Die luxemburgische Fußballnationalmannschaft () wurde im Jahre 1908 gegründet und trat 1910 dem Weltfußballverband FIFA bei. Die Mannschaft wird von der Fédération Luxembourgeoise du Football (FLF) organisiert und seit August 2025 von Jeff Strasser trainiert. In der FIFA-Weltrangliste belegt die Mannschaft aktuell den 98. Platz (Stand: 20. Juli 2026).

In Luxemburg ist Fußball die beliebteste Sportart. Die bekanntesten ehemaligen Spieler der luxemburgischen Nationalmannschaft sind Vic Nurenberg, Nico Braun, Louis Pilot, François Konter, Armin Krings, Guy Hellers, Jeff Strasser und Jeff Saibene. Luxemburg konnte sich bisher noch nie für eine Europa- oder Weltmeisterschaft qualifizieren.

Geschichte Bis 2010 Bei der Qualifikation zur Europameisterschaft 1964 scheiterte Luxemburg knapp an dem Einzug ins Halbfinale. Nachdem man die Niederlande besiegt hatte, traf man im Viertelfinale auf Dänemark. Die ersten zwei Spiele endeten unentschieden. Erst im dritten Spiel konnte sich Dänemark mit einem 1:0-Sieg durchsetzen. Bei der Qualifikation zur Europameisterschaft 2004 gelang der Nationalmannschaft kein Sieg und kein einziges Tor. Auch bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2006 blieb Luxemburg trotz fünf erzielter Tore punktlos. Tiefpunkte in der Geschichte waren die Jahre 1980 bis 1985, in denen die Auswahl des Landes 35 Niederlagen hintereinander einstecken musste, sowie der 13. Oktober 2004. An diesem Tag verlor Luxemburg im Rahmen der WM-Qualifikation 2006 das Heimspiel gegen Liechtenstein 0:4. Dafür durften schon knappe Niederlagen gegen große Fußballnationen wie Siege gefeiert werden. Zum Beispiel verlor die Mannschaft 1990 gegen Deutschland in der EM-Qualifikation nur knapp mit 2:3, nachdem Luxemburg schon 0:3 zurück lang, und in der Qualifikation zur EM 2008 unterlag man der Niederlande zwei Mal mit nur 0:1. Tschechien, das im Jahr darauf nur knapp durch ein Golden Goal im Finale der Europameisterschaften unterlegen war, wurde 1995 mit 1:0 durch ein Tor von Guy Hellers bezwungen.

Am 13. Oktober 2007 glückte der Mannschaft in Homel beim 1:0-Sieg gegen Belarus nach mehr als zwölf Jahren wieder ein Sieg in einem EM-Qualifikationsspiel (zuletzt am 6. September 1995 gegen Malta). Das Tor erzielte Fons Leweck in der vierten Minute der Nachspielzeit., Luxemburger Wort (Onlineversion) vom 13. Oktober 2007. Eine Sensation gelang der luxemburgischen Nationalmannschaft mit dem 2:1-Sieg am 10. September 2008 im WM-Qualifikationsspiel in Zürich gegen die hochfavorisierte Schweizer Nationalmannschaft.

Seit 2010: Gegenwart Im August 2010 übernahm Luc Holtz den Posten des Nationaltrainers. Am 4. Juni 2014 ist der Nationalmannschaft eine weitere Überraschung gelungen als sie in einem Testspiel in Perugia gegen Italien ein 1:1 erringen konnten.

In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien traf Luxemburg auf Aserbaidschan, Israel, Nordirland, Portugal und Russland. Gegen Nordirland hatte Luxemburg zuvor noch nie gespielt. Außer einem Sieg am 8. Oktober 1961 gegen Portugal in der Qualifikation zur WM 1962 hatte Luxemburg noch kein Spiel gegen eine dieser Mannschaften gewinnen können. Durch zwei Unentschieden gegen Aserbaidschan sowie einen Sieg und ein Unentschieden gegen Nordirland konnte Luxemburg mit 6 Punkten das beste Ergebnis in einer WM-Qualifikation seit Einführung der Drei-Punkte-Regel erzielen. Für einen Einzug in die WM-Endrunde oder die Playoffs reichte es dennoch nicht. In der Qualifikation zur EM-Endrunde 2016 in Frankreich traf Luxemburg auf Belarus, Mazedonien, Spanien, auf die Ukraine und auf die Slowakei. Mit einem Sieg und einem Unentschieden konnte man vier Punkte erringen und belegte punktgleich mit Mazedonien den vorletzten Tabellenplatz.

In der Vorausscheidung zur WM 2018 in Russland traf Luxemburg auf Bulgarien, Schweden, Belarus, auf die Niederlande und auf Vize-Europameister Frankreich und wurde mit sechs Punkten (ein Sieg gegen Belarus und drei Unentschieden, darunter ein 0:0 im Auswärtsspiel gegen Frankreich) Vorletzter der Gruppe. Die Fußballnationalmannschaft kletterte in der FIFA-Weltrangliste in die Top 100 (auf den 84. Platz) und erreichte damit ihre bisher beste Weltranglistenplatzierung.

In der neu gegründeten UEFA Nations League 2018/19 konnte man in der Liga D – Gruppe 2 zum Auftakt zwei Siege gegen Moldau (4:0) und San Marino (3:0) feiern. Am Ende reichte es trotzdem nur zu Platz 2 in der Gruppe hinter Belarus.

In der Qualifikation für die 2020 geplante, jedoch erst 2021 ausgetragene Europameisterschaft traf Luxemburg auf Litauen, auf die Ukraine, Serbien und Portugal. Mit einem Sieg (2:1 zum Auftakt gegen Litauen) wurde der vierte und vorletzte Platz belegt. In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar ging es erneut gegen die Portugiesen, zudem gegen Irland, Aserbaidschan und abermals auf die Serben. Mit drei Siegen (darunter ein 1:0-Auswärtssieg gegen die Iren zum Auftakt der WM-Qualifikation) erreichte Luxemburg neun Punkte und belegte somit den vorletzten Tabellenplatz.

Der Aufschwung des luxemburgischen Fußballs hängt mit dem Deutschen Reinhold Breu, der von 2011 bis 2021 Technischer Direktor im luxemburgischen Fußballverband war, zusammen; in dieser Funktion war er für die Talentförderung und für die Trainerausbildung zuständig. Sowohl er als auch seine Mitarbeiter hatten Videomaterial gesichtet, des Weiteren gibt es einen Förderkader für Talente, die noch Zeit in ihrer körperlichen Entwicklung benötigen. Nach französischem Vorbild wurde die Ausbildung zentralisiert, so dass die Spieler unter der Woche im Verband in der eigenen Fußballakademie gemeinsam trainieren und an Wochenenden dann bei ihren Vereinen verweilen. Inspiration und Vorbilder sind die isländische Nationalmannschaft, die bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich das Viertelfinale erreichte, die Nachwuchsakademien in Deutschland, aber auch die spanische Nachwuchsarbeit. Auch fließen Einflüsse von Trainern wie Pep Guardiola, Diego Simeone oder Antonio Conte in die Ausbildung an der Fußballschule des luxemburgischen Fußballverbandes. Während der Amtszeit von Breu waren viele luxemburgische Nachwuchsspieler ins Ausland gewechselt. Aktuell – Stand 8. September 2025 – gibt es im Kader der luxemburgischen Nationalmannschaft mehrere Spieler, die bei Vereinen in einer ausländischen Profiliga unter Vertrag stehen. So zum Beispiel steht Leandro Barreiro in Portugal bei Benfica Lissabon in Lohn und Brot, während Danel Sinani beim FC St. Pauli in der deutschen Bundesliga unter Vertrag steht.

In der Qualifikation zur EM 2024 in Deutschland traf Luxemburg auf die Slowakei, Portugal, Liechtenstein, Bosnien-Herzegowina und Island. Die Luxemburger verloren zweimal hoch gegen die Lusitanier (0:6 und 0:9), jedoch konnten sie zweimal die Bosnier schlagen (3:1 und 4:1). Sie hatten nach sechs gespielten Partien die Chance auf den Sprung auf den zweiten Platz, der zur direkten Qualifikation berechtigte, jedoch kamen sie gegen die Isländer (das Hinspiel wurde mit 3:1 gewonnen) nicht über ein 1:1 hinaus und das folgende Spiel gegen die Slowaken wurde mit 0:1 verloren. Am Ende der Qualifikation wurde Luxemburg mit 17 Punkten Dritter und hatte noch die Chance, über die Play-offs sich für die EM in der Bundesrepublik zu qualifizieren. Im März 2024 war Georgien im Play-off-Halbfinale der Gegner und nach einer 0:2-Niederlage war der Traum von der historischen erstmaligen Qualifikation für ein großes Turnier ausgeträumt.

Im August 2025 trat Luc Holtz nach 15 Jahren Amtszeit als Nationaltrainer zurück. Sein Nachfolger wurde Jeff Strasser.

Die Auswahl wurde bislang insgesamt vierzehnmal zur luxemburgischen Mannschaft des Jahres gewählt: 1963, 1980, durchgängig von 1987 bis 1991, 1995, 2007, 2008, 2011, 2017, 2021 und 2022.

Aktueller Kader + (Stand: 30. September 2026) Nr. Name Verein Geburtsdatum Einsätze Tore Tor 1 Khaleej Club 84 0 Lucas Fox Bremer SV 0 0 23 Tim Kips 1. FC Phönix Lübeck 0 0 12 RAAL La Louvière 8 0 Abwehr 3 FC Dinamo Batumi 46 0 22 FK Liepāja 43 3 13 FC Dinamo Batumi 75 0 Hellas Verona 23 2 FC Rot-Weiß Erfurt 2 0 18 SK Beveren 126 1 2 1. FC Magdeburg 13 0 14 Atert Bissen 10 0 4 Hansa Rostock 65 1 5 FC Iberia 1999 Tiflis 15 1 Mittelfeld 6 Tomás Moreira Bodrum FK 18 1 Spartak Moskau 82 1 7 Rot-Weiss Essen 15 1 8 Fortuna Düsseldorf 3 0 10 Timothé Rupil Helsingborgs IF 14 0 11 Waldhof Mannheim 63 6 16 Benfica Lissabon 75 3 19 Sønderjyske Fodbold 41 2 21 FC Differdingen 03 48 2 8 Borussia Dortmund 6 0 Angriff vereinslos.... 20 1 Heracles Almelo 29 3 Sampdoria Genua 83 16 15 FC UNA Strassen 1 0 17 FC Metz 4 0 9 1. FSV Mainz 05 5 0 (Spieler ohne Nummern sind verletzt, gesperrt oder wurden zuletzt nicht nominiert.)

