Äußerer Graben (oberfränkisch: Oisa Grohm bzw. Aisere GrohmD. Fastnacht: Ehemaliger Landkreis Ebermannstadt, S. 3. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „oisa grōm“ bzw. „aisere grōm“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Mistelgau im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Äußerer Graben liegt in der Gemarkung Wohnsgehaig.
Geografie Die Einöde liegt am Fuße der Neubürg (, 0,7 km südöstlich). Im Nordwesten reicht ein Ausläufer eines tief eingeschnittenen Grabens dorthin, dessen Quellbach ausgetrocknet ist. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an Außerleithen vorbei nach Mengersdorf (1,8 km nordwestlich) bzw. nach Wohnsgehaig (0,3 km südlich).
Geschichte Im Jahre 1799 wurde eine Wiese „im äußern Graben“ erwähnt, 1801 in einem Adressbuch erstmals eine Einöde namens „Auesserer Graben.“ Wenn der Flurname erst in dieser Zeit aufkam, entspricht dieser der heutigen Bedeutung. Er würde demnach auf ein Gebiet in Grenzlage verweisen. Tatsächlich verlief dort damals die Gemarkungsgrenze zwischen Mengersdorf und Wohnsgehaig. Sollte der Flurname älter sein, so käme auch eine Ableitung von īsen (mhd. für Eisen) in Betracht. Dann würde der Flurname auf einen Ort verweisen, an dem Eisenerz gegraben wurde.D. Fastnacht: Ehemaliger Landkreis Ebermannstadt, S. 3 ff.
Von 1801 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Mit dem Ersten Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Äußerer Graben der Ruralgemeinde Wohnsgehaig zugewiesen. Am 1. Juli 1972 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Mistelgau eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1826 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 5 13 15 12 14 8 3 8 7 7Wohngebäude 2 2 2 1 2 2 Quelle
Religion Die Protestanten sind nach St. Otto (Mengersdorf) gepfarrt, die Katholiken nach St. Martin (Nankendorf).
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Mistelgau Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ersterwähnung 1801