Hohezorn (oberfränkisch: Hohe-dsoanE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hohedsoʳn“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Thurnau im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Hohezorn liegt in der Gemarkung Berndorf.
Geographie Westlich der Einöde befindet sich Acker- und Grünland, an das sich die bewaldeten Erhebungen Klinge und Reitersberg anschließen. Unmittelbar südlich verläuft die Bundesautobahn 70. Ein Anliegerweg führt direkt zur Kreisstraße KU 8, die unmittelbar nordöstlich nach Thurnau zur Staatsstraße 2689 bzw. südwestlich nach Berndorf verläuft.
Geschichte Der Ort wurde 1526 als „Hoenzorn“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Grundwort ist wahrscheinlich zorn (ahd. für Rasen, Rodeland), die Bedeutung des Bestimmungswortes in ungeklärt. 1684 wurde der Ort „Hohenzorn“ genannt, das Bestimmungswort wurde also als Richtungsangabe gedeutet.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 64.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hohezorn aus einem Anwesen. Das Hochgericht sowie die Grundherrschaft über das Häuslein hatte das Giech’sche Amt Thurnau.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 604.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Patrimonialgericht Thurnau. Mit dem Gemeindeedikt wurde Hohezorn 1811 dem Steuerdistrikt Limmersdorf und 1818 der Ruralgemeinde Berndorf zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 748f. Am 1. Januar 1972 wurde Hohezorn im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Thurnau eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 9 6 7 6 8 12 6 5 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 1 1 1 1 1 1Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach Friedenskirche (Berndorf) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Thurnau Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1526