Jekaterina Nikolajewna Katnikowa (; * 22. März 1994 in Tschussowoi) ist eine russische Rennrodlerin.

Jekaterina Katnikowa begann im Alter von sieben Jahren mit dem Rodelsport. Sie arbeitet als Sportlehrerin.

Juniorinnen Katnikowa gab ihr internationales Debüt im Rahmen des Rennrodel-Weltcups der Juniorinnen zum Auftakt der Saison 2011/12 bei Überseerennen in Park City, wo sie bei zwei aufeinander folgenden Rennen jeweils 18. wurde. In Calgary konnte sie ihre beste Platzierung auf einen 13. Rang verbessern. Nach dem Jahreswechsel wurde die Rennserie in Europa fortgesetzt. Bei Rennen in Igls und Winterberg wurde sie jeweils 15. Das Rennen in Winterberg war zugleich ihre erste internationale Meisterschaft, die Junioreneuropameisterschaften 2012, in deren Wertung sie Neunte wurde. Beim Saisonfinale in Oberhof verbesserte sie ihre Bestleistung auf den zwölften Platz. Nach sechs Rennen war Katnikowa am Ende der Saison mit 160 Punkten 17. der Gesamtwertung. Schließlich startete sie noch bei ihren ersten Juniorenweltmeisterschaften am Königssee. Bei einem deutschen Vierfachsieg mit der Weltmeisterin Aileen Frisch belegte die junge Russin den 20. Platz.

Die Saison 2012/13 begann mit dem Junioren-Weltcuprennen in Lillehammer, bei dem Katnikowa ihre beste Platzierung aus der Vorsaison, Rang zwölf, einstellte. Schon beim nächsten Rennen am Königssee verbesserte sie sich um einen weiteren Rang auf Platz elf. In Park City folgten die Juniorenweltmeisterschaften 2013, bei denen sie den 18. Platz belegte. Besser lief es beim folgenden Weltcuprennen in Calgary als Katnikowa als Sechste erstmals eine einstellige Platzierung erreichte und sich zudem als beste Russin für die russische Teamstaffel mit Maxim Arawin sowie mit dem Doppel Yury Kalinin und Sergey Belyaev qualifizierte, die den vierten Platz erreichte. Beim folgenden Rennen in Oberhof wurde sie Vierte. Da es zugleich die Junioreneuropameisterschaften 2013 waren, war sie hinter drei Deutschen mit der Siegerin Nathalie Burkhardt an der Spitze auch hier Vierte. Etwas glücklicher verlief das Rennen mit Alexander Gorbazewitsch und dem Doppel Kalinin/Belyaev in der Teamstaffel, mit der Katnikowa mit Bronze ihre erste internationale Medaille gewann. Danach wurde sie in Juniorinnen-Weltcuprennen in Winterberg und Igls noch 17. und Zwölfte. Mit 232 Punkten wurde sie am Ende Achte der Gesamtwertung der Juniorinnen, mit dem Team wurde sie Dritte.

In der Saison 2013/14 bestritt Katnikowa ihre letzte Saison bei den Juniorinnen. Diese begann gut mit einem sechsten Platz in Altenberg. Nach einem zehnten Rang in Winterberg erreichte sie in Lillehammer bei Abwesenheit ihrer gesamten deutschen sowie der innerrussischen Konkurrenz durch Wiktorija Demtschenko hinter den Italienerinnen Sandra Robatscher und Andrea Vötter den dritten Platz und damit ihre erste Podiumsplatzierung in einem Einzelrennen. In Sigulda konnte sie beim nächsten Rennen nun auch bei Anwesenheit der übrigen Weltspitze ihren dritten Platz wiederholen. Da es gleichzeitig die Junioreneuropameisterschaften 2014 waren, gewann sie auch hier die Bronzemedaille. Am Königssee konnte sie diese Leistung nicht bestätigen und wurde Siebte. Auch bei den Juniorenweltmeisterschaften 2014 belegte Katnikowa nur Rang neun. Zum Saisonfinale in Oberhof verbesserte sie ihre Leistung wieder auf einen fünften Platz. Mit 327 Punkten wurde sie am Ende hinter Angelique Fleischer und Jessica Tiebel aber vor Julia Taubitz und Wiktorija Demtschenko Dritte.

