Neidsmühle (oberfränkisch: NaidsmühlE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Thurnau im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Neidsmühle liegt in der Gemarkung Thurnau.

Geographie Die Einöde liegt am Aubach. Im Osten grenzt die bewaldete Anhöhe Schützenholz an, im Westen befindet sich die Höhe (). Dort steht die sogenannte Föhre auf der Höh, die als Naturdenkmal ausgezeichnet ist. Ein Anliegerweg führt nach Todtenhaus zur Staatsstraße 2689 (= Kulmbacher Straße).

Geschichte Der Ort wurde im Zinsbuch der Förtsch von Thurnau von 1526 als „Neidmuele“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Bedeutung des Ortsnamens ist ungeklärt. Möglicherweise wurde sie aufgrund einer rechtlichen Auseinandersetzung so benannt. Vergleichbare Namensbildungen sind bekannt (bspw. Rügland, Streitberg, Haderwald).E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 116.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Neidsmühle ein Anwesen. Das Hochgericht sowie die Grundherrschaft übte das Giech’sche Amt Thurnau aus.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 621.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Patrimonialgericht Thurnau. Mit dem Gemeindeedikt wurde Neidsmühle 1811 dem Steuerdistrikt Thurnau und 1818 der Munizipalgemeinde Thurnau zugewiesen.R. Barth. Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 774f.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 5 10 9 7 8 9 4 4 2 1HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 1 1 1 1 1 1Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Laurentius (Thurnau) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Thurnau Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1526