Die Turn- und Sportgemeinde Öhringen 1848 e. V. ist ein deutscher Sportverein mit über 3300 Mitgliedern (Stand: 2025) und Sitz in der baden-württembergischen Stadt Öhringen im Hohenlohekreis.

Vorgängervereine Am 1. Mai 1838 wurde der Männerturnverein Öhringen (MTV Öhringen) gegründet. Im Jahr 1908 gründet sich dann noch der Hohenloher Sportverein Öhringen (HSV Öhringen), in welchem von Gründung an auch nebst einer Leichtathletik-, Wandern-, Schwimmen- eine Fußball-Abteilung beinhaltet war. Die Fußballer gründeten im Hohenloher Fußballklub bereits 1903 einen eigenständigen Verein, welcher jedoch nicht lange Bestand haben sollte. Nach einem nicht erfolgreichen Einstieg als eigenständige Abteilung beim MTV, kam es dann schließlich zur Gründung des HSV, bei welchem nun jedoch Fußball nicht die einzige Sportart mehr war. Über die sportlichen Erfolge der Fußballer ist überregional in dieser Zeit nichts überliefert. Ab Ausbruch des Ersten Weltkriegs kam der Spielbetrieb dann jedoch erst einmal komplett zum Erliegen.

Durch den Krieg geschwächt, schlossen sich am 15. März 1919 der MTV sowie der HSV dann schließlich zum Männer-Turn- und Sportverein Öhringen zusammen. Im Jahr 1924 kam dann auch noch eine Handball-Abteilung dazu. Im selben Jahr kam es bedingt durch die Reinliche Scheidung aber wieder zu einer Loslösung der Fußballer vom MTV. Bedingt durch die Nationalsozialisten kam es dann aber bereits am 16. September 1933 wieder zu einer Zusammenlegung beider Sportvereine. Zum 1. Januar 1934 entstand somit die Turn- und Sportgemeinde Öhringen 1848. Sportlich rangierten die Fußballer zu dieser Zeit in der Bezirksklasse.

Geschichte

Fußball

Gründung bis Zeit in der Landesliga Bedingt durch viele Vertriebene aus dem Ruhrgebiet, stieg die Anzahl der Einwohner von Öhringen während des Zweiten Weltkriegs stark an, womit auch die Stärke der TSG zunahm. Nach dem Ende des Krieges begann für die Fußball-Mannschaft am 9. Dezember 1945 die Saison 1945/46, nach der die Fußballer direkt in die drittklassige Bezirksklasse aufsteigen durften. Auch in der Folgesaison 1946/47 konnte sich die Mannschaft ohne Probleme behaupten, wobei der einzige wirkliche Konkurrent die Mannschaft aus Schwäbisch Hall war, gegen welche sich die TSG am Ende der Spielzeit aber auch schlussendlich durchsetzen konnte. Damit waren die Fußballer für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Diese beendete die Mannschaft dann auch erfolgreich und stieg neben dem 1. FC Normannia Gmünd in die zu dieser Zeit zweitklassige Landesliga Württemberg auf. Die erste Saison 1947/48 endete dann mit 24:20 Punkten auch gleich auf dem vierten Tabellenplatz. Nach der Saison 1948/49 stieg die Mannschaft mit 18:30 Punkten auf dem 11. Platz aber auch schon wieder ab und musste somit wieder in der Bezirksklasse Hohenlohe antreten. Zwar wurde der Verein direkt wieder Meister, jedoch scheiterte die TSG dann in der Aufstiegsrunde am VfL Sindelfingen, ein weiteres Relegationsspiel gegen die SG Untertürkheim konnte anschließend dann auch nicht gewonnen werden, womit die Mannschaft drittklassig blieb.

Pokalfinalist und Zeit in der 2. Amateurliga Zur Saison 1950/51 wurden die beiden Württembergischen Verbände zusammengeschlossen und es wurden die beiden Amateurligen eingeführt. Die TSG wurde hier in die 2. Amateurliga eingeordnet. In der gelang es dann bei der Erstaustragung des WFV-Pokal in der Spielzeit 1950/51 bis ins Finale vorzudringen. Dort unterlag die Mannschaft jedoch dem ESC Ulm mit 0:3. In den späteren 1950er Jahren wurden die Platzierungen auf der Tabelle dann immer niedriger und teilweise wurde der drohende Abstieg nur durch äußere Umstände noch abgewandt. Am Ende der Saison 1958/59 ging es dann mit einem Rückstand von sieben Punkten auf die Nichtabstiegsplätze nach unten in die A-Klasse Hohenlohe. Bereits zur nächsten Saison gelang dann mit 50:10 Punkten aber der sofortige Wiederaufstieg. Diesmal konnte sich die Mannschaft bis zum Ende der Saison 1965/66 in der Liga halten, mit den Jahren wurden hier auch wieder die Platzierungen schlechter und somit ging es wieder in die A-Klasse zurück. Zwar gelang hier erneut der direkte Wiederaufstieg, jedoch folgte darauf ebenfalls der direkte Wiederabstieg am Ende der Spielzeit 1967/68. Hiernach vergingen dann erst einmal ein paar Jahre in der A-Klasse, in welcher sich die Mannschaft aber unten den ersten fünf Mannschaften platzieren konnte. Diese Platzierung wurde von Saison zu Saison verbessert, womit am Ende der Spielzeit 1971/72 die Rückkehr in die 2. Amateurliga anstand, in der man sich bis zu deren Auflösung nach der Saison 1977/78 hielt.

Zur Spielzeit 1978/79 wurde die TSG bedingt durch die Platzierung in der Vorsaison in die Bezirksliga Hohenlohe eingruppiert. Nach zwischenzeitlichem Aufenthalt in der der Saison 1986/87 in der Kreisliga A, gelang zur Saison 1991/92 mit dem Aufstieg in die Landesliga Württemberg die Rückkehr in den überbezirklichen Spielbetrieb. Die folgenden Jahrzehnte pendelte das Team zwischen Landes- und Bezirksliga, in der Saison 2016/17 wurde man als Aufsteiger Landesligameister und spielte eine Saison in der Verbandsliga Württemberg. Seit dem direkten Wiederabstieg findet der Spielbetrieb erneut in der Landes- oder Bezirksliga statt.

Handball Die Handball-Abteilung existiert seit Gründung des Vereins, die Frauen-Mannschaft gelang in den 2000er Jahren der Aufstieg bis in die Württembergliga, die Herren-Mannschaft konnte zudem zweimal den Aufstieg in die Landesliga erreichen. Zum 1. März 2012 schloss sich die Abteilung mit der des benachbarten TSV Pfedelbach in einer Handballspielgemeinschaft zur HSG Hohenlohe zusammen.

Bekannte Persönlichkeiten

Willi Richt (Fußballtrainer; um 1947) Steffen Kocholl (Jugendfußballer; um 2000) Mert Sipahi (Fußballspieler; 1997–2007, 2018–2020) Laura Raquel Müller (Leichtathletin; seit 2012) Andrei Rafailowitsch Nagumanow (Fußballspieler; 2013, 2021–2023) Tobias Weis (Fußballtrainer; 2023–2026)

Weblinks Website des Vereins Website der Fußball-Abteilung Website der HSG Hohenlohe

Einzelnachweise

Ohringen, TSG Ohringen, TSG Ohringen, TSG Kategorie:Organisation (Öhringen) Kategorie:Vereinsgründung 1848 Kategorie:Sport (Öhringen)