Esbach (oberfränkisch: EschboochE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 199. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „eschbōch“.) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Esbach liegt in der Gemarkung Lösau.
Geografie Bei dem Weiler entspringt ein namenloser rechter Zufluss des Leßbachs, der links in die Rodach fließt. Der Ort ist überwiegend von Acker- und Grünland umgeben, im Nordosten wird die Flur Leimen genannt, im Osten Leite. 1 km südwestlich erhebt sich der Stennesberg (). Dort befindet sich ein Baum, der als Naturdenkmal ausgezeichnet ist. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Lösau zur Bundesstraße 85 (1,6 km südlich) bzw. nach Gössersdorf zur Kreisstraße KC 6 (0,8 km nördlich), eine weitere führt nach Kirchleus zur B 85 (1,8 km südwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1398 als „Espech“ im Landbuch der Herrschaft Plassenberg erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprüngliche Flurname bezeichnet eine mit Espen bewachsene Gegend (Espe + angehängtes Kollektivsuffix ech). Der Ort unterstand zu dieser Zeit der Burggrafschaft Nürnberg. 1495 wurden für „Espach“ 5 Haushalte verzeichnet, die dem Markgraftum Brandenburg-Kulmbach, den Rechtsnachfolgern der Nürnberger Burggrafen, unterstanden.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 33.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Esbach 5 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über die 5 Höflein hatte das Kastenamt Kulmbach.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 591.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Esbach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Kirchleus und der 1812 gebildeten Ruralgemeinde Kirchleus zugewiesen. Infolge des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Lösau umgemeindet.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 763. Am 1. Januar 1976 wurde Esbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingegliedert.
Baudenkmal Haus Nr. 3: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 43 56 43 49 32 37 36 29 22 23HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 6 7 7 6 6 4 5Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Maria Magdalena (Kirchleus) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Kulmbach) Kategorie:Ersterwähnung 1398