Wohnsgehaig (oberfränkisch: Wonska bzw. WohskahD. Fastnacht: Ebermannstadt, S. 368.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Mistelgau im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Wohnsgehaig hat eine Fläche von 3,639 km². Sie ist in 810 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 4492,58 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Äußerer Graben und Schöchleins.

Geografie Das Dorf liegt am Fuße der Neubürg (, 0,4 km östlich) am nördlichen Rand der Fränkischen Schweiz. Die Kreisstraße BT 2 führt an Hardt vorbei zur Kreisstraße BT 1 (3,2 km nordwestlich) bzw. nach Löhlitz (3,3 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an Äußerer Graben und Außerleithen vorbei nach Mengersdorf (2,2 km nordwestlich). Ein Anliegerweg führt nach Schöchleins (0,7 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde 1475 als „Wanngsgehaw“ erstmals urkundlich erwähnt und dürfte nicht viel früher entstanden sein, da seine Lage am Berghang außerordentlich ungünstig ist. Solche Gegenden wurden in der Regel erst dann urbar gemacht, wenn die günstigen Lagen schon besiedelt waren. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Wān (eine Kurzform von Wanfried), dem Gründer des Ortes. Das Grundwort „gehau“ verweist auf die vorangegangene Rodung. Wohnsgehaig lag bis zum Ende des Alten Reiches im Fraischbezirk des bambergischen Amtes Waischenfeld.D. Fastnacht. Ebermannstadt, S. 368f.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde die Ruralgemeinde Wohnsgehaig gebildet, zu der Äußerer Graben und Schöchleins gehörten. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Hollfeld und hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,636 km². 1834 wurde auf dem Gemeindegebiet die Schöchleinsmühle gegründet. 1864 wurde diese nach Volsbach umgemeindet.

Am 1. Juli 1972 wurde Wohnsgehaig im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Mistelgau eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Wohnsgehaig Jahr 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 389 406 421 411 457 460 445 443 428 371 319 296 288 288 310 294 283 258 294 273 243 225 233HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 60 58 61 58 51 55 Quelle

Gemeindeteil Wohnsgehaig Jahr 1826 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 100 386 436 407 272 275 249 209 219 179Häuser 55 58 54 48 51 55Quelle Einwohnerzahl offensichtlich falsch.

Religion Die Protestanten sind nach St. Otto (Mengersdorf) gepfarrt, die Katholiken nach St. Martin (Nankendorf).

Galerie

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ortsteil von Mistelgau Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Ersterwähnung 1475 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth