Hutweide (oberfränkisch: Hudd-wahE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „huddwā“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Thurnau im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Hutweide liegt in der Gemarkung Hutschdorf.

Geographie Die Einöde liegt am Stegersgraben, einem linken Zufluss des Aubachs, und ist von Acker- und Grünland umgeben. Im Nordosten heißt die Flur Gesteinich. Hutweide liegt etwas abseits einer Gemeindeverbindungsstraße, die nach Hutschdorf (0,6 km nordwestlich) bzw. nach Fahrenbühl führt (0,2 km südöstlich).

Geschichte Die Sölde wurde 1578 in einem Urbar des Klosters Langheim erstmals urkundlich erwähnt und wurde offenbar bei einer Hutweide gegründet, woher sie ihren Namen hat.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 69.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hutweide aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Die Grundherrschaft über die Sölde hatte der bambergische Langheimer Amtshof inne.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 605.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Hutweide 1811 dem Steuerdistrikt Hutschdorf und 1812 der Ruralgemeinde Hutschdorf zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 755f. Am 1. Januar 1972 wurde Hutweide im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Thurnau eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 6 7 8 8 6 5 7 5 5 8HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 2 1 1 1 1 2Quelle

Religion Hutweide ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Hutschdorf) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Thurnau Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1578