Die Bahnstrecke Dombóvár–Bátaszék, auch bezeichnet als Donau-Drau-Bahn, ist eine eingleisige Nebenbahn der MÁV in den Komitaten Tolna und Baranya in Südtransdanubien.
Verlauf Die Strecke verläuft in südöstlicher Richtung von Dombóvár über Bonyhád nach Bátaszék und überquert dabei mehrmals die Grenze zwischen den Komitaten Tolna und Baranya. Insbesondere in den Abschnitten um Szalatnak und Mőcsény ist die Streckenführung aufgrund der topografischen Bedingungen bogenreich.
Geschichte Die Strecke wurde 1873 gebaut und am 20. Juli 1873 durch die Bátaszék-Dombovár-Zákányer Eisenbahn (spätere Donau-Drau-Bahn bzw. ungarisch Duna-drávai vasút, DDV) als Fortsetzung der Strecke von Zákány dem Verkehr übergeben.
Zwischen Cikó und Bátaszék verlief die Strecke zu dieser Zeit in zwei großen Bögen in Richtung Szálka und Zsibrik um den Mőcsény-Hügel. 1911 wurde die Strecke in diesem Abschnitt neu trassiert und ein 607 Meter langer Tunnel eingeweiht, welcher heute der drittlängste Eisenbahntunnel Ungarns ist. Auf der alten Trasse sind noch mehrere Eisenbahnüberführungen über Wege und Bäche erhalten. Die Legende, italienische Kriegsgefangene hätten den neuen Streckenabschnitt gebaut, gilt als widerlegt, da er bereits vor dem Ersten Weltkrieg in Betrieb genommen wurde und sich zu dieser Zeit nur wenige Kriegsgefangene im Land befanden.
Bis zur Festlegung der neuen Staatsgrenzen im Vertrag von Trianon im Jahre 1920 war die Strecke von großer Bedeutung für den Verkehr nach Szeged und Oradea. Seit dieser Zeit und dem Niedergang des Bergbaus wandelte sie sich in eine Nebenstrecke.
Betrieb Im Fahrplanjahr 2021 verkehrten täglich vier Zugpaare von Personenzügen mit Triebwagen vom Typ Bzmot auf der Strecke, an bestimmten Wochentagen verkehren noch ein bis zwei Züge mehr.
Weblinks
Bilder der Betriebsstellen auf Vasutallomasok.hu
Einzelnachweise
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