mini|Melisa Erkurt 2021 Melisa Erkurt (* 19. Februar 1991 in Sarajevo, SFR Jugoslawien, heute Bosnien und Herzegowina)falter.at vom 6. April 2022: Melisa Erkurt Alles, was ich über Sarajevo weiß; abgerufen am 7. April 2022 ist eine österreichische Journalistin und Publizistin.

Leben Melisa Erkurt wurde als Kind bosnischer Eltern in Sarajevo geboren. Aufgrund des Bosnienkrieges floh ihre Mutter mit ihr, als sie noch ein Kleinkind war, nach Österreich. Sie besuchte ein Gymnasium in der Nähe von Wien. Nach ihren Worten verdankt sie dem Zufall, dass ihre Lehrerin sie „ans Gymnasium, nicht an die Sonderschule geschickt hat“. Sie studierte anschließend an der Universität Wien Deutsch, Psychologie und Philosophie. Ein Jahr lang war sie Deutschlehrerin an einem Wiener Gymnasium. In ihrer Ausbildung zur Lehrerin fühlte sie sich „darauf vorbereitet, Hülyas und Alis auszusortieren, um Annas und Pauls zu unterrichten.“Süddeutsche Zeitung vom 19. Jänner 2021: Die Hülyas und Alis sind keine Problemschüler; abgerufen am 20. Jänner 2021

Ihre journalistische Tätigkeit begann Erkurt bei der Zeitschrift biber, wo ihre 2016 erschienene Reportage Generation haram über die Verbotskultur muslimischer Jugendlicher für öffentliches Interesse sorgte und bei den Österreichischen Journalismustagen zur Story des Jahres gekürt wurde. 2017 erschien ihre Investigativreportage Süleymans Kinder über ein streng konservatives muslimisches Internat in Niederösterreich.derstandard.at vom 29. August 2018: Wie haben Sie verdeckt recherchiert, Frau Erkurt?; abgerufen am 18. August 2020 Ein Jahr lang unterrichtete Erkurt an einer AHS in Wien. Auf dieser Erfahrung basiert ihr 2020 erschienenes Buch Generation haram – Warum Schule lernen muss, allen eine Stimme zu geben. Danach war sie Redaktionsmitglied der ORF-Sendung Report.derstandard.at vom 3. Juli 2019: Journalistin Melisa Erkurt künftig beim ORF-"Report"; abgerufen am 18. August 2020

In der Wochenzeitung Falter schreibt sie wöchentlich die Kolumne Nachhilfe, vorwiegend über bildungspolitische Themen.falter.at: Melisa Erkurt; abgerufen am 18. August 2020 Für die taz schreibt sie die Kolumne Nachsitzen.taz.de: Melisa Erkurt; abgerufen am 18. August 2020 Für Ö1 betreibt sie den Podcast Sprechstunde. Anfang 2021 startete sie die_chefredaktion auf Instagram. Ebenso ist sie bei Twitter aktiv.

Preise und Auszeichnungen 2016: Österreichische Journalismustage – Story des Jahresjournalismustage.at: Gesucht: Die Storys des Jahres 2017; abgerufen am 3. Februar 2021 2018: Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis (Anerkennungspreis in der Kategorie Print); abgerufen am 18. August 2020 2018 und 2020: Österreichischer Journalist des Jahres in der Kategorie Aufgefallen 2020: Forbes 30 Under 30forbes.at: Melisa Erkurt; abgerufen am 3. Februar 2021 2021: Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch – Sonderpreis „Arbeitswelten-Bildungswelten“ für Generation haram. Warum Schule lernen muss, allen eine Stimme zu geben 2021: Auszeichnung als KommunikatorIn des Jahres 2020 des Public Relations Verband Austria (PRVA)

Werke Generation haram. Warum Schule lernen muss, allen eine Stimme zu geben. Zsolnay Verlag, Wien 2020, ISBN 978-3-552-07210-7.

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Einzelnachweise

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