Leimenhaus (oberfränkisch: Lamah-hausE. F. v. Guttenberg, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „lamāhaus“.) ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet des Marktes Thurnau im oberfränkischen Landkreis Kulmbach in Bayern.

Geographie Die ehemalige Einöde lag 200 Meter südlich von Hutschdorf auf einer Höhe von . Im Süden grenzte eine bewaldete Anhöhe an.Ausgründung Haus Nr. 41 (=Leimenhaus) im BayernAtlas (Bayerische Uraufnahme)

Geschichte Leimenhaus war eine Ausgründung, die vom Hofbesitzer des Hauses Nr. 41 (= Halbhof in Fahrenbühl) erfolgte. Das Anwesen wurde in einer Beschreibung der Giech’schen Herrschaft Thurnau von 1799 erstmals erwähnt, jedoch ohne den späteren Namen.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 95. 1867 wurde das Anwesen erstmals als „Leimenhaus“ bezeichnet. Das Toponym bezeichnet ein aus Lehm gebautes Haus. Ab 1907 wurde Leimenhaus als „Trinkerheilstätte Immanuel“ genutzt. Zum Anwesen gehörten 2,5 Hektar Grund, es gab ursprünglich 16 Therapieplätze.Hans Laehr: Die Anstalten für Psychisch-Kranke: In Deutschland, Österreich, der Schweiz, S. 88 (Digitalisat). 1932 wurde die Anstalt aufgelöst und das ursprüngliche Anwesen abgerissen. Auf seinem Grund entstand eine neue Anstalt, die 1940/41 für die sogenannte Kinderlandverschickung genutzt wurde, danach als Lungenheilstätte und seit 1961 als Fachklinik für suchtkranke Frauen (→ Fachklinik Haus Immanuel).

Einwohnerentwicklung Jahr 1861 1871 1885 1900 1925 Einwohner 12 8 7 5 27HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1925 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 1 1Quelle

Religion Der Ort war evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Hutschdorf) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Thurnau) Kategorie:Wüstung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1799 Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert