mini|hochkant=2| Die 4-mal-100-Meter-Staffel der Frauen bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2001 wurde am 6. und 7. August 2001 im Commonwealth Stadium der kanadischen Stadt Edmonton ausgetragen.

Weltmeister wurde Deutschland in der Besetzung Melanie Paschke, Gabi Rockmeier, Birgit Rockmeier und Marion Wagner. Den zweiten Platz belegte Frankreich (Sylviane Félix, Frédérique Bangué, Muriel Hurtis, Odiah Sidibé). Bronze ging an Jamaika (Juliet Campbell (Finale), Merlene Frazer, Beverly McDonald und Astia Walker sowie der im Vorlauf außerdem eingesetzten Elva Goulbourne).

Auch die nur im Vorlauf für Jamaika eingesetzte Läuferin erhielt eine Bronzemedaille. Rekorde standen dagegen nur den tatsächlich laufenden Athletinnen zu.

Bestehende Rekorde Weltrekord 41,37 s (Silke Gladisch, Sabine Rieger,Ingrid Auerswald, Marlies Göhr) Canberra, Australien 6. Oktober 1985, sport-record.de (englisch), abgerufen am 22. Januar 2022 WM-Rekord 41,47 s (Chryste Gaines, Marion Jones,Inger Miller, Gail Devers) WM 1997 in Athen, Griechenland 9. August 1997 Der bestehende WM-Rekord wurde bei diesen Weltmeisterschaften nicht eingestellt und nicht verbessert.

Dreimal wurden Weltjahresbestleistungen aufgestellt und es gab zwei neue Landesrekorde: Weltjahresbestleistungen: 42,92 s – Deutschland (Melanie Paschke, Gabi Rockmeier, Birgit Rockmeier, Marion Wagner), 1. Vorlauf am 11. August 42,49 s – Frankreich (Sylviane Félix, Frédérique Bangué, Muriel Hurtis, Odiah Sidibé), 2. Vorlauf am 11. August 42,32 s – Deutschland (Melanie Paschke, Gabi Rockmeier, Birgit Rockmeier, Marion Wagner), Finale am 11. August Landesrekorde: 43,89 s – Sri Lanka (Susanthika Jayasinghe, Anoma Sooriyaarachchi, Nimmi De Zoysa, Damayanthi Dharsha), 1. Vorlauf am 11. August 44,19 s – Belgien (Nancy Callaerts, Katleen De Caluwé, Élodie Ouédraogo, Kim Gevaert), 2. Vorlauf am 11. August

Doping Der US-amerikanischen Staffel, die ursprünglich Platz eins belegt hatte, wurde die Goldmedaille aberkannt, da zwei ihrer Mitglieder gedopt waren. Marion Jones – Die vielfache Medaillengewinnerin, Weltmeisterin und Olympiasiegerin gestand 2007 bei einer gerichtlichen Befragung, dass sie die Dopingermittler 2003 belogen habe, als sie die Einnahme verbotener Mittel abstritt. Sie verlor ihre Medaillen unter anderem von diesen Weltmeisterschaften und beendete ihre Karriere.Marion Jones gesteht unter Tränen Doping, RP Online, 6. Oktober 2007 auf rp-online.de, abgerufen am 21. August 2020 Kelli White – Ihr wurde bei einem Dopingtest im Jahr 2004 die verbotene Substanz Modafinil nachgewiesen. Zahlreiche Resultate, darunter auch die Ergebnisse von diesen Weltmeisterschaften wurden annulliert. Darüber hinaus gab es eine zweijährige Sperre, beginnend am 18. Mai 2004.Kelli White verliert Medaillen, n-tv, 19. Mai 2004 auf n-tv.de, abgerufen am 21. August 2020 Leidtragende waren in erster Linie drei Staffeln Deutschland – erhielt die Goldmedaille erst mit mehrjähriger Verspätung Jamaika – erhielt die Bronzemedaille erst mit mehrjähriger Verspätung und konnte nicht an der Siegerehrung teilnehmen Sri Lanka – hätte über die Zeitregel am Finale teilnehmen können

Vorrunde Die Vorrunde wurde in zwei Läufen durchgeführt. Die ersten drei Staffeln pro Lauf – hellblau unterlegt – sowie die darüber hinaus zwei zeitschnellsten Teams – hellgrün unterlegt – qualifizierten sich für das Finale.