Frauen Seit der Saison 2014/15 gehört Katnikowa zum russischen A-Nationalteam und wird im Weltcup eingesetzt. Bei ihrem ersten Rennen in Igls verpasste sie als Elfte nur um einen Rang die Top-Ten-Platzierungen, qualifizierte sich auch sofort für ihr erstes Sprintrennen, in dem sie als Neunte ihre erste einstellige Platzierung erreichte. Schon bei ihrem zweiten Rennen am Königssee wurde sie nicht nur Achte, sondern qualifizierte sich auch als beste Russin erstmals für das Weltcup-Staffelrennen. An der Seite von Stepan Fjodorow sowie Andrei Bogdanow und Andrei Medwedew fuhr sie auf Platz fünf. Nach den Rängen 15 und zwölf in Oberhof und Winterberg kehrte sie als Neunte in Lillehammer wieder unter die besten Zehn zurück. In Sigulda folgten ihre ersten Weltmeisterschaften. Bei einem Sieg von Natalie Geisenberger fuhr Katnikowa auf den achten Platz. In der separaten U-23-Wertung wurde sie Erste und damit U-23-Weltmeisterin. Auf ihrer Heimbahn in Sotschi, als sich ausschließlich die vier deutschen und die vier russischen Fahrerinnen unter den besten acht platzierten, erreichte sie mit dem sechsten Rang ihre bis dato beste Einzelplatzierung. Es waren zugleich die Europameisterschaften, in deren Rahmen sie ebenfalls Sechste wurde. Mit 262 Punkten wurde sie am Ende ihrer letzten Saison 16. der Weltcup-Gesamtwertung, mit 398 Punkten zudem hinter Birgit Platzer Zweite in der Gesamtwertung des Nationencups. mini|hochkant|Katnikowa beim Weltcuprennen im Januar 2016 in Oberhof 2015/16 konnte Katnikowa nur selten an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen. Nach einem mittelmäßigen aber akzeptablen 13. Platz zu ihrem verspäteten Saisonauftakt im Januar in Sigulda folgte ein 17. Rang in Oberhof. Bei den Weltmeisterschaften 2016 am Königssee wurde die Russin nur 24. Auf ihrer Heimbahn in Sotschi erreichte sie mit Platz neun anschließend ihr einziges Top-Ten-Ergebnis der Saison. In Altenberg fiel sie als 21. wieder stark ab, bei den gleichzeitigen Europameisterschaften wurde sie nach Herausrechnung der nichteuropäischen Fahrerinnen 16. Beim Saisonfinale in Winterberg schaffte Katnikowa es als 15 noch einmal unter die besten 15. In der Endabrechnung belegte sie mit 139 Punkten nur den 24. Platz im Nationencup mit 315 Punkten Platz sechs.

