Hans Peter Buddeberg (* 5. November 1927 in Hannover; † 9. November 2011) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer.
Leben und Werk mini|Rathaus Schrobenhausen H. Peter Buddeberg studierte bis 1954 Architektur an der TH München und praktizierte in einem schwedischen Architekturbüro. Nach seinem Diplom lehrte er als Assistent bei Martin Elsaesser und Gustav Hassenpflug an der TH München. Anschließend arbeitete er zwischen 1956 und 1957 bei Paul Rudolph Anderson in Cambridge, war Gastkritiker an der Yale University in New Haven und arbeitete bei Willgoose & Chase in Washington. 1958 gründete er ein eigenes Architekturbüro in München.
Zwischen 1978 und 1992 lehrte Buddeberg als Professor an der TH Rosenheim.
1956 heiratete er Ute Gisela von Schirmeister.
Das von ihm geplante Rathaus Schrobenhausen ist als Baudenkmal im Denkmalatlas des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege eingetragen.
Buddeberg war Mitglied im Bund Deutscher Architekten. Sein Nachlass wurde dem Architekturmuseum der Technischen Universität München übergeben.
Bauwerke (Auswahl) Buddebergs Bauten wurden von Gisela Buddeberg, Siegfried von Quast, Ingrid Voth-Amslinger und Sigrid Neubert fotografiert. 1956: Klinik Wolfart, Gräfelfing 1957: Haus Dr. Riedmayer, Kempfenhausen am Starnberger See mit Hans-Busso von Busse 1957: Evangelische Kirche, Griesheim mit Hans-Busso von Busse (Otto-Bartning-Stiftung) 1958: Wohnbauten für State Department, Kalkutta (im Büro Willgoose & Chase) 1958: Verwaltungsgebäude, Obermenzing mit Hans-Busso von Busse 1960: Atriumhaus-Siedlung, Starnberg mit Richard Neutra 1962–1963: Verlagsgebäude des Adressbuchverlags Keller, KempfenhausenBaumeister 5/1963 1963–1964: Einfamilienhausgruppe, Kempfenhausen 1965: Haus Pohl, München-Solln 1965: Jugendzentrum Das Laimer, München-Laim (verändert) 1966–1967: Untere Brücke, BambergTilmann Breuer, Reinhard Gutbier: Die Kunstdenkmäler von Bayern, Stadt Bamberg 5 – Innere Inselstadt, 2. Halbband, S. 1253. 1968–1969: Rathaus Schrobenhausen 1972: Wohnhaus, Baierbrunn 1967–1973: Marx-Zentrum Perlach Nord-Ost mit Herbert Kochta (Bauherr: Neue Heimat) 1975–1976: Büro- und Geschäftshaus am Bahnhofsvorplatz, München mit Herbert Kochta 1977–1978: Kaufhof am Rotkreuzplatz, München-Neuhausen mit Herbert Kochta 1978–1980: Wohnanlage am Isarufer, München mit Herbert KochtaBund Deutscher Architekten, Landesgruppe Bayern (Hrsg.): Architekturführer Bayern. Süddeutscher Verlag, München 1985. 1979–1980: Wohnhaus, Jetzendorf Wettbewerbsentwürfe: Wohnanlage, Fürth mit Alexander Freiherr von Branca 1963: Dom-Römerberg, Frankfurt am Main mit Günter Bock und Carlfried Mutschler Kongress- und Konzerthalle, Augsburg mit Günter Bock Engere Wahl Olympiagelände, München mit Branca, Kochta und Böninger & Biedermann 2. Preis Konzerthaus Arabellapark, München mit Kurt Ackermann 2. Preis Gasteig, München mit Branca und Kochta Plenarsaal Rathaus Landshut mit Peter Seifert
Ehrungen und Preise 1964: Förderpreis für Architektur der Landeshauptstadt München
Ausstellungen 1988: Geschichte und Kultur der Juden in Deutschland, Nürnberg („Ausstellungsgestalter“, gemeinsam mit zwei weiteren Personen) 1999: Peter Buddeberg Werkschau, Architekturgalerie München 2013: Alte Meister / Junge Geister, Architekturgalerie München
Literatur S. 875–890 in Baumeister 8/1964 S. 1043–1047 in Baumeister 9/1966 S. 51, 89, 113, 161, 162, 226, 237 und 612 in Bund Deutscher Architekten Bayern (Hg.): Architekturführer Bayern. Süddeutscher Verlag, München 1985. Florian Nagler und Max Otto Zitzelsberger (Hg.): Alte Meister / Junge Geister. TU München, München 2013.
Weblinks archinform Nachlass des Architekturmuseums der TUM
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (München) Kategorie:Hochschullehrer (Rosenheim) Kategorie:Mitglied des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten Kategorie:Absolvent der Technischen Universität München Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1927 Kategorie:Gestorben 2011 Kategorie:Mann