mini|Thomas Frickel, 2020 Thomas Frickel (* 1954 in Mainz) ist ein deutscher Regisseur und Filmproduzent.
Leben Frickel studierte Germanistik, Publizistik und Soziologie. Er war mehrere Jahre freiberuflicher Journalist mit den Arbeitsschwerpunkten Kulturberichterstattung / historische Reportage. Er widmet sich seit 1968 der Filmarbeit als Autor, Regisseur und Produzent zahlreicher kurzer und programmfüllender Dokumentarfilme, darunter „Keine Startbahn West – Eine Region wehrt sich“ (Co-Regie, 1982), Der Störenfried – Ermittlungen zu Oskar Brüsewitz (nominiert zum Deutschen Filmpreis 1993), Deckname Dennis (1996/1997), Die Mondverschwörung (2011) sowie „Wunder der Wirklichkeit“ (Hessischer Filmpreis 2017).
Als Vorsitzender und Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (des mitgliederstärksten Verbandes für den unabhängigen Film in Deutschland) war Thomas Frickel von 1986 bis 2020 in verschiedenen film- und kulturpolitischen Funktionen tätig – zum Beispiel im Verwaltungsrat und Präsidium der Filmförderungsanstalt FFA, im Verwaltungsrat der VG Bild-Kunst, als Delegierter der Wahrnehmungsberechtigten in der VG Wort (in der Berufsgruppe 2: Journalisten, Autoren und Übersetzer von Sachliteratur) im Beirat der VFF und der Künstlersozialkasse (KSK) etc. Mehrere Jahre lang war er Sprecher der Sektion Film/Medien des „Deutschen Kulturrates“. Er ist außerdem Mitbegründer und war bis 1999 Vorstandsmitglied des Europäischen Dokumentarfilm-Netzwerks EDN.
Thomas Frickel lebt in Frankfurt am Main.
Filmografie 1974: Film Nr. 3 (Experimenteller Kurzfilm, Preis der Filmothek der Jugend, Oberhausen; Preis des „Internationalen Jugendfilmtests“ der Filmwoche Mannheim: „Außergewöhnlichster Film“.) 1979: Meint ihr, damit läßt sich der Fortschritt aufhalten 1980: Bürger im Widerstand 1981: Hessischer Herbst 1982: Keine Startbahn West – Eine Region wehrt sich 1985: Saitenwind – Ein Traum vom Leben (Kurzfilm, 1985; Prädikat „besonders wertvoll“). 1989: Schlachtenbummel 1991: Der Kinomann (Kurzfilm, nominiert für Dt. Kurzfilmpreis) 1991: Das Tor der Sieger (Geburtstagsrevue für das Brandenburger Tor; NDR 1991) 1992: Der Störenfried 1994: Diktatoren in Gundelfingen 1996: Heilt Hitler (Kurzfilm, 1996; Prädikat „besonders wertvoll“) 1997: Deckname Dennis (ausgezeichnet mit der „Lüdia“) 2002: Goethe Light (Kino-Dokumentarfilm, 2002; Prädikat „besonders wertvoll“) 2010: Die Mondverschwörung (Kino-Dokumentarfilm, Prädikat „wertvoll“) 2017: Wunder der WirklichkeitDie neue Dokumentation zur Katastrophe. Rhein-Neckar-Zeitung, 30. Mai 2018, abgerufen am selben Tage. (Kino-Dokumentarfilm, Prädikat „besonders wertvoll“ – Hessischer Filmpreis 2017)
Auszeichnungen mini|Frickel mit dem hessischen Film- und Kinopreis 2017 1974 Preis der Filmothek der Jugend, Oberhausen; Preis des „Internationalen Jugendfilmtests“ der Filmwoche Mannheim: „Außergewöhnlichster Film“ für Film Nr. 3 1991 Nominierung für den Deutschen Kurzfilmpreis für Der Kinomann 2017 Hessischer Film- und Kinopreis in der Kategorie Dokumentarfilm für Wunder der Wirklichkeit
Weblinks
Thomas Frickel bei der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm e. V. „Wir sind auch Archivmaterial“ – 24 Dokumentaristen sprechen über ihre Arbeit, mit Thomas Frickel als einem davon.
Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Person (Film, Frankfurt am Main) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Mann