Das Landgericht Burgau war ein von 1808 bis 1879 bestehendes bayerisches Landgericht (älterer Ordnung) mit Sitz im schwäbischen Burgau. Vorläufer war ab 1804 das Landgericht Wettenhausen.
Geschichte Im Jahr 1804 wurde die bayerischen Landgerichte Wettenhausen und Ursberg und 1806 das Landgericht Günzburg errichtet. Nachdem 1806 auch die Markgrafschaft Burgau an Bayern gekommen war, wurde 1808 der Sitz des Landgerichts Wettenhausen nach Burgau verlegt. Das Landgericht Burgau gehörte zum Oberdonaukreis, das Landgericht Günzburg zum Illerkreis. Ab 1817 gehörten die Landgerichte zum Oberdonaukreis (ab 1838 Schwaben und Neuburg, später nur noch Schwaben). Das Bezirksamt Günzburg wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Burgau und Günzburg gebildet und übernahm die Verwaltungsaufgaben der Landgerichte. Die Landgerichte als Gerichtsbehörden blieben bis zur Einführung der Amtsgerichte durch das Gerichtsverfassungsgesetz 1879 bestehen.Königlich Allerhöchste Verordnung vom 2. April 1879, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend (GVBl. S. 388)
Der Landgerichtsbezirk Burgau umfasste die Gemeinden Burgau, Burtenbach, Deubach, Dürrlauingen, Ebersbach, Egenhofen, Eichenhofen, Ettenbeuren, Freihalden, Glöttweng, Goldbach, Großanhausen, Hafenhofen, Haldenwang, Hammerstetten, Jettingen, Kemnat, Kleinbeuren, Konzenberg, Landensberg, Limbach, Mindelaltheim, Mönstetten, Oberknöringen, Oberwaldbach, Ried, Röfingen, Roßhaupten, Scheppach, Schnuttenbach, Schönenberg, Unterknöringen, Unterrohr, Waldkirch und Wettenhausen.Landgericht Burgau. In: Königl. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Ackermann, München 1877, Sp. 1413–1416.
Einzelnachweise
Burgau Kategorie:Organisation (Burgau) Kategorie:Geschichte (Landkreis Günzburg) Kategorie:Verwaltungseinheitsgründung 1808 Kategorie:Aufgelöst 1879