Einsiedel (oberfränkisch: AhnsiedlE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 199. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „āⁿsīdl“.) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Einsiedel liegt in der Gemarkung Lösau.
Geografie Die Einöde liegt am Fuße des Ebenbergs (, 1,4 km südöstlich), der sich im Ziegelhüttener Forst erhebt. Im Osten bildet ein namenloser rechter Zufluss der Lösau einen Einschnitt im Gelände. Dieser wird Einsiedelgrund genannt. Ein Anliegerweg führt nach Lösau zur Bundesstraße 85 (0,7 km nordöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1531 als „Ainsidel“ erstmals urkundlich erwähnt. Mit dem Ortsnamen wurde eine Einödsiedlung bezeichnet.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 32f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Einsiedel ein Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Die Grundherrschaft über das Söldengütlein hatte das Kastenamt Kulmbach.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 591.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Einsiedel dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Kirchleus und der 1812 gebildeten Ruralgemeinde Kirchleus zugewiesen. Infolge des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Lösau umgemeindet.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 763. Am 1. Januar 1976 wurde Einsiedel im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 6 5 8 6 8 6 4 2 0HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 1 1 1 1 1 Quelle Dort bei Leesau aufgeführt.
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Maria Magdalena (Kirchleus) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Kulmbach) Kategorie:Ersterwähnung 1531