mini|St. Joseph Die römisch-katholische denkmalgeschützte Kirche St. Joseph steht in Henneckenrode, einem Ortsteil der Gemeinde Holle im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen. Die Kirchengemeinde gehört zur Pfarrkirche St. Hubertus (Wohldenberg) im Stiftsdekanat Alfeld-Detfurth des Bistums Hildesheim.
Geschichte Für Henneckenrode wird erstmals 1311 ein Pfarrer, „Henricus sacerdos et plebanus in Enekenrode“, erwähnt.Heinrich Siebern, D. Kayser (Bearbeiter): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. II. Regierungsbezirk Hildesheim. 3. Der Kreis Marienburg. Hannover 1910, S. 79. Nachdem die katholische Linie der von Salder mit dem Gut Henneckenrode belehnt wurde, ließ Burchard von Saldern (1568–1635) 1597 die heutige Kirche als Kapelle des Schlosses erbauen. 1861 bekam die Kirche ihren Turm, der ursprünglich ein Chorturm war. Zuvor war die Ostwand der Kirche ein verzierter Steingiebel.
Nach der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils weihte Bischof Heinrich Maria Janssen am 6. Januar 1977, dem Fest der Erscheinung des Herrn, einen neuen Altar. Seit dem 1. August 2004 gehört die Kirche zur Pfarrei „St. Hubertus Wohldenberg“, die Pfarrei „St. Josef“ in Henneckenrode wurde in diesem Zusammenhang aufgehoben.
Beschreibung Die schlichte Saalkirche bildet einen Teil des Gebäudekomplexes, das den Schlosshof umgibt. Sie schließ sich an die Ostseite der Scheune an.
Das Kirchenschiff wird durch je acht in die Längsseiten eingebaute, paarig angeordnete schmale Rundbogenfenster belichtet. Der neuromanische Kirchturm im Osten hat Biforien als Klangarkaden. Über dem Portal aus Bossenquadern befindet sich ein Wappenstein mit der Jahresangabe 1597 und der Inschrift „Burchardt von Saldern Hinrichs seligen son fundator hujus ecclesiae“. Sie erinnert an Burchardt von Saldern, den Sohn von Hinrich von Saldern und Gründer der Kirche.
Der Flügelaltar stammt aus der Kirche in Volkersheim, entstanden um 1525/1530. Im Schrein ist ein Marienbildnis im Rosenkranz dargestellt, auf den die Hände und Füße des Gekreuzigten sowie zwei kleine Engel geheftet sind. Seitlich stehen die Heiligen Georg und Pankratius (nach anderer Quelle der Evangelist Johannes)Heinrich Siebern, D. Kayser (Bearbeiter): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. II. Regierungsbezirk Hildesheim. 3. Der Kreis Marienburg. Hannover 1910, Abb. 29., in den Flügeln links Katharina und Anna selbdritt, rechts Maria Magdalena und Papst Urban I. Die Wandmalereien zeigen Überreste einer Marienkrönung und Georg den Drachentöter. Das verzierte, auf drei Löwenfiguren stehende Taufbecken ist aus der Erbauungszeit.
Literatur Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bremen, Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, München 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 688. Heinrich Siebern, D. Kayser (Bearbeiter): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. II. Regierungsbezirk Hildesheim. 3. Der Kreis Marienburg. Hannover 1910, S. 78–84.
Weblinks
St. Josef in Henneckenrode auf Pfarrgemeinde St. Hubertus Wohldenberg
Einzelnachweise
Henneckenrode Henneckenrode Henneckenrode Kategorie:Bauwerk in Holle Henneckenrode Kategorie:Erbaut in den 1590er Jahren Kategorie:Baudenkmal in Holle Henneckenrode