekt Kreutzersonate. Tolstoi, Janáček, Beethoven, für das sie mit dem Förderpreis der Akademie Musiktheater heute der Deutschen Bank Stiftung ausgezeichnet wurden und das u. a. im Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main gastierte.
Seit 2008 ist sie als freie Regisseurin tätig, unter anderem an Bühnen wie der Oper Köln, der Oper Frankfurt, Theater Aachen, Theater Freiburg, Luzerner Theater, am Deutschen Nationaltheater Weimar, Staatstheater Darmstadt, Theater Heidelberg, Oper Graz und an der Staatsoper Berlin. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie beispielsweise Renè Jacobs, Diego Fasolis, Marc Piollet, Dirk Kaftan, Lahav Shani und Fabrice Bollon zusammen.
Für ihre Inszenierung von Pellèas et Mélisande (Theater Aachen, 2010) wurde sie mit dem Götz-Friedrich-Opernregiepreis und dem NRW-Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet. In Fachzeitschriften wie Opernwelt und Die Deutsche Bühne wurde sie mit ihren Arbeiten Suor Angelica (Oper Köln), Otello (Theater Freiburg) und Romeo und Julia auf dem Dorfe von Frederik Delius (Oper Frankfurt) in den Kategorien „Beste Nachwuchskünstlerin“, „Beste Regie“ und „Beste Produktion“ nominiert.
Höckmayr ist außerdem projektbezogen als Dozentin im Studiengang „Musiktheater“ der Bayerischen Theaterakademie München, der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Musik und Theater Hamburg tätig.
Inszenierungen (Auswahl) 2009: Claude Debussy – Pelléas et Mélisande. Theater Aachen 2009: Schwanengesänge – Variationen zu Leben und Tod nach Franz Schubert. Theater Fürth (UA) 2010: Wajdi Mouawad – Der Sonne und dem Tod kann man nicht ins Auge sehen. Luzerner Theater 2011: Giuseppe Verdi – Otello. Theater Freiburg 2011: Ludwig Fels – Soliman. Mainfrankentheater Würzburg 2011: Alessandro Scarlatti – Marco Attilio Regolo. Theater Heidelberg/Theater Schwetzingen (Deutsche Erstaufführung) 2012: Georg Friedrich Händel – Orlando. Luzerner Theater 2013: Giacomo Puccini – Madama Butterfly. Deutsches Nationaltheater Weimar 2013: Giacomo Puccini – Suor Angelica. Oper Köln 2013: Pjotr Iljitsch Tschaikowski – Pique Dame. Theater Freiburg 2014: Giuseppe Verdi – La Traviata. Theater Heidelberg 2014: Frederick Delius – Romeo und Julia auf dem Dorfe. Oper Frankfurt 2014: Richard Wagner – Tannhäuser. Theater Freiburg 2015: W. A. Mozart – Die Entführung aus dem Serail. Oper Graz 2015: Carl Maria von Weber – Der Freischütz. Staatstheater Darmstadt 2015: Georg Philipp Telemann – Emma und Eginhard, oder die Last-tragende Liebe. Staatsoper Berlin im Schillertheater Berlin 2016: Giacomo Puccini – Tosca. Staatstheater Darmstadt 2016: Gaetano Donizetti – Lucia di Lammermoor. Oper Köln im Staatenhaus 2017: Hector Berlioz – Les Troyens. Oper Frankfurt 2017: Claudio Monteverdi – L’incoronazione di Poppea. Staatsoper Unter den Linden, Berlin 2018: Leoš Janáček – Die Sache Makropulos. Staatstheater Darmstadt 2018: Giuseppe Verdi – Un ballo in maschera. Deutsches Nationaltheater Weimar 2018: Antonín Dvořák – Rusalka. Stadttheater Klagenfurt 2019: Camille Saint-Saëns – L'Ancêtre. Prinzregententheater München, Bayerische Theaterakademie August Everding (Deutsche Erstaufführung) 2019: Wolfgang Amadeus Mozart – Le nozze di Figaro. Staatstheater Saarbrücken
Weblinks
Biografie auf der Website der Staatsoper Berlin Website von Eva-Maria Höckmayr
Einzelnachweise
Kategorie:Opernregisseur Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1979 Kategorie:Frau