Reuthof (oberfränkisch: Raidles-huhfE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „raidleshūf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Thurnau im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Reuthof liegt in der Gemarkung Limmersdorf I.
Geographie Die Einöde ist von Acker- und Grünland umgeben. Ein Anliegerweg führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,2 km nördlich), die nach Limmersdorf zur Kreisstraße KU 17 (0,6 km östlich) bzw. zur Kreisstraße KU 7 verläuft (0,5 km nordwestlich). Die KU 7 führt etwas weiter nördlich zur Anschlussstelle 22 der A 70.
Geschichte Der Ort wurde 1417 als „Rewthof“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet der auf einer Rodung stehende Hof.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 140.
Reuthof gehörte zur Realgemeinde Limmersdorf. Der Ganzhof hatte die Pfarrei Thurnau als Grundherrn. Die Verwaltung erfolgte durch das Giech’sche Amt Thurnau.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 633. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Bayreuth erhielt Reuthof bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 55 des Ortes Limmersdorf.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Patrimonialgericht Thurnau. Mit dem Gemeindeedikt wurde Reuthof 1812 dem Steuerdistrikt Limmersdorf und 1818 der Ruralgemeinde Limmersdorf zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 762. Am 1. Mai 1978 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Thurnau eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 6 6 12 7 6 12 10 0 3HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 2 1 1 1 1Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Limmersdorf) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Thurnau Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1417