mini|Kino Capitol Schwerin, Saal 1

Erich Bentrup (* 29. April 1891 in Aachen; † 31. Juli 1968 in Schwerin, DDR)Bentrup, Erich. In: Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Das Personenlexikon. Hinstorff Verlag, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01301-6 (online). war ein deutscher Architekt und Grafiker, der vor allem in Schwerin wirkte.

Leben mini|hochkant|Zigarrenhaus Preussler, Friedrichstraße mini|hochkant|Ärztehaus Wismarsche Straße 132 mini|hochkant|Kulturhaus Mestlin

Bentrup gründete 1921 nach dem Studium ein Architekturbüro in Schwerin. 1921 war er neben Richard Zscheked, Hermann Koenemann, Georg Schütz und Egon Tschirch einer der Künstler, die für 70 Ortschaften in den damaligen Ländern Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz Vorlagen für die Scheine des sogenannten „Reutergeldes“ entwarfen.Ingrid Möller: Das Verbreitungsgebiet der Reuterscheine und die Aufteilung unter fünf Künstler. In: Das mecklenburgische Reutergeld von 1921. Ein kulturgeschichtliches Kuriosum. Pinnow 2015, ISBN 978-3-95655-583-1. In den 1920er- und 1930er-Jahren prägten er sowie Paul Nehls und Hans Stoffers durch ihre Bauten das Stadtbild von Schwerin. Er entwarf in dieser Zeit sowohl im expressionistischen Stil als auch im nachexpressiven Stil der Neuen Sachlichkeit.

Auch in der DDR-Zeit plante er verschiedene Bauten, nunmehr im Stil des realsozialistischen Neoklassizismus.Burkhart Stender: Reutergeld, Kino und ein übergroßes Gutshaus. In: Schweriner Volkszeitung vom 8. März 2016.

Zu den denkmalgeschützten Bauwerken in Schwerin zählen u. a. seine Bauten Handelshaus Thams & Garfs, das Capitol Schwerin und die Wohn- und Geschäftshäuser Wismarsche Straße 126 und 132.

Bentrup wurde auf dem Alten Friedhof in Schwerin beerdigt; das Grab ist erhalten.

Werke 1922: Erweiterung und Modernisierung von Gutshaus ManderowDas Gutsdorf Manderow im Wandel der Zeiten 1927: Zigarrenhaus Preussler in Schwerin, Friedrichstraße 6, außergewöhnliche werbende Putzfassade Handelshaus Thams & Garfs in Schwerin, Helenenstraße 1/3Gründer des Konzerns und Firmierung Thams & Garfs Hamburger Kaffee-Lager waren 1908 Heinrich Thams und der in Weitendorf bei Brühl / Meckl. geborene Friedrich Garfs.Quelle: Schweriner Express Nr. 29/26 21. Juli 2018 S. 02 Thams & Garfs w.w.w. veikkos-archiv. 1928: dritter Festsaal mit Stilmerkmalen des Art déco in den Stadthallen Schwerin 1928: Umbau der Apollo Lichtspiele in der Mecklenburgstraße 53 zum Kino Schauburg (Schwerin) 1935/37: Capitol Schwerin in Schwerin, Wismarsche Straße 123, zus. mit Hellmuth Ehrich 1935/37: Wohn- und Geschäftshaus, Schwerin, Wismarsche Straße 126 zus. mit Hellmuth Ehrich 1935: Wohnhaus Bentrup in der Robert-Koch-Straße, Schwerin 1936: Verwaltungsgebäude (Ärztehaus) in Schwerin, Wismarsche Straße 132, zus. mit Hellmuth Ehrich 1938: Verwaltungsgebäude der Stadt- und Hafenbahn in Boizenburg Haupttrakt der Gauleiterschule der NSDAP in der Schloßgartenallee 61, 1930er JahreSchwerin live: Von Rentner Albrecht bis NDR. Die Geschichte der Villa in der Schlossgartenallee 61. Aufstockung des Hofflügels des Bebel-Hauses in Schwerin für die SED (ehemals Café Dr. K), Dr.-Külz-Straße 3Schwerin live: Was Aumund nicht mehr erlebte. 1952–57: Kulturhaus Mestlin im Musterdorf Mestlin, zus. mit Günter Kawan und Heinrich Handorf

Weblinks

Burkhart Stender: Reutergeld, Kino und ein übergroßes Gutshaus. In: Schweriner Volkszeitung vom 8. März 2016.

Einzelnachweise

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