Westerholz (dänisch: Vesterskov) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Dollerupholz (Dollerupskov), Grünberg (Grønbjerg)Kristian Hald: Sydslesvigs stednavne. Bd. 7, København 1948, S. 116, Hörreberg (Hørrebjerg), Kiekut (Kikud), Knös (Knøs)Kristian Hald: Sydslesvigs stednavne. Bd. 7, København 1948, S. 116, Kreiberg (Kragbjerg), Osterholz (Østerskov), Poseby, Seeklüft (SøklevKristian Hald: Sydslesvigs stednavne. Bd. 7.1, København 1948, S. 118, auch Søkløft), Sonnholm, Sponbrück (SpaanbroM . Mørk Hansen, C. L. Nielsen: Kirkelig Statistik over Slesvig Stift, Band 2, Kjøbenhavn 1864, S. 227) und Unewattholz (Undevadskov) liegen im Gemeindegebiet, das in seiner heutigen Form seit 1970 besteht.

Geographie Westerholz liegt an einer Steilküste mit Strand an der Flensburger Außenförde und ist ein anerkannter Erholungsort.

Geschichte mini|links|Westerholz, Ziegelsegel an der Flensburger Förde Der Ortsname ist erstmals 1699 dokumentiert. Der Name verweist auf den Westteil des ehemals zu Gut Lundsgaard gehörenden Waldes, im Gegensatz hierzu steht OsterholzBerthold Hamer: Topographie der Landschaft Angeln, Bd. 2, Husum 1995, S. 412. Dollerupholz wurde 1607 erstmals erwähnt. Kreiberg wurde erstmals 1758 erwähnt und leitet sich vom Vogelnamen dän. krage (ndt. Kreih, dt. Krähe) ab.Kristian Hald: Sydslesvigs stednavne. Bd. 7.1, København 1948, S. 161 Knös (Knøs) wurde erstmals 1636 erwähnt und beschreibt eine tlw. waldbewachsene hervortretende Erhöhung.Kristian Hald: Sydslesvigs stednavne. Bd. 7.1, København 1948, S. 160 Hörreberg ist 1642 erstmals schriftlich dokumentiert und geht vermutlich auf eine hier ehemals gelegene Ortschaft Hörup (Hørup) zurück.Kristian Hald: Sydslesvigs stednavne. Bd. 7.1, København 1948, S. 131 Seeklüft (Søklev) ist erstmals 1710 erwähnt worden und beschreibt die Lage an einer Seekante (Kliff).Kristian Hald: Sydslesvigs stednavne. Bd. 7.1, København 1948, S. 118

Der Ort gehörte in der dänischen Zeit zum Kirchspiel Grundhof (Grumtoft Sogn) innerhalb der Husbyharde im Flensborg Amt im Herzogtum Schleswig bzw. Sønderjylland. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 kam der Ort zu Deutschland.

Ab 1911 hat der Heimatschriftsteller Georg Asmussen (1856–1933) in Westerholz gewohnt, das schon damals ein beliebter Urlaubsort und Alterssitz für Pensionäre war. Seine Villa ist auch heute noch erhalten. Von 1913 bis in die 1940er Jahre wohnte der expressionistische Maler und Mitbegründer der Künstlergruppe „Die Brücke“ Erich Heckel in den Sommermonaten in der Gemeinde. Zahlreiche Bilder aus der Landschaft Angeln und von der Küste der Flensburger Förde zeugen von seinem Schaffen in dieser Zeit.

Bis 1961 befanden sich Ziegeleien in den Dörfern der Gemeinde, die bis in die 1950er Jahre ihre Produkte mit Loren zur Verschiffung an der Förde gefahren haben. Heute erinnert ein Denkmal an die Ziegeleien.

Politik Gemeindevertretung

Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt elf Sitze vergeben. Von diesen erhielt die Wählergemeinschaft Westerholz sieben Sitze und die CDU vier Sitze.

Wappen Blasonierung: „Über gesenktem, mit zwei silbernen Wellenfäden belegtem Wellenschildfuß von Blau und Gold schräglinks geteilt. Oben ein Eichenblatt, unten ein achtspeichiges Wagenrad in vertauschten Farben.“[ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein]

Sehenswürdigkeiten mini|Westerholz, Mühle Steinadler In der Liste der Kulturdenkmale in Westerholz stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Seit 2011 findet der vom Naturwissenschaftlichen Museum Flensburg initiierte „Waltag“ in Westerholz am Strand statt. Er erinnert an die Strandung eines 20 m langen Finnwals an diesem Küstenabschnitt am 17. März 1911. Außerdem soll auf die heutige Situation der gefährdeten Meeressäugetiere in Nord- und Ostsee aufmerksam gemacht werden. Mitveranstalter sind neben dem Museum und der Gemeinde unter anderem das Ostseelabor der Universität Flensburg und die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere.

Die 1876 erbaute Windmühle „Steinadler“ ist der größte Galerieholländer in Norddeutschland. Sie liegt oberhalb des Strands und ist auch von See her weithin sichtbar. Sie steht unter Denkmalschutz. Nach einer umfangreichen Restaurierung wurde sie eine Zeitlang als Restaurant und Hotel genutzt.

Wirtschaft Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, aber auch der Tourismus ist ein wichtiger Teil des Einkommenerwerbs.

Persönlichkeiten Heinrich Petersen-Angeln (* 1850 in Westerholz; † 1906 in Düsseldorf), Maler

Weblinks

Gemeinde Westerholz beim Amt Langballig

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Kreis Schleswig-Flensburg Kategorie:Ort in Südschleswig

Kategorie:Staatlich anerkannter Erholungsort in Schleswig-Holstein