Trainer Paul Feierstein (1933–1948) Jean-Pierre Hoscheid & Albert Reuter (1948–1949) Adolf Patek (1949–1953) Béla Volentik (1953–1955) Eduard Havlicek (1955) Nándor Lengyel (1955–1959) Pierre Sinibaldi (1959–1960) Robert Heinz (1960–1969) Ernst Melchior (1969–1972) Gilbert Legrand (1972–1977) Arthu Schoos (1978) Louis Pilot (1978–1984) Jef Vliers (1984) Josy Kirchens (1985) Paul Philipp (1985–2001) Allan Simonsen (2002–2004) Guy Hellers (2005–2010) Luc Holtz (2010–2025) Jeff Strasser (2025–)

Rekordspieler Stand: 30. September 2026 Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum Rekordhalter 1. Laurent Jans 126 1 Mittelfeld 2012– seit 26. März 2024 2. Mario Mutsch 101 4 Mittelfeld 2005–2019 11. September 2018 bis 25. März 2024 (99 bis 101 Spiele) 3. Daniel da Mota 100 6 Angriff 2007–2021 Lars Gerson 100 4 Abwehr 2008–2024 5. Jeff Strasser 98 7 Abwehr 1993–2010 28. März 2009 bis 11. September 2018 (89 bis 98 Spiele) 6. René Peters 92 3 Mittelfeld 2000–2013 7. Jonathan Joubert 90 0 Torwart 2006–2017 8. Eric Hoffmann 88 0 Abwehr 2002–2014 Carlo Weis 88 1 Mittelfeld 1978–1998 11. Oktober 1995 bis 28. März 2009 (78 bis 88 Spiele) 10. Anthony Moris 84 0 Torwart 2014– 11. Danel Sinani 83 16 Angriff 2017– 12. Christopher Martins Pereira 82 1 Mittelfeld 2014– 13. Aurélien Joachim 79 14 Angriff 2005–2019 14. François Konter 77Davon 48 Spiele gegen B- oder Amateur-Mannschaften 4Alle Tore gegen B- oder Amateur-Mannschaften. Abwehr 1955–1969 26. November 1966 bis 11. Oktober 1995 (58 bis 77 Spiele) 15. Dirk Carlson 75 0 Angriff 2016– Leandro Barreiro 75 3 Angriff 2018– 17. Robert Langers 73 8 Mittelfeld 1980–1998 Ben Payal 73 0 Mittelfeld 2006–2016 19. Maxime Chanot 72 4 Abwehr 2013–2024 Gerson Rodrigues 72 23 Angriff 2017–2025 Anmerkungen:

Rekordtorschützen Die besten Luxemburger Torschützen erzielten ihre Tore überwiegend gegen B- und Amateurmannschaften. Beste Spieler, die ihre Treffer nur gegen A-Nationalmannschaften erzielten, sind Gerson Rodrigues, Aurélien Joachim, Danel Sinani und Robert Langers.

Stand: 30. September 2026

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum 1. Gerson Rodrigues 23 72 0,32 2017–2025 2. Léon Mart 16Davon 11 Tore gegen B-Mannschaften. 24Davon 15 Spiele gegen B-Mannschaften 0,67 1939–1945 Danel Sinani 16 83 0,24 2017– 4. Gustave Kemp 15Davon 8 Tore gegen B-Mannschaften. 21Davon 12 Spiele gegen B-Mannschaften 0,71 1936–1945 Nicolas Kettel 15Davon 14 Tore gegen B- oder Amateur-Mannschaften. 57Davon 40 Spiele gegen B- oder Amateur-Mannschaften 0,26 1946–1959 6. Aurélien Joachim 14 79 0,18 2005–2019 7. Camille Libar 13Davon 10 Tore gegen B-Mannschaften. 24Davon 16 Spiele gegen B-Mannschaften 0,54 1937–19508. François Muller 12Davon 9 Tore gegen B- oder Amateur-Mannschaften. 29Davon 23 Spiele gegen B- oder Amateur-Mannschaften 0,41 1949–1955 9. Jules Gales 11Davon 10 Tore gegen B- oder Amateur-Mannschaften. 26Davon 21 Spiele gegen B- oder Amateur-Mannschaften 0,42 1948–1952 Léon Letsch 11Davon 8 Tore gegen B- oder Amateur-Mannschaften. 53Davon 42 Spiele gegen B- oder Amateur-Mannschaften 0,21 1947–1961 Anmerkungen: Quellen: Luxembourg – Record International Players, PLAYERS for Luxembourg

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