Karl Friedrich Gustav Broßmann (* 12. April 1830 in Gotha; † 8. August 1897 in DresdenStadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden II, Sterbe-Nebenregister 1897, Nr. 1850.) war ein deutscher Bildhauer.

Leben mini|Ehrgeiz und Zweifel an der Südfassade der Kunstakademie Dresden mini|Signatur von Gustav Broßmann auf der Grabporträtplatte des Malers Robert Kummer mini|Grabmal des Malers Robert Kummer Broßmann war der Sohn von Carl Broßmann, herzoglich-sächsischer Bauhofsverwalter, und dessen Frau, einer Tochter des herzoglichen Hofmalers zu Sachsen-Coburg-Gotha und Geheimen Hofrats und Professors Johann Christoph Kühner. Dieser sorgte für die Lehre beim Bildhauer Leopold Friedrich Döll. Auf Empfehlung seines Großvaters bewarb er sich bei der Kunstakademie in Dresden und wurde im Jahr 1851 Schüler bei Ernst Rietschel. Bereits zwei Jahre später arbeitete er im Meisteratelier von Ernst Julius Hähnel.Archiv der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Dort schuf er das Relief Simson und Delila, für das er eine Auszeichnung erhielt. Auf Kosten vom Prinzgemahl von England Albert konnte er seine Studienreisen in den Jahren 1860 bis 1861 in Italien unternehmen. Zurückgekehrt nach Dresden gründete er dort im Jahr 1862 ein eigenes AtelierWilhelm Kaulen: Gu.stav Broßmann in Dresden. In: Freud’ und Leid im Leben deutscher Künstler. Christian Winter, Frankfurt am Main 1878, S. 214 (digital.ub.uni-duesseldorf.de). in der am Freiberger Platz 8, Schäferstraße 11 und später Schweizer Straße 10b. Neben seinen lebensgroßen Skulpturen schuf er künstlerische Grabmäler, des Weiteren eine große Anzahl Kleinplastiken und Statuetten. Er starb unverheiratet am 8. August 1897 in Dresden und wurde auf dem Äußeren Friedrichstädter Friedhof begraben.

Werke, Auswahl mini|Rundschild auf die Reichsgründung (1873) 1852: Figur Der gefesselte Promethos in Hähnels Atelier 1853: Arbeiten für die Dresdner Kunstakademie, 1859: Sandsteinfigur Heilige Elisabeth für den König Otto von Griechenland. 1862: Nymphenbrunnen Moltkeplatz Dresden, aufgestellt 1866. 1863: Sandsteinfigur Bohemia für den Böhmisch-Sächsischen Bahnhof. 1865: Brunnengruppe einer Nymphe mit einem Triton auf dem Räcknitzplatz in Dresden 1865: Kentaur und Nymphe für die Stadt Dresden. 1865: Biblische Figuren und Reliefs für die Kirche in Hartha 1865: Quadriga Apollo auf dem Siegeswagen, Dekorationsfigur für das Sängerfest in Dresden. 1868: Winckelmann-Gedenktafel, Japanisches Palais Dresden, Vorbild für das Porträt war das Profilbildnis von Casanova von 1766. 1868: Marmorrelief Psyche, den Amor bekränzend Großer Garten Dresden. 1869: Marmorrelief Der verwundete Amor, der Venus sein Leid klagend Großer Garten Dresden. 1871: allegorischen Kolossalstatuen der Architektur und Geschichte für das neue Museum in Gotha 1873: Galvanoplastisches Germnaiaschild für die Hermannstiftung 1874: Sandsteinfigur Segnenden Christus auf dem Trinitatisfriedhof Dresden 1876: Sandsteinfiguren Macbeth und die Hexe für das neue Hoftheater in Dresden 1878: mehrere Sandsteinstatuen für die Johanneskirche in Dresden. 1890: Grabporträtplatte des Malers Carl Robert Kummer auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden

Literatur Adressbuch Dresden 1871 S. 36 (opacplus.bsb-muenchen.de). Wilhelm Kaulen: Gustav Broßmann in Dresden. In: Freud’ und Leid im Leben deutscher Künstler. Christian Winter, Frankfurt am Main 1878, S. 214 (digital.ub.uni-duesseldorf.de).

Helmut Roob, Günter Scheffler: Broßmann, Gustav. In: Dies.: Gothaer Persönlichkeiten. Taschenlexikon. 2. Auflage. RhinoVerlag, Ilmenau 2006, ISBN 3-932081-37-4, S. 27.

Weblinks

Dresden, Moltkeplatz. deutschefotothek.de Johanneskirche. deutschefotothek.de Altes Dresden – Moltkeplatz. altesdresden.de Bildnis vom Künstler. sachsen.museum-digital.de Bildindex

Einzelnachweise

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