mini|Der Pharynx (Schlund) im Inneren der Mücke dient in Verbindung mit den Mundwerkzeugen zum Aufsaugen der Nahrung und ist bei Phlebotomus mascittii spezifisch aufgebaut. Phlebotomus mascittii ist eine Art aus der Unterfamilie der Sandmücken (Phlebotominae), die zu den Schmetterlingsmücken (Psychodidae) zählen. Die blutsaugenden Mücken stehen im Verdacht, Überträger von Krankheiten wie Leishmaniose zu sein.
Merkmale Die Individuen sind etwa 3 mm groß. Mit ihren breiten Mundwerkzeugen können sie die Haut von Säugetieren aufritzen und dann das aus der Wunde fließende Gemisch aus Blut und Lymphe aufsaugen. Die Art steht im Verdacht, Vektor (Überträger) für Leishmanien zu sein.
Verbreitung Sie kommt hauptsächlich im Mittelmeerraum vor, ihr Verbreitungsgebiet umfasst Teile des südlichen Europas und des Nahen Ostens sowie Nordafrika. Durch den Klimawandel bedingt, dringt sie auch in weiter nördlich gelegene Länder Europas vor, darunter Ungarn, die Slowakei, Slowenien, Österreich, Deutschland, Belgien und Luxemburg. Der Nachweis in Südwestdeutschland erfolgte 1999.
Einzelnachweise Vit Dvorak, Kristyna Hlavackova, Alica Kocisova & Petr Volf: First record of Phlebotomus (Transphlebotomus) mascittii in Slovakia. Parasite, 2016, 23, 48, 2016 (PDF) https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/phlebotomus-mascittii-current-known-distribution-may-2020 Andreas Frey: Sandmücken in Deutschland: Plagegeister auf dem Vormarsch. Spektrum.de vom 5. August 2020, abgerufen am 11. August 2020
Literatur Thomas Schnieder (Hrsg.): Veterinärmedizinische Parasitologie. 6. Auflage, Parey, Stuttgart 2006, S. 55, ISBN 3-8304-4135-5
Weblinks Phlebotomus mascittii bei Fauna Europaea, Museum für Naturkunde Berlin, 2014, abgerufen am 11. August 2020 Sandmücken in Deutschland: Plagegeister auf dem Vormarsch. Spektrum.de vom 5. August 2020, abgerufen am 11. August 2020
Kategorie:Schmetterlingsmücken