mini|St. Martin in Witterda mini|Innenansicht Die römisch-katholische, denkmalgeschützte Filialkirche St. Martin steht in Witterda im thüringischen Landkreis Sömmerda. Sie ist Filialkirche der Pfarrei St. Josef Erfurt im Dekanat Erfurt des Bistums Erfurt. Sie trägt das Patrozinium des heiligen Martin von Tours.

Beschreibung mini|hochkant|links|Altarbild Hl. Martin mini|Deckengemälde Die Saalkirche von 1553 hat einen Chor mit einem polygonalen Abschluss und einem eingezogenen Kirchturm im Westen, der von der Vorgängerkirche stammt. An der Südseite ist die Sakristei angebaut. 1710 erfolgten wesentliche Umbauten. Es wurden segmentbogige Fenster im Langhaus eingebaut, darunter jeweils ein liegendes rechteckiges Fenster. An der Nordseite befindet sich ein profiliertes und geohrtes Portal mit dem Wappen des Mainzer Erzbischofs. Darüber steht in einer Wandnische eine Steinskulptur des heiligen Martin zu Pferde aus dem 18. Jahrhundert. Der Turm hat im obersten steinernen Geschoss Biforien mit Vorhangbögen. Im darüber liegenden oktogonalen Geschoss liegt hinter den Klangarkaden die Glockenstube, in deren Glockenstuhl eine um 1300 gegossene Glocke hängt.

Der Innenraum hatte ursprünglich dreiseitige, zweigeschossige Emporen, von denen nur noch die westliche Orgelempore erhalten ist. Zwischen den ehemaligen Flachdecken der seitlichen Emporen befindet sich eine verputzte und bemalte hölzerne Tonnendecke. Der Hochaltar aus dem 18. Jahrhundert hat von Fruchtranken verzierte Säulen, im Altarretabel sind der heilige Martin und die Trinität dargestellt. Der Beichtstuhl aus dem 18. Jahrhundert stammt aus der Erfurter Wigbertikirche. An ihm befindet sich eine um 1500 entstandene Schnitzfigur der Anna selbdritt. Vom Anfang des 16. Jahrhunderts stammen eine Pietà und lebensgroße Figuren der Maria und des Johannes, die ursprünglich zu einer Kreuzigungsgruppe gehörten.

Orgel mini|Hesse-Orgel Die Orgel mit 29 Registern, verteilt auf zwei Manuale und ein Pedal, wurde 1846 von Johann Michael Hesse II. gebaut. Die Register- und Tontraktur ist mechanisch. 1985 erfolgte eine erste Restaurierung durch Norbert Sperschneider.Information zur Orgel 2013 wurde die Orgel erneut umfangreich Restauriert durch Orgelbau Kutter. Die Disposition lautet wie folgt:

I Hauptwerk C–f3 Contra Principal 16′ Principal 8′ Principal secundo 8′ Hohlflöte 8′ Bourdun 8′ Viola da Gamba 8′ Gemshorn 8′ SchweizerflöteGamben Schwebung 8′ Oktave 4′ Oktave 2′ Mixtur IV Cornett V II Oberwerk C–f3 Quintadena 16′ Geigenprincipal 8′ Fugara 8′ Lieblich Gedackt 8′ Flauto traverso 8′ Flauto piano 8′ Principal 4′ FugaraFlöte 4′ Oktave 2′ Sesquialtera II Mixtur III Tremulant Pedalwerk C–d1 Principalbaß 16′ Violonbaß 16′ Subbaß 16′ Oktavbaß 8′ Flöte 4′ Posaune 16′

Koppeln: II/I, I/P

Anmerkungen

Literatur

Weblinks

St. Martin auf der Webpräsenz der Pfarrei St. Josef Erfurt

Einzelnachweise

Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Sömmerda Martin Kategorie:Martin-von-Tours-Kirche (Patrozinium) Kategorie:Filialkirche des Bistums Erfurt Kategorie:Saalkirche in Thüringen Kategorie:Bauwerk aus Stein Kategorie:Erbaut im 16. Jahrhundert Kategorie:Barockisierte Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Thüringen Kategorie:Disposition einer Orgel Kategorie:Kirchengebäude in Europa