Vorlauf 1 11. August 2001, 14:35 Uhr PlatzStaffelBesetzungZeit (s) 1 Melanie PaschkeGabi RockmeierBirgit RockmeierMarion Wagner 42,92 2 Chioma AjunwaEndurance OjokoloMercy NkuMary Onyali 43,04 3 Astia WalkerMerlene FrazerBeverly McDonaldElva Goulbourne (Vorlauf) 43,09 4 Georgia KokloniEffrosini PatsouOlga KaidantziEkaterini Thanou 43,58 5 Susanthika JayasingheAnoma SooriyaarachchiNimmi De ZoysaDamayanthi Dharsha 43,89 eigentlich für das Finale qualifiziert 6 Marie GnahoréMakaridja SanganokoAmandine Allou AffouéLouise Ayétotché 44,05 7 Tara PerryErica WitterEsi BenyarkuMartha Adusei 44,11

Vorlauf 2 11. August 2001, 14:44 Uhr PlatzStaffelBesetzungZeit (s) 1 Sylviane FélixFrédérique BanguéMuriel HurtisOdiah Sidibé 42,49 2 Marcia RichardsonSarah WilhelmyVernicha JamesAbiodun Oyepitan 43,08 3 Natalja IgnatowaIrina ChabarowaMarina KislowaLarissa Kruglowa 43,28 4 Nancy CallaertsKatleen De CaluwéÉlodie OuédraogoKim Gevaert 44,19 5 Anna KazakovaGoʻzal XubbiyevaLjudmila DmitriadiLyubov Perepelova 45,99 DOP Angela Williams (Vorlauf)Chryste GainesInger MillerTorri Edwards (Vorlauf) für das Finale zugelassen

Finale 11. August 2001, 17:45 Uhr PlatzStaffelBesetzungZeit (s) 1 Melanie PaschkeGabi RockmeierBirgit RockmeierMarion Wagner 42,32 2 Sylviane FélixFrédérique BanguéMuriel HurtisOdiah Sidibé 42,39 3 Juliet Campbell (Finale)Merlene FrazerBeverly McDonaldAstia Walkerim Vorlauf außerdem:Elva Goulbourne 42,40 4 Chioma AjunwaEndurance OjokoloMercy NkuMary Onyali 42,52 5 Marcia RichardsonSarah WilhelmyVernicha JamesAbiodun Oyepitan 42,60 6 Georgia KokloniEffrosini PatsouOlga KaidantziEkaterini Thanou 43,25 7 Natalja IgnatowaIrina ChabarowaMarina KislowaLarissa Kruglowa 43,58 DOP Kelli White (Finale)Chryste GainesInger MillerMarion Jones (Finale)im Vorlauf außerdem:Angela WilliamsTorri Edwards

Weblinks 8th IAAF World Championships In Athletics (englisch), abgerufen am 12. August 2020 Women 4x100m Relay Athletics VIII World Championship 2001 Edmonton (CAN) auf todor66.com (englisch), abgerufen am 12. August 2020 Ergebnisse im Statistics Handbook der IAAF zur WM 2019 in Doha, Women 4x100m Relay, Edmonton 2001, S. 367f (PDF; 10,3 MB), englisch, abgerufen am 12. August 2020

Einzelnachweise und Anmerkungen

4 × 100 m der Frauen Kategorie:Leichtathletikwettbewerb in Edmonton Kategorie:Laufveranstaltung in Kanada