Der Grauameisenschlüpfer (Myrmotherula menetriesii)H. Barthel, Ch. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Deutsche Namen der Vögel der Erde Vogelwarte Bd. 58, S. 1–214, 2020 oder auch Blassgraue Ameisenschlüpfer zählt innerhalb der Familie der Ameisenvögel (Thamnophilidae) zur Gattung Myrmotherula.
Die Art kommt in Bolivien, Brasilien, Ecuador, Französisch-Guayana, Guyana, Kolumbien, Peru, Suriname und Venezuela vor.
Das Verbreitungsgebiet umfasst Terra Firme, Übergangszonen sowie immergrüne Wälder bis 500, mitunter bis 1000 m Höhe.M. McMullan: Field Guide to the Birds of Colombia Rey Naranjo Editores, 2018, ISBN 978-958-8969-77-0K. Zimmer und M.L. Isler: Gray Antwren (Myrmotherula menetriesii), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Gray Antwren
Der e Artzusatz bezieht sich auf Édouard Ménétries.J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991, ISBN 0-19-854634-3.
Merkmale mini|links|Grauameisenschlüpfer Der Vogel ist 9 bis 10 cm groß und wiegt zwischen 8 und 9 g. Das Männchen ist bläulich grau mit blasserer Unterseite, relativ langem Schwanz mit weißen Spitzen und blasser Kehle. Die Flügeldecken haben weiße Spitzen und schwarze Bänderung. Das Weibchen hat keine Markierungen auf den Flügeln, ist blass gelbbraun gefiedert auf Brust und Unterseite. Jungvögel ähneln dem Weibchen, sind aber insgesamt dunkler.
Geografische Variation mini|Verbreitungsgebiet des Grauameisenschlüpfers (grün) Es werden folgende Unterarten anerkannt:Antbirds M. m. pallida & , 1902 – Ostkolumbien und Südwestvenezuela bis Nordostperu und Nordwestbrasilien M. m. cinereiventris & , 1868 – Ostvenezuela, Guyana und Nordostbrasilien nördlich des Amazonas M. m. menetriesii (, 1837), Nominatform – Ostperu, Nordwestbolivien und Südwestbrasilien M. m. berlepschi , 1903 – Amazonasbecken Brasiliens und Nordbolivien M. m. omissa , 1927 – Nordostbrasilien südlich des Amazonas
Stimme Der Gesang besteht aus auffälligen 10 bis 15 dünnen Tönen, ansteigend und schneller werdend.
Lebensweise Die Nahrung besteht aus verschiedenen Insekten, Heuschrecken, Käfern und Spinnen, die in Paaren, allein oder in Familiengruppen, auch zusammen mit gemischten Jagdgemeinschaften, höher im Bewuchs als andere ähnliche Ameisenschlüpfer, meist 6 bis 20 m über dem Erdboden gejagt werden.
Die Brutzeit liegt in Kolumbien und Venezuela im Februar.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).Redlist Abgerufen am .
Weblinks
Xeno-canto Peruaves Oiseaux.net Birds of the World (Videos, Fotos und Tonaufnahmen) Nadja Podbregar: Klimawandel lässt Amazonas-Vögel schrumpfen, auf: scinexx vom 11. November 2021
Einzelnachweise
Kategorie:Ameisenvögel