Der IIHF Continental Cup ist ein von der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF zur Saison 1997/98 eingeführter Eishockey-Europapokal-Wettbewerb für Klubmannschaften.
Teilnahmeberechtigt sind die Landesmeister der europäischen Ligen, die nicht an der Champions Hockey League (CHL) teilnehmen. Aus den sogenannten Challenge Leagues, deren Meister an der CHL teilnehmen, sind die Vize-Meister für den Continental Cup teilnahmeberechtigt.
Modus Der Wettbewerb wird in mehreren Runden mit Gruppen zu jeweils vier Mannschaften ausgespielt. Die Gruppen werden an einem Wochenende gespielt. Dabei steigen die Vertreter stärkerer Länder in den späteren Runden ein. Die Sieger der jeweiligen Gruppen qualifizieren sich für die nächste Runde. Die Gruppenspiele finden in den Monaten September, Oktober und November statt.
Am Finalturnier im Januar nehmen, seit 2014, die beiden besten Mannschaften der beiden Halbfinalgruppen teil. Der IIHF Continental Cup Sieger qualifiziert sich seit der Saison 2016 für die Champions Hockey League.
Geschichte Mit dem IIHF Federation Cup gab es von 1994 bis 1996 einen Vorläufer des Continental Cup für ost- und südeuropäische Clubs.
Mit der Einführung der European Hockey League (EHL) wurde der höchste Europapokalwettbewerb auf die stärksten Ligen Europas beschränkt. Als Ausgleich wurde 1997 als zweiter Wettbewerb der Continental Cup eingeführt. Für diesen konnte jeder europäische Verband bis zu drei Mannschaften stellen, die sich nicht für die EHL qualifiziert hatten. Der Continental Cup übernahm den Gruppenmodus des 1997 eingestellten Eishockey-Europapokals.
Nach der Einstellung der EHL nahmen von 2000 bis 2004 teilweise auch Meister der stärkeren Ligen am Continental Cup teil. Höhepunkt war das Finale 2003 zwischen dem finnischen Meister Jokerit Helsinki und dem russischen Meister Lokomotive Jaroslawl. Nur Schweden verweigerte sich dem Wettbewerb, andere Länder schickten schwächere Clubs in den Wettbewerb, z. B. nahm mit Mikkelin Jukurit mehrmals der Meister der zweiten finnischen Liga teil.
2005 wurde mit dem IIHF European Champions Cup (ECC) ein neuer höchster europäischer Wettbewerb für die Landesmeister der sechs stärksten Länder eingeführt. Die Teilnahme am Continental Cup wurde auf einen Club pro Land beschränkt. Mit der Einführung der kurzlebigen ersten Champions Hockey League (CHL) 2008 mit 14 Teilnehmern wurde der Continental Cup weiter geschwächt. Nach dem Ende der CHL wurde der Continental Cup wieder für alle Verbände geöffnet, die stärksten Landesmeister blieben dem Wettbewerb jedoch fern. Aus Deutschland qualifizierte sich z. B. der Meister der 2. Eishockey-Bundesliga bzw. DEL2.
Seit 2014 können die Verbände der sechs sogenannten Gründungsligen (Schweden, Finnland, Tschechien, Österreich, Schweiz, Deutschland) der neuen Champions Hockey League nicht mehr am Continental Cup teilnehmen. Die Challenge Leagues (derzeit Norwegen, Dänemark, Frankreich, Slowakei, Großbritannien, Belarus, Polen) können einen Teilnehmer in den Continental Cup entsenden, der Meister ist für die CHL qualifiziert. Der Sieger des Continental Cup war bis 2023 in der Folgesaison für die CHL qualifiziert.
Bisherige Turniersieger Saison Spielort des Finalturniers Teilnehmer Gewinner Zweiter Dritter 1997 Tampere, Finnland 42 TJ VSŽ Košice Eisbären Berlin Ilves Tampere 1998 Košice, Slowakei 49 HC Ambrì-Piotta HC Košice HK Awangard Omsk 1999 Berlin, Deutschland 49 HC Ambrì-Piotta Eisbären Berlin Ak Bars Kasan 2000/01 Zürich, Schweiz 46 ZSC Lions Zürich London Knights HC Slovan Bratislava 2001/02 Zürich, Schweiz 49 ZSC Lions Zürich HC Milano Vipers HKm Zvolen 2002/03 Lugano, SchweizMailand, Italien 44 Jokerit Helsinki Lokomotive Jaroslawl HC Lugano 2003/04 Homel, Belarus 39 HC Slovan Bratislava HK Homel HC Lugano 2004/05 Székesfehérvár, Ungarn 20 HKm Zvolen HK Dynamo Moskau Alba Volán Székesfehérvár 2005/06 Székesfehérvár, Ungarn 21 HK Lada Toljatti HK Riga 2000 ZSC Lions Zürich 2006/07 Székesfehérvár, Ungarn 19 HK Junost Minsk HK Awangard Omsk Ilves Tampere 2007/08 Riga, Lettland 17 Ak Bars Kasan HK Riga 2000 Kaszink-Torpedo Ust-Kamenogorsk 2008/09 Rouen, Frankreich 19 MHC Martin Dragons de Rouen HC Bozen 2009/10 Grenoble, Frankreich 19 EC Red Bull Salzburg HK Junost Minsk Sheffield Steelers 2010/11 Minsk, Belarus 19 HK Junost Minsk EC Red Bull Salzburg Sønderjysk Elitesport Vojens 2011/12 Rouen, Frankreich 18 Dragons de Rouen HK Junost Minsk HK Donbass Donezk 2012/13 Donezk, Ukraine 19 HK Donbass Donezk Metallurg Schlobin Dragons de Rouen 2013/14 Rouen, Frankreich 19 Stavanger Oilers HK Donbass Donezk Asiago Hockey 2014/15 Bremerhaven, Deutschland 16 HK Njoman Hrodna Fischtown Pinguins Bremerhaven Ducs d’Angers 2015/16 Rouen, Frankreich 17 Dragons de Rouen Herning Blue Fox GKS Tychy 2016/17 Ritten, Italien 19 Nottingham Panthers HK Beibarys Atyrau Odense Bulldogs 2017/18 Minsk, Belarus 17 2018/19 Belfast, Nordirland 17 2019/20 Vojens, Dänemark 20 2020/21 abgesagt 2021/22 Aalborg, Dänemark 19 2022/23 Angers, Frankreich 19 2023/24 Cardiff, Wales 19 2024/25 Cardiff, Wales 20 2025/26 Nottingham, England 14 Nottingham Panthers Kaszink-Torpedo Ust-Kamenogorsk
Statistik Ranglisten + nach Land Rang Land Titel 2. Platz 3. Platz 1 5 1 2 2 4 4 1 3 4 – 3 4 3 3 4 5 2 4 1 6 2 3 2 2 3 2 8 1 2 4 9 1 1 1 10 1 1 – 11 1 – 3 12 1 – 2 13 1 – – 14 – 3 – 15 – 2 – 16 – 1 2 17 – – 1
Literatur
Weblinks Übersicht zum IIHF Continental Cup
Kategorie:Sportveranstaltung in Europa Kategorie:Eishockeywettbewerb