Auch 2016/17 brachte für Katnikowa keine nennenswerte Verbesserung. Schon zum Saisonauftakt in Winterberg wurde sie nur 18. In Park City qualifizierte sie sich danach als 14. immerhin für das Sprintrennen, in dem sie 13. wurde. Für das Rennen am Königssee konnte sie sich als 14. des Nationencuprennens gar nicht qualifizieren. Dennoch konnte sie sich bei den gleichzeitigen Europameisterschaften 2017 auf dem 19. Rang qualifizieren. In Sigulda konnte Katnikowa als Achte ihre einzige Top-Ten-Platzierung der Saison erreichen. Bei den anschließenden Weltmeisterschaften 2017 in Igls platzierte sie sich als 25., in der separaten U-23-Wertung wurde sie Elfte. Auch in Oberhof platzierte sie sich als 22. jenseits der 20. Beim vorolympischen Rennen in Pyeongchang wurde sie 17., beim Saisonfinale in Altenberg 16. Mit 205 Punkten belegte sie den 22. Gesamtrang des Weltcups. Da sie sich regelmäßig über den Nationencup qualifizieren musste, belebte sie in dieser Wertung einen weitaus besseren Rang und wurde hinter Andrea Vötter und Ulla Zirne Dritte. links|mini|Katnikowa am Start des Weltcuprennens im November 2017 in Winterberg Die Saison 2017/18 brachte bestenfalls stagnierende, zumeist aber gar negative Leistungen. Beim Saisonauftakt in Igls wurde Katnikowa 16. des Nationencuprennens und verpasste das Hauptrennen. In Winterberg verpasste sie als 13. des Nationencuprennens erneut fast das eigentliche Weltcuprennen, in dem sie auch nur 23. wurde. Auch in Altenberg und Calgary verpasste sie die Weltcuprennen. Erst in Lake Placid konnte sie sich als Sechste des Nationencups wieder für den Weltcup qualifizieren, bei dem sie 19. wurde. Auch in Königssee und Oberhof konnte sie sich nicht qualifizieren. In Lillehammer gelang die Qualifikation als Fünfte im Nationencup zwar, doch wurde sie beim Hauptrennen disqualifiziert. Beim Saisonfinale in Sigulda stürzte sie und am nicht ins Ziel. Mit ganzen 116 Punkten belegte sie gemeinsam mit Aileen Frisch den 27. Gesamtrang im Weltcup und wurde selbst im Nationencup trotz regelmäßiger Teilnahme nur Zwölfte. Zu den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang wurde sie wie alle Russinnen außer Jekaterina Baturina aufgrund der russischen Doping-Verstrickungen nicht eingeladen. mini|Katnikowa bei den Weltmeisterschaften 2019 in Winterberg links|mini|Katnikowa zum Saisonauftakt 2018/19 in Igls Im Weltcup 2018/19 ging es für Katnikowa wieder etwas aufwärts. Nach einem 13. Platz zum Saisonauftakt in Igls konnte sie sich sogleich auch für das Sprintrennen qualifizieren und in diesem Zehnte werden. Bei den folgenden Rennen in Kanada wurde sie in Whistler 14, nachdem sie sich im Nationencup als 16 noch nur knapp für das Hauptrennen hatte qualifizieren können, in Calgary wurde sie 19. Noch besser lief es in Lake Placid. Nachdem sie sich im Nationencuprennen einzig ihrer Landsfrau Wiktorija Demtschenko hatte geschlagen geben müssen, wurde sie im Hauptrennen Neunte und erreichte damit erstmals seit langem wieder eine einstellige Platzierung in einem Weltcuprennen. Zudem qualifizierte sie sich für den Sprint, in dem sie Zwölfte wurde. Im weiteren Saisonverlauf wurde Katnikowa 17. am Konigssee und Zwölfte in Sigulda. Bei den folgenden Weltmeisterschaften 2019 in Winterberg fuhr sie auf Platz 15. Nach einem kleinen Rückschritt mit Platz 21 in Altenberg wurde sie in Oberhof 17., im Rahmen der gleichzeitigen Europameisterschaften 2019 16. Beim die Saison abschließenden Heimrennen in Sotschi begann die Russin stark und wurde im Nationencuprennen erneut Zweite hinter Demtschenko. Doch stürzte sie im ersten Lauf des Weltcuprennens. Mit 287 Punkten und damit weit mehr als der doppelten Punktzahl als in der Vorsaison wurde sie 16. der Gesamtwertung. In der Gesamtwertung des Nationencups wurde sie hinter Demtschenko mit 486 Punkten Zweite.

mini|Katnikowa bei der Startnummernauslosung vor dem Weltcuprennen im Januar 2020 in Oberhof