Der Iris-Preis (Iris Prize) ist ein internationaler Filmpreis, der seit 2007 jährlich im Oktober verliehen wird. Es werden Filme, die für, von oder im Interesse von schwulen, lesbischen, bi-, inter- und transsexuellen Menschen produziert wurden, auszeichnet. Von der BAFTA wird der Iris-Preis als A-Festival geführt.

Verleihung Der Preis wird an Filmschaffende aus der ganzen Welt verliehen. An den Gewinner des Hauptpreises werden 30.000 Pfund ausgeschüttet, das macht ihn zum höchstdotierten Preis für LGBTQ-Kurzfilme. Das Preisgeld wird zweckgebunden für die Produktion eines weiteren Films ausgezahlt. Die Verleihung findet im Rahmen eines 6-tägigen Festivals in Cardiff statt. Bewertet werden die Filme von einer internationalen Jury mit Personen aus Film und Fernsehen, sowie der Wirtschaft. Unter anderem saßen schon die US-amerikanische Filmregisseurin Cheryl Dunye, der schwedische Filmemacher Mikael Bundsen und britische Regisseur Jake Graf in der Jury.

Der Iris-Preis ist eng verbunden mit 25 weiteren Filmfestivals weltweit, jedes Partnerfestival wählt einen Film aus, der für den Iris-Preis nominiert wird. Partnerfestivals sind unter anderem das Outfest Los Angeles, das Sydney Film Festival, das Hamburg International Queer Film Festival und das London Lesbian and Gay Film Festival.

Kategorien Der Iris-Preis wird inzwischen in sechs Kategorien vergeben. Seit Bestehen wird der Hauptpreis und der Preis in der Kategorie Bester Britischer Kurzfilm vergeben. Die Gewinner des Hauptpreises (Iris Prize) sind dazu aufgerufen einen weiteren Film zu produzieren, dazu wird ihnen das Preisgeld zur Verfügung gestellt. Diese Filme werden von Iris produziert. Außerdem sitzt der Vorjahresgewinner in der Internationalen Jury.

Neben dem Hauptpreis wird in der Kategorie Bester Britischer Kurzfilm (Iris Prize Best British Short) der beste britische Kurzfilm prämiert, der preisgekrönte Film wird im Programm von Film4 ausgestrahlt, der Preisträger sitzt im nächsten Jahr in der Jury für die Kategorie Bester Britischer Kurzfilm.

Außerdem wird seit 2008 der Preis in den Kategorien Bester Spielfilm (Iris Prize Best Feature Award), seit 2011 der Preis in den Kategorien Bester männlicher Darsteller (Iris Prize Best Performance in a Male Role) und Beste weibliche Darstellerin (Iris Prize Best Performance in a Female Role) und seit 2013 ein Nachwuchspreis (Iris Prize Youth Jury Award for Best Short) vergeben.

Preisträger

Iris-Preis 2007 – Pariah von Dee Rees (USA) 2008 – Cowboy von Till Kleinert (Deutschland) 2009 – Steam von Eldar Rapaport (USA) 2010 – The Samaritan von Magnus Mork (Norwegen) 2011 – Ich möchte nicht allein zurückgehen (Eu Não Quero Voltar Sozinho) von Daniel Ribeiro (Brasilien) 2012 – The Wilding von Grant Scicluna (Australien) 2013 – Gorilla von Tim Marshall (Australien) 2014 – All God's Creatures von Brendan McDonall (Australien) 2015 – Vessels von Arkasha Stevenson (USA) 2016 – Balcony von Tovon Fell-Holden (Vereinigtes Königreich) 2017 – Mamma vet bäst von Mikael Bundsen (Schweden) 2018 – Three Centimetres von Lara Zeidan (Libanon/Vereinigtes Königreich) 2019 – Black Hat von Sarah Smith (Wales) 2020 – Short Calf Muscle von Victoria Warmerdam (Niederlande)

Bester Britischer Kurzfilm 2007 – Private Life von Abbe Robinson 2008 – James von Connor Clements 2009 – Diana von Aleem Khan 2010 – Mosa von Ana Moreno 2011 – The Red Bike von Andrew Steggall 2012 – A Stable for Disabled Horses von Fabio Youniss 2013 – My Mother von Jay Bedwani 2014 – Middle Man von Charlie Francis 2015 – Closets von Lloyd Eyre-Morgan 2016 – Balcony von Tovon Fell-Holden 2017 – We Love Moses von Dionne Edwards 2018 – BEYOND (There’s Always a Black Issue, Dear) von Claire Lawrie 2019 – My Brother is a Mermaid von Alfie Dale 2020 – Better von Michael J. Ferns

Bester Spielfilm 2008 – Dream Boy von James Bolton (USA) 2009 – Redwoods – Manche Liebe überdauert die Zeit (Redwoods) von David Lewis (USA) 2010 – Mein Freund aus Faro von Nana Neul (Deutschland) 2011 – August von Eldar Rapaport (USA) 2012 – The Sex of Angels (El sexo de los ángeles) von Xavier Villaverde (Spanien) 2013 – Cupcakes von Eytan Fox (Israel) 2014 – Boy Meets Girl von Eric Schaeffer (USA) 2015 – 4th Man Out von Andrew Nackman (USA) 2016 – Real Boy von Shaleece Haas (USA) 2017 – Prom King, 2010 von Christopher Schaap (USA) 2018 – 1985 von Yen Tan (USA) 2019 – Als wir tanzten (And Then We Danced) von Levan Akin (Schweden/Georgien) 2020 – Kokon von Leonie Krippendorff (Deutschland)

Bester männlicher Darsteller 2011 – Murray Bartlett in August 2012 – Ohad Knoller in Yossi 2013 – Ryan Steele in Five Dances 2014 – Michael Welch in Boy Meets Girl 2015 – Davide Capone in Dunkler als die tiefste Nacht 2016 – Thom Green in Downriver 2017 – Miles Szanto in Teenage Kicks 2018 – Félix Maritaud in Sauvage 2019 – Henry Golding in Monsoon 2020 – Leandro Faria Lelo in Dry Wind (Vento Seco)

Beste weibliche Darstellerin 2011 – Allison Lane in Going Down in LA-LA Land 2012 – Kristina Valada-Viars in Molly's Girl 2013 – Sabine Wolf in Zwei Mütter 2014 – Kate Trotter in Tru Love 2015 – Sigrid ten Napel in Zomer – Nichts wie raus! 2016 – Kerry Fox in Downriver 2017 – Fawzia Mirza in Signature Move 2018 – Jamie Chung in 1985 2019 – Linda Caridi in Mom + Mom (Mamma + Mamma) 2020 – Lena Urzendowsky in Kokon

Nachwuchspreis 2013 – Straight With You von Daan Bol (Niederlande) 2014 – Bombshell von Erin Sanger (USA) 2015 – Closets von Lloyd Eyre-Morgan (Vereinigtes Königreich) 2016 – Sign von Andrew Keenan-Bolger (USA) 2017 – Lily von Graham Cantwell (Irland) 2018 – Mrs McCutcheon von John Sheedy (Australien) 2019 – My Brother is a Mermaid von Alfie Dale 2020 – Wings von Jamie Weston (Vereinigtes Königreich)

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Einzelnachweise

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