mini|Mistelgau, Gemeindeteil Plösen (2021) Plösen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Mistelgau im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Plösen hat eine Fläche von 3,351 km². Sie ist in 735 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 4558,61 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Gollenbach und Harloth.
Geografie Durch das Dorf fließt ein namenloser linker Zufluss der Weides, die ihrerseits ein linker Zufluss der Truppach ist. Der Ort liegt in einer flachhügeligen Ebene und ist weitestgehend von Acker- und Grünland umgeben. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße BT 2 bei Hardt (0,4 km nördlich) bzw. nach Gollenbach (1,2 km südwestlich).
Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Plösen 12 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Unternschreez. Die Verwaltung Glashütten war Grundherr sämtlicher Anwesen (7 Söldengüter, 1 Halbsöldengut, 4 Tropfhäuser).R. Winkler: Bayreuth, S. 383.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. 1810 kam Plösen an das Königreich Bayern. Infolge des Gemeindeedikts wurde Plösen dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Mistelgau zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Plösen. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurden die Gemeinden Gollenbach und Harloth eingegliedert. Die vergrößerte Gemeinde Plösen war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt). Kammer wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf dem Gemeindegebiet gegründet. Ab 1862 gehörte Plösen zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Bayreuth (1879 in Amtsgericht Bayreuth umgewandelt).R. Winkler: Bayreuth, S. 482. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,354 km². Am 1. Januar 1972 wurde Plösen im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Mistelgau eingegliedert.
Baudenkmäler Haus Nr. 10: Zweigeschossiger Wohn- und Stallbau; 1844. Sechs zu drei Obergeschossfenster. Erdgeschoss gequadert. Obergeschoss und Giebel mit Fachwerk. Am Türschlussstein Jahrzahl „1844“; Türrahmung mit stilisierten Quasten.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Bayreuth, S. 135. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 14: Bauernhaus, ehemaliges Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung Gemeinde Plösen Jahr 1822 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 247 295 326 347 358 392 403 456 480 445 411 377 344 342 371 391 349 346 351 464 450 417 371 413HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 31 59 64 66 66 70 76 82 Quelle
Gemeindeteil Plösen Jahr 1799 1819 1822 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 61 70 72 124 138 143 96 102 161 126 164 164Häuser 13 13 18 19 21 30 26 42 Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 374.
Religion Plösen ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Bartholomäus (Mistelgau) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ortsteil von Mistelgau Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth