Höfstätten (oberfränkisch: Heff-schdeddnE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „heffschdéddn“.) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Höfstätten liegt in der Gemarkung Höferänger.

Geografie Der Weiler ist von Acker- und Grünland umgeben. Im Ort und 0,2 km nordöstlich gibt es jeweils einen Baum, der als Naturdenkmal ausgezeichnet ist. Im Westen schließt sich die bewaldete Anhöhe Patersberg () an. Südlich des Ortes fließt der Heinzelbach, ein rechter Zufluss der Dobrach. Dort befinden sich das Geotop Felshang und eine sogenannte Schwedenschanze. Die Kreisstraße KU 3 führt nach Veitlahm (1,3 km südwestlich) bzw. nach Niederndobrach (1,4 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Altenreuth (0,5 km nördlich).

Geschichte Der Ort wurde 1390 als „Hoeffsteten“ im Urbar des Klosters Langheim erstmals urkundlich erwähnt.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 162.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Höfstätten 8 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Kulmbach. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (1 Gut), das Klosteramt Kulmbach (1 Hof), die Verwaltung Burghaig (1 Gut), die Kirche St. Peter in Kulmbach (1 Gütlein) und der bambergische Langheimer Amtshof (4 Güter).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 603.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Höfstätten dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Oberdornlach und der 1812 gebildeten Ruralgemeinde Oberdornlach zugewiesen. Infolge des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Unterdornlach umgemeindet, die 1955 in Höferänger umbenannt wurde.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 755. Am 1. Januar 1974 wurde Höfstätten im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingegliedert.

Baudenkmäler Haus Nr. 5: Wohnstallhaus Haus Nr. 7: Bauerngehöft. Im Hof Kastenbau, mit zwei zu drei Obergeschossfenstern, um 1800. Erdgeschoss Sandstein, Obergeschoss schlichtes Riegelfachwerk.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Kulmbach, S. 59. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ehemaliges Wohnstallhaus

Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 55 44 55 53 62 54 52 58 36 44 34HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 8 8 8 7 7 7 8Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 725.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Veit (Veitlahm) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Kulmbach) Kategorie:Ersterwähnung 1390