mini|Grabstein auf dem Friedhof Annweiler mini|Ritterstein Nr. 42, „Cramerpfad“ Heinrich Cramer (* 11. Dezember 1866 in Blankenborn; † 22. September 1927 in Speyer) war ein deutscher Forstwissenschaftler, bayerischer Forstbeamter, Regierungsdirektor und Aktivist des Pfälzerwald-Vereines.
Leben Er war der Sohn des aus München stammenden Försters Gustav Ludwig Cramer und dessen aus Klingenmünster stammende Ehefrau Susanna Becker, die Schwester des Pfälzer Heimatautors August Becker. Er besuchte die Lateinschule Bad Bergzabern, das Gymnasium Kaiserslautern und studierte Forstwirtschaft an der Forstlichen Hochschule Aschaffenburg, sowie an der Universität München.
1894 trat Heinrich Cramer in den bayerischen Staatsdienst ein, war zunächst Forstamtsassistent und dann Forstamtsassesor an verschiedenen Plätzen. Schließlich wurde er Forstmeister in Wattenheim und in Schweigen. 1912 avancierte er zum Forstrat bei der Pfälzischen Regierung in Speyer. Im Ersten Weltkrieg als bayerischer Offizier im Fronteinsatz, ernannte man ihn 1920 zum Oberregierungsforstrat. Als Gegner der von der französischen Besatzungsmacht unterstützten Separatistenbewegung ausgewiesen, kehrte Cramer 1924 zurück und wurde Regierungsdirektor sowie Leiter der Forstkammer in Speyer. Damit war er der ranghöchste pfälzische Forstbeamte.
Cramer amtierte als Vorstandsmitglied im Pfälzerwald-Verein, als zweiter Vorsitzender des Pfälzer Kriegerbundes und gehörte als Aktivist dem Trifelsverein Annweiler an.
Er ließ einen Wanderweg von unterhalb der Madenburg in Richtung Trifels einrichten, um die steilen Wegverhältnisse auf dieser Strecke zu vermindern. Dieser Weg heißt „Cramerpfad“ und man widmete ihm dort die Rittersteine Nr. 42 und 43. In Vorderweidenthal, bei der Burg Lindelbrunn, ist die Gaststätte „Cramerhaus“ nach ihm benannt.Webseite zur Gaststätte Cramerhaus In Elmstein trägt der „Cramerfels“ seinen Namen und zählt als Ritterstein Nr. 100.Webseite zum Cramerfels
Heinrich Cramer wurde auf dem Friedhof Annweiler beigesetzt, das Grab ist erhalten. Er war verheiratet mit Emilie Brüstle (1877–1957), die von hier stammte.
Literatur Viktor Carl: Lexikon Pfälzer Persönlichkeiten, Hennig Verlag, Edenkoben, 2004, ISBN 3-9804668-5-X, Seite 141
Weblinks Webseite zum Cramerpfad mit biografischen Notizen
Einzelnachweise
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